DoD Standard Internet Protocol

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IPv3 im TCP/IP-Protokollstapel:
Anwendung HTTP IMAP SMTP DNS
Transport TCP UDP
Internet IPv3
Netzzugang Ethernet Token
Bus
Token
Ring
FDDI

Beim DoD Standard Internet Protocol handelt es sich um eine alte Version des Internet Protocols, das für den Datentransport im Internet genutzt wird (DoD steht für „Department of Defense“, das US-Verteidigungsministerium). Das Protokoll wurde im Jahre 1979 in IEN 123 spezifiziert, und im Jahre 1980 zweimal überarbeitet (IEN 128, RFC 760). Es handelte sich um ein Standardprotokoll für die damals nicht-kommerziellen Teile des Internets ARPANET, SATNET und PRNET, und wurde in den Spezifikationen bereits als IPv4-Protokoll bezeichnet, obwohl sich der IP-Header noch vom heutigen IPv4-Protokoll unterscheidet. Der Grund hierfür ist, dass sich bei dem früheren Internet-Protokoll die Versionsnummer nicht auf die Header-Spezifikation bezog, sondern auf die Version des verwendeten TCP-Protokolls. Eingesetzt wurde hier das TCP-Protokoll in der vierten Version, wie es im heutigen Internet immer noch verwendet wird.

Es wurde bereits ein Adressraum mit einer Länge von 32 Bit verwendet, sodass die gleiche Anzahl an Hosts wie beim IPv4-Protokoll in der heutigen Version aufgelöst werden konnten und bei der Migration keine Adressänderungen nötig waren. Mit dem DoD Standard Internet Protocol wurde erstmals die Fragmentierung von Daten möglich. Datagramme wurden über das RTP versendet, welches damals noch direkt auf IPv4 aufbaute, inzwischen aber auf UDP basiert. Das UDP-Protokoll als Solches wurde damals noch nicht unterstützt.

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