Display Data Channel

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Der Display Data Channel (DDC) ist eine serielle Kommunikationsschnittstelle zwischen Bildschirm und PC, die einen Datenaustausch über das Bildschirmkabel ermöglicht und es dem Betriebssystem erlaubt, den Bildschirmtreiber automatisch zu installieren und zu konfigurieren (Plug & Play).

Um Informationen austauschen zu können, müssen sowohl Grafikkarte, Kabel als auch Monitor diesen Datenkanal unterstützen. Üblich ist DDC neben dem analogen VGA-Anschluss auch bei dem Digital Visual Interface (DVI) und High Definition Multimedia Interface (HDMI). Bei darüber hinausgehenden Videoschnittstellen wie DisplayPort kommen ähnliche Schnittstellen mit ähnlicher Zielsetzung vor.

Die Video Electronics Standards Association (VESA) hat folgende Versionen dieses Industriestandards herausgegeben:

DDC1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DDC1 (Version 1) umfasst die ständig wiederholte Übertragung der Extended Display Identification Data (EDID) vom Monitor zur Grafikkarte. In den 128 Bytes der EDID-Datenstruktur sind Informationen zur VESA-Standard-Kompatibilität und DPMS-Unterstützung enthalten. Die Daten werden mit der vertikalen Bildsynchronisation als Taktsignal ausgegebem, was Bitraten von 60 bps bis 100 bps erlaubt. Der gering verbreitete DDC1 Standard wird von wenigen analogen VGA-Kathodenstrahlröhrenbildschirmen unterstützt.

DDC2B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DDC2B (Version 2 Level B) ermöglicht die bidirektionale Übertragung des VESA Display Identification File (VDIF). Der Monitor kann damit auf spezielle Anfragen der Grafikkarte antworten. Technisch wird dazu eine I²C-Schnittstelle verwendet, der Monitor wird als I²C-Slave betrieben und die Grafikkarte ist der I²C-Master. Die I²C-Adresse, funktionell als ein serielles I²C-EEPROM realisiert, ist im Monitor fix auf den Wert 0x50 eingestellt. In den ersten 128 Byte des I²C-Speichers im Monitor befindet sich der EDID-Datenblock, der von der Grafikkarte ausgelesen wird.

Als Besonderheit erfolgt die Stromversorgung von der Grafikkarte aus, d.h. neben der I²C-Datenleitung (SDA), I²C-Taktleitung (SCL) und Masse (GND) wird eine Versorgungsspannung von +5 V von der Grafikkarte mit maximal 50 mA geliefert, die den Betrieb des I²C-Speicherbausteins zur Abfrage der Monitordaten auch dann erlaubt, wenn der Monitor ausgeschaltet oder von der Stromversorgung abgesteckt ist.

DDC2AB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DDC2AB ist ähnlich wie DDC2B, und es werden über die ersten 128 Byte EDID-Daten hinausgehend weitere Daten in einem größeren Speicher vorgehalten und die Datenübertragungsrate ist auf 100 kbps gesteigert.

DDC/CI[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DDC/CI steht für Display Data Channel/Command Interface und wurde im August 1998 vorgestellt. Es erlaubt nicht nur Abfrage von Monitorinformationen sondern auch die Steuerung des Monitors wie die Einstellung die sonst nur über das On Screen Display am Monitor verändert werden können. Die Steuerung des Monitors im Rahmen von DDC/CI efolgt über das Monitor Control Command Set (MCCS).[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Software zum Ansteuern von Monitoren, die das DDC/CI-Protokoll unterstützen:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Display Data Channel Command Interface (DDC/CI) Standard. VESA, abgerufen am 13. Juni 2016.