Edith-Stein-Gymnasium Speyer

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Edith-Stein-Gymnasium Speyer
Edith-Stein-Gymnasium in Speyer, Hinweisschild.jpg
Schulform Gymnasium
Gründung 1957
Adresse

Langensteinweg 5
67346 Speyer

Ort Speyer
Land Rheinland-Pfalz
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 19′ 17″ N, 8° 25′ 28″ OKoordinaten: 49° 19′ 17″ N, 8° 25′ 28″ O
Träger St. Dominikus Schulen GmbH
Schüler 600
Lehrkräfte 56
Leitung Andreas Kotulla
Website www.esg-speyer.de

Das Edith-Stein-Gymnasium in Speyer, kurz ESG, ist ein staatlich anerkanntes, privates Mädchengymnasium. Träger ist seit dem 1. August 2010 die St. Dominikus Schulen GmbH des Instituts St. Dominikus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Edith-Stein-Gymnasium, das zum Schuljahr 1957/58 als „privates, staatlich anerkanntes, neusprachliches Gymnasium der Dominikanerinnen von St. Magdalena im Westen der Stadt Speyer eröffnet wurde“, hat weitaus ältere Wurzeln. Die Schule geht zurück auf die Arbeit der Dominikanerinnen, die vor rund 700 Jahren in Speyer begann. Nach Zerstörungen in den Zeiten der Französischen Revolution erfolgte 1828 durch König Ludwig I. von Bayern die offizielle Genehmigung, dass sich die Schwestern „der Erziehung der weiblichen Jugend [widmen] und dazu Schulen eröffne[n]“. Trotz finanzieller Herausforderungen in den Zeiten des Kulturkampfs erfuhren die Schulen des Ordens in Speyer und im Umland großen Zulauf. Am 6. April 1937 befand der damalige Oberbürgermeister von Speyer, dass die Schulen der Klostergemeinschaft den „Grundsätzen des nationalsozialistischen Staates“ widersprächen und eine Schließung wurde angeordnet. Einige Schwestern gingen daraufhin ins Exil und setzten ihre Bildungsarbeit in Peru und Brasilien fort. Einer „dürftigen (...) Wiedererrichtung der Klostervolksschule und der Höheren Mädchenschule“ im Oktober 1945 folgte 1957 ein Neubau, der „bis heute Gymnasium und Realschule umfasst“[1].

Heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Edith-Stein-Gymnasium besuchen heute 600 Schülerinnen, die von 56 Lehrkräften unterrichtet werden. Die Schule steht Schülerinnen aller Konfessionen offen, ein verpflichtendes Schulgeld wird nicht erhoben[2]. Schulleiter ist Andreas Kotulla[3]. Das Gymnasium sieht seine Schwerpunkte im Bereich der musischen sowie der MINT-Fächer[4]. Ein Informationstag für interessierte Schülerinnen und Eltern findet zumeist Ende November statt[5].

Die Schule bietet Schülern Austausch mit den Partnerschulen Ecole Privèe Fieldgen in Luxembourg (Französisch), Spalding High School in der Speyerer Partnerstadt Spalding (Englisch) und in spanischer Sprache mit dem Colegio Beata Imelda in Chosica in Peru.[6]

Jedes Jahr veranstaltet die Schule ein Sommerkonzert in der Stadthalle Speyer.[7]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gymnasium erhielt den Namen Edith Steins, der 1922 zum Christentum konvertierten Jüdin, Philosophin, Pädagogin und Karmelitin, die von 1923 bis 1931 an den Vorgängerschulen in St. Magdalena in Speyer als Lehrerin tätig war[8] und 1942 im Vernichtungslager KZ Auschwitz-Birkenau ermordet wurde. Am 1. Mai 1987 wurde sie seliggesprochen, am 11. Oktober 1998 in Rom heiliggesprochen[9].

Ehemalige Schülerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natalie Suzanne Steger, Leiterin des ZDF-Studios in Warschau[10][11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte. Abgerufen am 31. Juli 2018.
  2. Anmeldung für die 5. Klassen. Abgerufen am 31. Juli 2018.
  3. Schulleitung. Abgerufen am 31. Juli 2018.
  4. Musik Schwerpunkt. Abgerufen am 31. Juli 2018.
  5. Informationstag. Abgerufen am 31. Juli 2018.
  6. Schüleraustausch
  7. Reif für die Insel, Speyerer Kurier, 22. Juni 2018
  8. Geschichte. Abgerufen am 31. Juli 2018.
  9. Edith-Stein-Gesellschaft Deutschland e.V. Abgerufen am 31. Juli 2018.
  10. „Natalie Suzanne Steger, ehemalige Schülerin und heutige Leiterin des ZDF-Studios Warschau, hält den Festvortrag.“, Weltweit erste Edith-Stein-Schule, Bildungseinrichtung für Mädchen in Speyer feiert ihr 60-jähriges Bestehen, www.esg-speyer.de, 13. Februar 2017
  11. Natalie Suzanne Steger, pressportal.zdf.de, abgerufen am 3. August 2018