Stärkeester

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Stärkeester sind chemisch modifizierte Stärken, die als Lebensmittelzusatzstoff industriell eingesetzt werden.

Bei Stärkephosphaten handelt sich um verschiedene Verbindungen von Stärke mit Phosphorsäure:[1]

  • Monostärkephosphat E 1410,
  • Distärkephosphat E 1412,
  • Phosphatiertes Distärkephosphat E 1413 und
  • Acetyliertes Distärkephosphat E 1414.

Solche Stärkeester werden u. a. durch trockenes Erhitzen von Stärke mit Phosphaten oder Phosphoroxychlorid auf 120–175 °C in basischer Umgebung erhalten:[2]

Ester der Stärke mit organischen Säuren entstehen z. B. durch Erhitzen mit Essigsäure (acetylierte Stärke, Stärkeacetat, E 1420[1]), C6-C26-Fettsäuren, Bernsteinsäure, Adipinsäure (Acetyliertes Distärkeadipat E 1422[1]) und Citronensäure oder deren Salzen oder aktivierten Derivaten. Das Dickungsvermögen ist größer als von nativer Stärke und die Derivate besitzen eine gute Gefrier-Tau-Stabilität für Tiefkühlpizza. Zudem werden sie als Verdickungsmittel und Stabilisatoren für Backwaren, Trockensuppen und -soßen, Puddings, Tiefkühlkost, hitzesterilisierte Konserven sowie Margarine eingesetzt. Sie können zum Einkapseln von Aromen und als Schutzüberzüge für Trockenfrüchte verwendet werden.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c ZZulV: Anlage 4 (zu § 5 Abs. 1 und § 7) Begrenzt zugelassene Zusatzstoffe.
  2. a b Hans-Dieter Belitz, Werner Grosch, Peter Schieberle: Lehrbuch der Lebensmittelchemie. 6. vollständig überarbeitete Auflage. Springer, Berlin / Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-73201-3.