Durchhaus

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Der Sünnhof in Wien

Ein Durchhaus kann sowohl der überbaute Durchlass durch ein Gebäude hindurch sein als auch ein solches Gebäude selbst.

Der Durchlass kann als öffentlich begehbarer Durchgang oder als breitere Durchfahrt ausgebildet sein. Häufig führt er dabei von einer Straße zur nächsten Parallelstraße und kürzt so den Weg um den Baublock herum ab. Das Durchhaus befindet sich in diesem Fall also zwischen zwei Straßen. Eine andere Möglichkeit ist, dass das Durchhaus den Weg von der Straße zu einem Hof im Blockinnern erschließt. Solche vorgeschalteten und zugleich passierbaren Bauten heißen ihrer Funktion entsprechend auch Torhäuser oder Vorhäuser. Die Vorläufer der heutigen Innenstadtpassagen kann man sich als mit Verkaufsständen bestückte Durchhäuser vorstellen. Alle Arten von Durchhäusern zeichnen sich dadurch aus, dass sie direkte Wegeführung erlauben ohne bebauten Raum zu verschenken, also ein und dieselbe Parzelle dem Verkehr und dem Wohnen oder Gewerbe dient.

Bekannte Durchhäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raimundhof

Beispiele für Durchhäuser waren bzw. sind der barocke Barthels Hof in Leipzig oder die zahlreichen Durchhäuser in Salzburg beidseits der Getreidegasse. Auch in Wien (u. a. Raimundhof und Sünnhof) oder Budapest zählen sie zu den baulichen Merkmalen der Innenstadt, die als charakteristisch wahrgenommen werden und zum Flair dieser Metropolen beitragen. Durchhäuser gibt es auch in Venedig, dort nennt man sie Sotoportego.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]