Dorado Schmitt

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Dorado Schmitt (* 29. Mai 1957 in Saint-Avold) ist ein Musiker (Sologitarre, auch Geige und Gesang) des Swing Manouche. Er hat dieses Genre mit Raphaël Faÿs und Biréli Lagrène erneuert.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmitt, Cousin von Tchavolo Schmitt, begann im Alter von sieben Jahren als Gitarrist. 1978 gründete er sein Dorado Trio mit dem Bassisten Gino Reinhardt und dem Rhythmusgitarristen Hono Winterstein. 1983 nahm er sein erstes Album auf, Hommage a la romenes, das Dieter Massion produzierte. Die zweite LP Notre histoire stand 1986 in Deutschland einige Wochen an der Spitze der verkauften Jazzalben. Gemeinsam mit Philip Catherine und Oscar Peterson trat er auf zahlreichen europäischen Jazzfestivals auf. Er spielte dann bei Wedeli Köhler. Nach einem schweren Autounfall 1988 konnte er erst 1990 die Arbeit mit seinem Trio wieder aufnehmen. 2001 und in den Folgejahren feierte er Erfolge im New Yorker Birdland, in dem er u.a. mit seinem Sohn Samson Schmitt auftrat (DVD 2004 u. a. mit James Carter). Sein Spiel wird in Tony Gatlifs Film Latcho Drom dokumentiert.

Sein Stück Bossa Dorado entwickelte sich zum Jazzstandard. Im Jahr 2001 wurde er mit dem Django Award ausgezeichnet.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hommage a la romenes (Dima Media, 1983)
  • Notre histoire (Blue Flame, 1986)
  • Gipsy Réunion mit Patrick Saussois und Tchavolo Schmitt (Djazz, 1993)
  • Rendez-vous mit Pierre Blanchard (Le Chant du Monde 2004)
  • Family (Disques Dreyfuss Jazz 2009)
  • Dorado Schmitt and the Django Reinhard NY Festival Allstars (2010)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Dregni: Gypsy Jazz: In Search of Django Reinhardt and the Soul of Gypsy Swing. Oxford: Oxford University Press 2008; ISBN 978-0-19-531192-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]