Displayschutzfolie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gerät ohne und mit Displayschutzfolie

Displayschutzfolien sind speziell gefertigte Folien, welche die schon ab Werk vorhandene Schutzschicht des Displays schützen sollen, Sie können auch nachträglich in passgenauer Form im Plotverfahren hergestellt und angebracht werden.

Beschaffenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Displayschutzfolien bestehen aus verschiedenen Schichten, die speziell für ihren Zweck angepasst sind. Eine Haftschicht ermöglicht das Halten auf der Bildschirmoberfläche. Dabei wird unter anderen Wert darauf gelegt, dass sich die Schutzfolie blasenfrei auftragen und rückstandsfrei ablösen lässt. Die eigentliche Schutzschicht ist darauf ausgelegt, das Display beispielsweise vor Kratzern zu schützen, soll aber die Bedienbarkeit des Gerätes nicht einschränken. Zum vereinfachten Anbringen liegt die Schutzfolie auf einem Trägerpapier.[1] Bei der Herstellung einer Displayschutzfolie, wird die Schutzschicht schnell erhitzt und wieder gekühlt, um die Schicht zu härten und eine hohe Oberflächenhärte zu erhalten. Die Oberflächenhärte der Schutzschicht wird im Smartphonesektor mit der Hilfe der mohsschen Härteskala gemessen, welche die Ritzstärke eines Materials in Abhängigkeit der Härte darstellt und darüber Auskunft erteilt, welches Material die Displayschutzfolie zerstören kann.

Härtegrad(H) Das zerstörende Mineral Vergleichbarer Gegenstand im Alltag
1H Talk
2H Gips/Halit (Steinsalz)
3H Calcit (Kalkspat) Kunststoff-Schutzfolie
4H Fluorit (Flussspat) Kunststoff-Schutzfolie
5H Apatit Herkömmliches Glas
6H Orthoklas Stahlmesser
7H Quarz Gorilla Glas
8H Topas
9H Korund Saphirglas
10H Diamant
Displayschutzfolie für Displays von Medien-Endgeräten

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man unterscheidet zwischen:

  • Antishock/Panzer Schutzfolien: Sie sind kratzfest und sollen sogar Hammerschlägen stand halten, ohne das darunterliegende Glas zu beschädigen.
  • Transparente Displayschutzfolien: Sie ermöglichen eine möglichst unveränderte Sicht auf das Display.
  • Antireflektierende Displayschutzfolien: Diese sollen die Lesbarkeit des Gerätes bei Sonnenlicht oder künstlichem Licht erhöhen. [2]
  • Vollverspiegelte Displayschutzfolien: Sie werden bei eingeschaltetem Display durchsichtig und sind bei ausgeschaltetem Display als Spiegel verwendbar.
  • Folien-Displayschutz zum Aufsprühen: Hierbei wird eine Schutzschicht aus einem Behältnis aufgesprüht. Mit dieser Art vermeidet man das Zuschneiden oder blasenwerfende Aufkleben einer Folie.[3]
  • Blickschutz-Folie: Sie grenzen den Betrachtungswinkel auf ca. 30 Grad ein.

Anwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Displayschutzfolien werden eingesetzt um Displays und Monitore von Medien-Endgeräten zu schützen:

  • Monitore
  • Smartphone-Displays
  • Notebooks, Laptop und Tablet Computer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Displayschutzfolien: Anleitung zum Aufbringen
  2. Test: Anti-Spiegel-Folie und Blickschutz für Notebooks
  3. Displayschutz zum Sprühen: DuraSec NanoTec im Test