Eco-Drive

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Logo

Eco-Drive („Eco“, engl., franz., ital.; Abkürzung für ökologisch/ökonomisch; „Drive“, engl., für Antrieb) ist ein vom Bundesamt für Energie angestossenes Sparprogramm, das in der Schweiz das ökologische, ökonomische und sichere Fahren fördern soll.[1] Im Fokus der verschiedenen Massnahmen stehen Fahrer von Personenwagen und diversen Arten von Nutzfahrzeugen. Seit 2005 ist Eco-Drive Teil der obligatorischen Zweiphasenausbildung von PW-Neulenkern.[2]

Der geschäftsführende Verein, Quality Alliance Eco-Drive (QAED), ist ein Zusammenschluss von Schweizer Bundesstellen, Verkehrsverbänden sowie Unternehmen, Organisationen und Personen aus der Fahrausbildung.

Sparprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inhalte und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einerseits zielt Eco-Drive auf das rein fahr- und verhaltenstechnische Know-how im Verkehr. Andererseits ist damit auch das ökonomische Ziel verbunden, möglichst viel Treibstoff zu sparen, was wiederum den CO2-Ausstoss senkt. Dieser Beitrag zum Klimaschutz war denn auch der ursprüngliche Grund, weshalb 1999 QAED gegründet wurde.[3] Dieses ökonomische und ökologische Verhalten soll auch das vorausschauende Fahren (und umgekehrt) unterstützen, was sich positiv auf die Verkehrssicherheit auswirken soll. Der Erfolg dieser Fahrtechnik veranlasste die zuständige Bundesstelle, Eco-Drive in die obligatorische Fahrausbildung zu integrieren. Damit sind mittlerweile praktisch alle massgebenden Akteure rund um den Schweizer Strassenverkehr (siehe Abschnitt Partner) in das Programm eingebunden.[4]

Personenwagen und Nutzfahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eco-Drive umfasst eine Reihe von Empfehlungen zu Fahrzeug und Fahrtechnik. Wer diese beachtet, spart mit Personenwagen 10 bis 15 % Treibstoff.[5] Bei Nutzfahrzeugen liegt das Sparpotenzial bei 5 bis 10 %.[6][7] Angesprochen werden Fahrlehrer, PW-Neu- und Altlenker sowie Lenker von Nutzfahrzeugen wie Lastwagen, Bussen und Lieferautos, aber auch Baumaschinen und Pistenfahrzeuge.

Massnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um das Spar-Potenzial und die damit verbundenen Empfehlungen zu kommunizieren, setzt QAED verschiedene Massnahmen um. Dazu zählen die Förderung von Eco-Drive-Kursen für PW- und Nutzfahrzeuglenker, Aufklärungsarbeit im Kontakt mit der Öffentlichkeit beispielsweise mit mobilen Fahrsimulatoren, Reifenpumpaktionen an Tankstellen, Informations-Kampagnen in Medien und an Messen. Weitere Massnahmen sind die Aus- und Weiterbildung von Fahrlehrern und Instruktoren, die Zertifizierung von Veranstaltern, Kursen und Fachleuten sowie die Weiterentwicklung einer Gratis-App für das iPhone.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihren Erfolg prüft QAED mit verschiedenen Messgrössen. Dazu zählen vor allem die Entwicklung der anvisierten Zielgruppen und des CO2-Ausstosses. Gemäss Angaben von QAED beteiligten sich 2010 über 68'200 Personen an Eco-Drive-Kursen, womit eine Einsparung von rund 76'000 Tonnen CO2 erreicht wurde. Diese Menge entspreche umgerechnet 362 Öltankwagen der Schweizerischen Bundesbahnen.[8]

Vereinsgründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als ökologische Fahrtechnik war die Wortmarke Eco-Drive bereits vor der Vereinsgründung bekannt. Ernst Reinhardt, damaliger Leiter Ressort Verkehr des eidgenössischen Aktionsprogramms «Energie 2000», brachte den Begriff auf Schweizer Strassen in Umlauf. Eco-Drive sollte aber mehr als nur eine fahrtechnische Formel werden. Eco-Drive sollte zum Gütesiegel mutieren, das in der Fahrausbildung Standards setzt und diese langfristig sichert. Landesweit sollten möglichst alle Wirtschaftszweige und Personen erfasst werden, die am motorisierten Verkehr beteiligt sind.

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz vor der Jahrtausendwende fanden sich Vertretungen aus den Bereichen Strassenverkehr und Fahrausbildung zusammen: Bundesstellen, Verkehrsverbände sowie Unternehmen und Organisationen aus der Privatwirtschaft. Am 7. Dezember 1999 gründeten sie den Verein Quality Alliance Eco-Drive mit der Geschäftsstelle in Zürich. Gestützt war die Gründung durch den Leistungsauftrag des Bundesamtes für Energie (BfE). QAED kommuniziert mit der eingetragenen Marke Eco-Drive, die dem BfE gehört. Gründungspräsident war Ernst Hug. 2004–2015 hatte Chiara Simoneschi-Cortesi, bis 2011 Nationalrätin CVP, das Präsidium inne. Heutiger Präsident ist seit 2015 Urs Gasche, Nationalrat BDP. .

Träger und Partner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finanziell massgeblich getragen wird QAED durch EnergieSchweiz, ein Programm des Schweizer Bundesamtes für Energie, und die Stiftung Klimarappen. Deren Beitrag belief sich 2010 auf rund 87 % des Finanzaufwands von rund 3 Millionen Schweizer Franken. Zusätzliche Unterstützung kommt von weiteren Unternehmen, Verbänden und Institutionen. Dazu zählen unter anderem Verkehrs- und Fahrlehrerverbände, Unternehmen im Bereich Auto und Verkehr sowie Institutionen im Bereich der Fahrausbildung.

EnergieSchweiz ist die Plattform, die alle Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz unter einem Dach vereinigt. Dies erfolgt in einer Koordination zwischen Bund, Kantonen, Gemeinden und den Partnern aus Wirtschaft, Umwelt- und Konsumentenorganisationen sowie privatwirtschaftlichen Agenturen.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eco-Drive – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mit Eco-Drive zum Ziel. www.ch-forschung.ch. Abgerufen am 27. März 2012.
  2. Weisungen zur Zweiphasenausbildung, Seite 13, „Umwelt“. (Memento des Originals vom 4. September 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.2phasen.ch www.2phasen.ch. Abgerufen am 27. März 2012.
  3. Auf Benzinsparen umschalten. (Memento des Originals vom 14. März 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.beobachter.ch www.beobachter.ch. Abgerufen am 27. März 2012.
  4. Warum die Stiftung Klimarappen Eco-Drive unterstützt. (Memento des Originals vom 28. August 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/klimarappen.ch www.klimarappen.ch. Abgerufen am 27. März 2012.
  5. Erfolgreiche Eco-Drive-Kurse. www.verkehrsrundschau.de. Abgerufen am 27. März 2012.
  6. Schweizer Post im Spargang. www.drs2.ch, 3. Dezember 2012. Abgerufen am 27. März 2012.
  7. Post will mit Eco-Drive CO2-Ausstoss senken. (Memento des Originals vom 8. März 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.post.ch www.post.ch. Abgerufen am 27. März 2012.
  8. Quality Alliance Eco-Drive: Jahresbericht 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.ecodrive.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 3,3 MB) www.ecodrive.ch, abgerufen am 27. März 2012.
  9. Eine Vollständige Liste der beteiligten Träger findet sich im [1]@1@2Vorlage:Toter Link/www.ecodrive.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 3,3 MB) der QAED.