Dragon – Söhne von Atlantis

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Dragon – Söhne von Atlantis ist eine deutsche Heftromanserie aus dem Erich Pabel Verlag, die von 1973 bis 1975 erschien und insgesamt 55 Ausgaben erreichte. Die Serie wurde von Autoren geschrieben, die auch an anderen im Pabel-Verlag erscheinenden Heftromanserien mitarbeiteten (Perry Rhodan, Vampir u.a.). Zum Autorenstab gehörten William Voltz, Clark Darlton, H. G. Ewers, Hans Kneifel, Peter Terrid, Ernst Vlcek und Hugh Walker. Die meisten von ihnen arbeiten später in der folgenden, viel länger laufenden Heftromanserie Mythor.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kontinent Atlantis stellte einst ein interstellares Handelszentrum dar und war Zentrum technischen Wissens von Menschen und Außerirdischen. Dies fand in einem feindlichen Überraschungsangriff um 17000 v. Chr. ein jähes Ende: Atlantis wurde zerstört, die Nachkommen der Überlebenden fielen ohne Zugriff auf die technischen Möglichkeiten ihrer Vorväter in die Primitivität zurück.

Dragon, einst Astronom und Wissenschaftler, überlebte die Katastrophe und ruhte etwa 2.000 Jahre in einer Kälteschlafkapsel. Als die Kapsel um 15000 v. Chr. in Kleinasien entdeckt und geöffnet wird, halten seine Entdecker Dragon für einen Gott. Er ist jedoch nicht der einzige Überlebende der Katastrophe: Cnossos, ein langlebiger Außerirdischer, der nach der Katastrophe auf der Erde gestrandet war, wird ebenfalls als Gott verehrt. Als Cnossos von Dragons Existenz erfährt, beginnt ein Kampf um die Vorherrschaft der beiden „Götter“.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dragon wurde Anfang der 1970er Jahre vom Pabel-Verlagslektor Günter M. Schelwokat als reines Fantasy-Abenteuer konzipiert. Der aus drei Heften bestehende, von William Voltz verfasste Auftakt enthielt jedoch deutliche Science-Fiction-Elemente, und auch die späteren Hefte ließen nie vergessen, dass die Fantasy-Elemente in eine „klassische“ Science-Fiction-Handlung eingebettet waren. Die Serie fand keine ausreichende Leserschaft; spätere Versuche, der Handlung noch deutlichere Science-Fiction-Elemente zu verleihen, schlugen fehl. Die Serie wurde im April 1975 abrupt (mitten im laufenden Handlungszyklus) eingestellt. Einen erneuten, diesmal jedoch wesentlich erfolgreicheren Anlauf, eine Fantasyserie zu etablieren, unternahm der Erich-Pabel-Verlag erst wieder 1980 mit der Heftserie Mythor, an der auch viele Dragon-Autoren mitarbeiteten.

Die ersten drei von William Voltz verfassten Dragon-Romane wurden 1982 als zweibändige Taschenbuchausgabe neu aufgelegt. Aus rechtlichen Gründen wurde dabei der Name der Hauptperson in „Wakan“ geändert.

1999 veröffentlichte der Weltbild-Verlag eine Neuausgabe der Serie als Hardcover. Der Erfolg der Reihe war überraschend gut, so dass von Hugh Walker ein Abschlussband verfasst wurde, der die 1975 unvollendet gebliebene Handlung zu einem Abschluss führte. Neben den insgesamt 19 Bänden erschien der von Hans Kneifel und Roman Sander herausgegebene Werkstattband Dragons Welt.

Zwei weitere neue Dragon-Romane von Hugh Walker wurden 2001 und 2002 veröffentlicht (der zweite der beiden Romane jedoch nur als E-Book). Damit ist die Reihe bis auf weiteres eingestellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]