Diskussion:Mittelalter

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Die unterschiedlichen Meinungen und Datierungen hinsichtlich der Frage, wann das Mittelalter begann und wann es endete, wären hier im Artikel wohl noch in einem speziellen Abschnitt zu ergänzen[Quelltext bearbeiten]

Als klimatologischen Beginn des Mittelalters ist wohl die Wetteranomalie von 535/536 anzusehen. Guido Mingels guido.mingels@spiegel.de, der darauf auch in einem kurzen Text im SPIEGEL Nr. 14 / 30.3.2019 S. 46 verweist, weiß dazu möglicherweise mehr. --Lothar W. Pawliczak (Diskussion) 18:54, 2. Apr. 2019 (CEST)

Dass das Ereignis 535/36 von Bedeutung war, bestreitet keiner (siehe auch Wetteranomalie von 535/536, vgl. Artikel climate and climate change in Oxford Dictionary of Late Antiquity, Vol. 1, S. 359f.). Als Endpunkt der Antike wird es aber in der aktuellen historischen Forschung nicht betrachtet - und nur der wissenschaftliche Diskurs entscheidet hier, nicht Journalisten. Im Gegenteil. die neuere Forschung (die Klima- und Medizingeschichte ebenfalls berücksichtigt) tendiert zu einer long late antiquity, die weit bis ins 7., teils 8. Jahrhundert reicht. Guter Überblick bei Johannes Preiser-Kapeller: Jenseits von Rom und Karl dem Großen. Aspekte der globalen Verflechtung in der langen Spätantike, 300-800 n. Chr. Wien 2018. Kurz: Das Ereignis wird berücksichtigt, ist aber kein geeigneter Endpunkt, besonders wenn man die vielen Kontinuitätslinien berücksichtigt. Es ist stets der gesamtgeschichtliche Kontext zu betrachten, nicht (nur) isolierte Ereignisse.--Benowar (Diskussion) 19:03, 2. Apr. 2019 (CEST)
Das habe ich ja auch nicht behauptet, daß das klimatische Ereignis von 535 und seine Folgen irgendwer bestreitet. Ich habe nur darauf hingewiesen, daß im Artikel ein spezieller Abschnitt fehlt, der die unterschiedlichen (wissenschaftlichen) Meinungen zum Beginn und Ende des Mittelalters referiert. Weiterhin gibt es wohl inzwischen eine Tendenz, bei der Betrachtung der Vergangenheit stärker die natürlichen Gegenbenheiten und Veränderungen als Faktoren mit einzubeziehen. Das ist ein Desiderat der traditionellen Geschichtswissenschaft, was natürlich auch daran liegt, daß man früher wenig Kenntisse über z.B. Klimaveränderungen oder botanische Gegebenheiten in der Vergangenheit hatte, aber auch daran, daß Historiker oft von solchen Dingen, auch von der Landwirtschaft oder der Wirtschaft überhaupt nichts verstehen und sich nicht dafür interessieren. Daß mal ein Journalist auf ein Phänomen hinweist, sollte uns doch wohl Anregung sein und nicht Anlaß, das weiter zu ignorieren. Das gleiche gilt übrigens für das Ende des Mittelalters: die Klimakatastrophe 1431 [1].--Lothar W. Pawliczak (Diskussion) 10:28, 3. Apr. 2019 (CEST)
Das ist ein Desiderat der traditionellen Geschichtswissenschaft - das war es mal in der Tat, da stimme ich zu, inzwischen ist es aber tatsächlich eher weniger der Fall. Wer die neuere Forschung kennt wird schnell sehen, dass Klima- bzw. Umweltgeschichte inzwischen genügend berücksichtigt werden (kann hier aber nur für Spätantike/Mittelalter sprechen). Eine aktuelle und anregende Studie speziell zur Spätantike ist unter anderem Kyle Harper: Fate of Rome: Climate, Disease, and the End of an Empire (2017). Journalisten sind da also weniger Pioniere, als es dir erscheinen mag - das Jahr 535/36 wird relativ gut in der Fachlit behandelt. Wie auch immer, in der Forschung wird dieses Datum nicht als prominentes Enddatum behandelt und nur darauf kommt es an. Wenn sich das mal ändern sollte, kann es mit Fachbelegen rein. Zu: im Artikel ein spezieller Abschnitt fehlt, der die unterschiedlichen (wissenschaftlichen) Meinungen zum Beginn und Ende des Mittelalters referiert - das liegt auch ein Stück daran, dass das ein sehr breit gefächertes Feld ist. Im Artikel Frühmittelalter, den ich vor ein paar Jahren angelegt habe, wird das relativ ausführlich behandelt, ebenso von mir im Artikel Spätantike. Hier wird auf die Artikel verwiesen, das halte ich auch für ausreichend, aber gut, man kann immer ergänzen - wenn es von der relevanten Fachlit gedeckt wird. ciao --Benowar (Diskussion) 16:45, 3. Apr. 2019 (CEST)
Ich habe nicht behauptet, daß "Journalisten ... Pioniere" sind, aber gute (Wissenschafts)Journalisten tragen dazu bei, Pionierleistungen zu verbreiten, so das aus neuen Ideen (Inventionen) wirklich Innovationen werden. Wie wissenschaftliche Entwicklung erfolgt, hat Ludwik Fleck bereits 1935 dargelegt (Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung hg. von Lothar Schäfer und Thomas Schnelle. Frankfurt/M 1980, zuerst Basel 1935): Als „Ergebnis sozialer Tätigkeit“ (S. 54) aufgrund von „‚Mutationen‘ des Denkstils“ (S. 38) in drei Etappen (Vgl. ebd. S. 123f) und dem Austausch – Kombination, Variation, Selektion – innerhalb von und zwischen Denkkollektiven einerseits sowie mit ihrem näheren wissenschaftlichen Umfeld bis hin zur Laienrezeption ihrer Forschungsergebnisse andererseits (S. 135-164). WIKIPEDIA hat dabei eine wichtige Funktion auf dem Markt der Meinungen. --Lothar W. Pawliczak (Diskussion) 08:30, 4. Apr. 2019 (CEST)
Es gibt doch schon einen Abschnitt Mittelalter#Zeitliche_Einordnung in dem ausdrücklich auf Spätantike und Frühmittelalter verwiesen wird. Bei beiden gibt es ausführliche Darstellungen zu den unterschiedlichen Datierungen. Falls jüngere Erkenntnisse oder Meinungen fehlen, kann man die dort ergänzen. Eventuell könnte man die sogar zusammenfassen in einem eigenen Artikel. Ende der Antike gibt es schon. --Der-Wir-Ing („DWI“) 09:59, 4. Apr. 2019 (CEST)
Nur zur Ergänzung und Abschluss meinerseits: Falls jüngere Erkenntnisse oder Meinungen fehlen, kann man die dort ergänzen. - Völlig richtig, aber immer nur mit Berufung auf relevante und aktuelle Fachliteratur, wie es usus ist und worauf es eben ankommt. ciao --Benowar (Diskussion) 18:51, 4. Apr. 2019 (CEST)

Lücken[Quelltext bearbeiten]

Der Artikel beschreibt sehr schön die politischen Entwicklungen des Mittelalters, genau so wie man es aus den eigenen Geschichtsbüchern von vor 50 Jahren noch kennt. Auch die Bebilderung lässt darauf schließen, dass es außer Burgen, Kirchen und Waffen sonst nicht viel gab im Mittelalter - vor allem keine normalen Menschen. Wäre es nicht Aufgabe eines solchen Artikels, auch darüber etwas zu schreiben? Wie haben die Menschen gelebt? In was für Häusern (ist das Halberstädter Haus repräsentativ?) etc.?

Und bevor jetzt irgendjemand schreit "Mach's doch selber - it's a Wiki!": Ich bin hierhergekommen, um etwas darüber zu erfahren -- eben aus dem Grunde, weil ich nichts darüber weiß. --217.239.0.237 19:32, 20. Apr. 2019 (CEST)

Während der antike Kernraum bereits christlich geprägt war . . .[Quelltext bearbeiten]

Da werden alle Bewohner rund ums Mittelmeer eines Morgens aufgestanden sein und sich gesagt haben, ab heute ist Christentum angesagt? Also das ist doch etwas abrupt gezeichnet. Vor allem, da die zugewanderten Ethnien der Völkerwanderung ja ausgerechnet in den alten Weströmischen Teilen des Reiches die Herrschaft übernahmen und zwar großteils zum Christentum konvertierten (auf jeden Fall die Oberschichten) aber das Ganze wird sicher nicht alle Bevölkerungsgruppen auf ein Mal erfasst haben. Und diese Ethnien waren ja wenige Jahre vorher noch "Heiden".

Vielleicht trifft es "Während die Bevölkerung des antike Kernraums bereits in großen Teilen begonnen hatte sich der christlichen Lehre zuzuwenden," Wobei sich die Frage erhebt, ob es schon "EINE" christliche Lehre gab.

Pentaclebreaker (Diskussion) 17:07, 5. Nov. 2019 (CET)