Eberhard Im Thurn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eberhard Im Thurn zu Büsingen ,( * 7. Nov. 1658 in Schaffhausen; † 1728) aus dem Adelsgeschlecht der Im Thurn, war von 1658 an Vogt in Büsingen am Hochrhein.

Leben[Bearbeiten]

Obwohl er gebürtig aus dem eidgenössischen Schaffhausen war, war er österreichischer Lehnsherr. (Seine Familie stammte aus Thayngen dieses war Bestandteil des Reiat, dieser wiederum war vordem Eigentum der Grafen von Tengen und wurde 1465 an das Haus Österreich verkauft, erst 1723 ging die Hohe Gerichtsbarkeit kaufweise an Schaffhausen). Seine Gattin war entweder Anna Effinger von Schloss Wildegg, oder nach anderen Angaben: Agatha Catarina von Waldkirch.

Entführung und Kerkerhaft[Bearbeiten]

Am 10. April 1693 wurde er von eigenen Familienmitgliedern entführt und in einer Kutsche nach Schaffhausen gebracht, wo er zunächst in einem Privathaus versteckt gehalten wurde. Später wurde er der Schaffhauser Obrigkeit ausgehändigt, nach einem Prozess und diplomatischen Auseinandersetzungen kam er erst 1699 nach Büsingen zurück. Der Fall seiner Entführung ist das Schlüsselereignis in der Geschichte Büsingens, das es zur Schweizer Enklave machte. Es ist dies der in der Geschichte so genannte Büsinger Handel. Heute ist Büsingen die einzige selbstverwaltete deutsche Exklave. In Büsingen steht sein ehemaliges Wohnhaus, das sogenannte Büsinger Junkerhaus, ein schöner Fachwerkbau.

Literatur[Bearbeiten]

  • Johannes Winzeler, Geschichte von Thayngen, 1963

Weblinks[Bearbeiten]