Ebbo (Münsterschwarzach)

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Ebbo († 11. August 918) war von 892 bis 918 Abt des Benediktinerklosters in Münsterschwarzach. Zu seiner Zeit zog das Kloster Megingaudshausen, das als Vorgängerkloster von Münsterschwarzach gilt, aus dem Steigerwald in die verlassenen Gebäude der Frauenabtei Schwarzach.

Münsterschwarzach vor Ebbo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Amtszeit des Abtes Ebbo hatte das Kloster Megingaudshausen im Steigerwald bereits drei Klostervorsteher erlebt. Als Familienkloster der ostfränkischen Mattonen gegründet, diente es der Versorgung ihrer zweitgeborenen Söhne. Ähnliche Ziele dürfte auch die Stiftung der Frauenabtei Münsterschwarzach verfolgt haben, die im 8. und 9. Jahrhundert in den Gebäuden des heutigen Münsterschwarzach saß. Gegen 877 wurde sie aufgelöst und die Mönche aus dem Steigerwald konnten die leeren Bauwerke beziehen.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das Leben des Abtes Ebbo ist nur sehr wenig bekannt. Einzig bekannte Zuordnung der Lebenszeit geschieht durch die Klosterchronisten, die Ebbo als Zeitgenossen der Könige Arnulf, Ludwig dem Kind und Konrad I. bezeichnen. Irgendwann in seiner Amtszeit zog der Konvent des Klosters Megingaudshausen an den Main um und belebte die Gebäude des ehemaligen Frauenklosters neu. Möglich gemacht hatte dies eine Stiftung des Freisinger Bischofs Dracholf, der zum Nachfolger Ebbos werden sollte. Ebbo starb wohl am 11. August 918.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Mahr: Münsterschwarzach. 1200 Jahre einer fränkischen Abtei. Münsterschwarzach 2002.
  • Leo Trunk: Die Äbte von Münsterschwarzach. Eine vergleichende Übersicht. In: Pirmin Hugger (Hrsg.): Magna Gratia. Festschrift zum 50jährigen Weihejubiläum der Abteikirche Münsterschwarzach 1938-1988. Münsterschwarzach 1988.
  • Gabriel Vogt: Zur Frühgeschichte der Abtei Münsterschwarzach. Volkach 1980.
  • Heinrich Wagner: Die Äbte von Megingaudshausen und Münsterschwarzach im Mittelalter. In: Pirmin Hugger (Hrsg.): Magna Gratia. Festschrift zum 50jährigen Weihejubiläum der Abteikirche Münsterschwarzach 1938-1988. Münsterschwarzach 1988.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johannes Mahr: Münsterschwarzach. 1200 Jahre einer fränkischen Abtei. S. 10.
  2. Heinrich Wagner: Die Äbte von Megingaudshausen und Münsterschwarzach im Mittelalter. S. 85.
VorgängerAmtNachfolger
HartwigAbt von Münsterschwarzach
892-918
Dracholf