Dreetzsee

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Dieser Artikel behandelt den Dreetzsee in Mecklenburg-Vorpommern; für den See in Brandenburg siehe Dretzsee.
Dreetzsee
Campingplatz und Badestelle am Südende des Sees
Campingplatz und Badestelle am Südende des Sees
Geographische Lage Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Zuflüsse vom Carwitzer See
Abfluss unterirdisch zum Krüselinsee
Orte am Ufer Carwitz
Daten
Koordinaten 53° 17′ 13″ N, 13° 25′ 58″ OKoordinaten: 53° 17′ 13″ N, 13° 25′ 58″ O
Dreetzsee (Mecklenburg-Vorpommern)
Dreetzsee
Höhe über Meeresspiegel 84 m ü. NHN
Fläche 63 haf5
Volumen 3.650.000 m³f8
Maximale Tiefe 11 mf10
Mittlere Tiefe 4,79 mf11
Karte Feldberger Seenlandschaft 2009.png

Der Dreetzsee (gelegentlich auch nur als Dreetz bezeichnet) ist ein mesotopher See im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Süden von Mecklenburg-Vorpommern. Der See wurde erstmals 1556 urkundlich erwähnt. Der Seename leitet sich vermutlich vom slawischen Wort drêt für trösten ab.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dreetzsee liegt im Naturpark Feldberger Seenlandschaft und der gleichnamigen Gemeinde südöstlich von deren Hauptort Feldberg. Der See ist über 1900 Meter lang und im Süden ungefähr 800 Meter, im Norden ungefähr 250 Meter breit. Das Ostufer des Sees gehört zum Land Brandenburg.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der zwischen Endmoräne und Sander gelegene See ist am Ende der Weichseleiszeit durch das Abschmelzen der Eismassen entstanden.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dreetzsee wird vom nordöstlich gelegenen Carwitzer See aus bewässert, mit dem er direkt über den Hals verbunden ist. Er entwässert unterirdisch über den 9,8 Meter tiefer liegenden Krüselinsee und dann über den Küstriner Bach in Richtung Lychener Seen und weiter zur Havel.

Der See ist stark gegliedert. Am östlichen Ufer, also an der Grenze zu Brandenburg, befinden sich zwei Buchten, die Grote Urt und die Lütte Urt. Weiter südöstlich befindet sich der Kätelkuhl, eine kleine Wasserfläche, die nur durch eine schmale und flache Stelle mit dem See verbunden ist. Nach Süden folgen die sehr kleinen Buchten Rosenkunkel und Wiesenkunkel. Am Südende, am Landgraben, befindet sich ein Zeltplatz mit einer Badestelle. Von hier aus kommt es zur Durchsickerung des Wassers aus den Feldberger Seen, das durch Bandquellen in den Krüselinsee fließt. Diese Quellen sind bis heute der einzige natürliche Abfluss der Feldberger Seen. Unweit des Nordufers liegt die Ortschaft Carwitz. Große Teile des hügeligen Ufers sind bewaldet. Am westlichen Ufer ist überwiegend Laubwald anzutreffen, südlich und östlich überwiegend Nadelwald. Die Höhen um den See erreichen 100 m ü. NHN.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der See wird zu Erholungszwecken und für den Fischfang genutzt. Am Nordufer befindet sich der Ort Carwitz. Die Grundstücke der Einwohner reichen teilweise bis an den See heran. Am Südufer, auf dem Landgraben, befindet sich der Zeltplatz C 86 und entlang dessen ein Badestrand. Der Dreetzsee ist für Boote mit Verbrennungsmotor gesperrt.

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häufige Fischarten sind Quappe, Ukelei, Karpfen, Wels, Blei, Hecht, Rotfeder, Schleie, Aal, Kaulbarsch, Karausche, Flussbarsch, Plötze, Dreistachliger Stichling und Güster. Selten sind Bachneunauge, Regenbogenforelle, Zwergwels, Gründling, Graskarpfen, Silberkarpfen und Zander.

Dreetzsee, Blick von der Badestelle am Südufer

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Topografische Karte 1:100 000: C 2746 Prenzlau (Landesvermessungsamt Mecklenburg-Vorpommern)
  • Wanderkarte Feldberger Landschaft 1994: 1:25 000: Tourist Verlag Kümmerly+Frey

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 43.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dreetzsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien