Diskussion:Methods-Time Measurement

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In dem Artikel sollt unbedingt etwas von MTM-UAS und MTM-Standartdaten stehn, da dies die am häufigsten angwanten Analyseverfehren sind. (nicht signierter Beitrag von 146.108.202.22 (Diskussion) 12:32, 17. Mai 2005)

Dann schreibs doch rein. --Badfish 00:03, 12. Dez. 2006 (CET)

Einschränkungen[Quelltext bearbeiten]

MTM ist meines Wissens nach in einigen Tarifverträgen ausdrücklich verboten. Könnten wir die wichtigsten dieser Regelungen (und ihre Gründe) hier einfügen? Yotwen 08:24, 26. Okt. 2007 (CEST) Angesichts von um die 35.000 Tarfverträgen in Deutschland wird es wohl niemanden geben, der sicher sagen kann, das gibt es nicht. Umgekehrt wäre leichter. Aber weder bei den Metallarbeitgebern noch bei der IFAA wissen die Leute davon grap 13:42, 22. Nov. 2007 (CET)

Ja - weiss ich. Ich versuche es mal bei meinen Ex-Kollegen von Stihl... da klingelt was bei mir. Yotwen 14:32, 22. Nov. 2007 (CET)
IG-Metall und Volkswagen scheinen einige Einschränkungen zu führen:

"Sollen Methoden der Datenermittlung wie z.B. das MTM-Verfahren oder aus dem MTM-Verfahren abgeleitete Zeitbausteine zur Gestaltung der Arbeitsmethoden und/oder der Leistungsbemessung verwendet werden, sind dafür vorher gesonderte tarifvertragliche Regelungen zu vereinbaren."

d.h. MTM darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Tarifpartners Gewerkschaft verwendet werden. Es kann sein, dass meine Infos aus solchem Umfeld stammen. Yotwen 18:00, 29. Nov. 2007 (CET)
Das Zitat stammt aus dem Manteltarifvertrag für die Auto 5000 GmbH vom 12. Juli 2006 in Punkt 5.5 zur Leistungs- und Personalbemessung. Da muss man jetzt aufpassen, weil zunächst grundsätzlich geregelt wird, dass die Personalbemessung von den Betriebsparteien vorgenommern werden soll. Dann wird zunächst allgemein gefordert, dass zur Leistungsbemessung ganz allgemein Benchmarks herangezogen werden sollen. Dann erst kommt der Tarifvertragsvorbehalt in Form deines Zitates.
Da sind jetzt zwei Sachen wichtig: Nämlich erst einmal, dass man sich auf bereits einer Ebene vor dem Einsatz solcher systematischer Methoden betrieblich einigen soll. Zweitens ist es eine Eigenart eines Manteltarifvertrages - darum heißt er so - dass spezielle, operativere Regelungen in angehängte Tarifverträge ausgegliedert werden. Das ist hier scheinbar der Fall.
Ich verstehe die Regelung so (war ja nicht dabei und kann deswegen nur vermuten), dass wenn die Betriebsparteien eine Einigung auf der Basis von Benchmarks nicht finden, und auf eine Datenermittlung setzen wollen, und so wie das formuliert ist bezöge das auch REFA mit ein, MTM wir nur beispielhaft genannt, dies unter tarifvertraglichen Vorbehalt gestellt wird. Ich denke, der muss dann im Bedarfsfall sogar erst noch verhandelt werden und soll vor allem einen professionellen Methodeneinsatz sicher stellen. Einen generellen Vorbehalt gegen MTM kann ich da nicht herauslesen. Eher ein pargmatisches Vorgehen: Lass uns über diese Brücke gehen, falls wir mal vor ihr stehen.
Man muss allerdings noch dazu sehen, das bedeutende Metall-Unternehmen, insbesondere solche die MTM einsetzen, seit den 70er Jahren zusätzliche Erholungszeiten gewähren. Die hatte die IGM damals erstreikt und sie leiten sich methodisch nicht aus dem MTM ab. In den Verträgen, die ich dazu kenne ist die Begründung auch eher, dass die Erholungen aufgrund von zusätzlichen Belastungen aufgrund der Taktbindungen in Linien gewährt werden. Die AG argumentieren nun, dass dies ja in modernen Arbeitsorganisationen nicht mehr so der Fall ist und wollen - klar - die Arbeitszeit verlängern. Die IGM ist verständlicherweise not amused. Vor dem Hintergund liegt in der Anwendung des Verfahresn derzeit wohl ein gewisser tarifpolitischer Zündstoff, der allerdings mit dem Verfahren an sich nichts zu tun hat grap 20:52, 30. Nov. 2007 (CET)

Kritik[Quelltext bearbeiten]

Schneller Einwand: Wieso ist der Artikel, der rein die Vorteile des MTM darstellt, mit keiner Zeile reflexiv kritisch? Das Konzept des MTM – »Bei Anwendung von MTM werden sämtliche vom Menschen ausgeführten Bewegungen auf bestimmte Grundbewegungen zurückgeführt, für die die benötigte Zeit bekannt ist. Die kleinsten Bewegungselemente sind dabei in MTM-1 erfasst, die den Arbeitsablauf in Bewegungselemente wie „Hinlangen“, „Greifen“, „Bringen“, „Fügen“, „Loslassen“.« – bestätigt doch paradigmatisch die Analysen aus dem Umfeld der kritischen Theorie. Werden hier die Arbeiter nicht – die ja auch noch irgendwie Menschen sind – und die Arbeit, die trotz allem individuell ist, aus reinem Profitinteresse nichtquantifizierter Kapitaleigner krass verdinglicht? Wozu? Damit in noch kürzerer Zeit noch billiger Dinge hergestellt werden können, die niemandes Leben verbessern? Methoden wie MTM sollten nicht einfach affirmativ dargestellt werden, bzw. kritische Einschätzungen sollten in der Gesamtbeschreibung nicht fehlen. (nicht signierter Beitrag von Woxbrandt-hermand (Diskussion | Beiträge) 13:55, 2. Feb. 2016 (CET))

Ah! Die Ausbeutung des Wolfs durch den Wolf! - Du hast sicher eine gute Quelle, in der Marx oder Engels sich zu MTM geäußert hat? Yotwen (Diskussion) 08:21, 3. Feb. 2016 (CET)