Eduard Bischoff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Eduard Bischoff

Eduard Bischoff (* 25. Januar 1890 in Königsberg (Preußen); † 1. April 1974 in Soest) war freier Künstler sowie Professor an der Kunstakademie in Königsberg, Ostpreußen. Sein künstlerisches Schaffen in der Zeit zwischen 1905 und 1974 umfasste Malerei, Bildhauerei und Arbeiten auf den Gebieten der Keramik, Glasmalerei und der Graphik inklusive Gebrauchsgraphik.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bischoff, Sohn eines Kaufmanns[2], zog es nach Ausbildung im Lehrberuf in Hohenstein und Preußisch Eylau[3] ab 1908 zum freien Studium im Künstlerkreis um Fritz Boehle in Frankfurt am Main.[1]

In diese Zeit und danach (bis 1910) fallen einige Schiffsreisen in den Orient bzw. in den östlichen Mittelmeerraum. Mit vierjähriger Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg, in dem er als Soldat in Ostpreußen, Galizien und Frankreich diente[3], studierte er von 1910 bis 1920 an der Kunstakademie Königsberg unter Ludwig Dettmann, Heinrich Wolff und Richard Pfeiffer. Er befreundete sich mit Fritz Ascher, von dem er 1912 ein Porträt malte.

„Handel, Wirtschaft und Verkehr“, Gelsenkirchen

Bis zu seiner 1936 erfolgten Berufung als Professor lebte Bischoff als freier Künstler in Königsberg. In diesem Zeitraum unternahm er auch zahlreiche Reisen nach Nord-, Süd- und Südosteuropa.[3] 1924 kam es zur Begegnung mit Lovis Corinth.[3] Nach Wehrdienst im Zweiten Weltkrieg und Flucht nach Mecklenburg sowie dreijährigem Aufenthalt in der Lüneburger Heide kam Bischoff 1948 nach Gelsenkirchen, wo er sich bis 1962 in der Künstlersiedlung um den Halfmannshof niederließ und als freischaffender Künstler tätig war.[4]

In den Jahren 1952 und 1953 erfolgten Reisen nach Afrika.[3] In Gelsenkirchen schuf Bischoff 1958 das Mosaik „Handel, Wirtschaft und Verkehr“ für das Foyer der Landeszentralbank an deren damaligen Sitz in der Florastraße 26.

1962 zog Eduard Bischoff nach Soest um, wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete.

In seiner Kunst hinsichtlich des bearbeiteten Materials sehr vielseitig, ist Bischoff in seinen Werken dem Sujet seiner ostpreußischen Heimat zeitlebens treu geblieben.

Mit seiner Ehefrau Gertrud hatte Eduard Bischoff zwei Kinder, Tochter Berte sowie Sohn Fridolin, der 1942 im Kaukasus fiel.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wandgemälde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kopf eines Salzbürger Mädchen. (Ausschnitt aus einem Wandgemälde)[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Franz: Der Maler Ernst Bischoff, Königsberg o. J. (1929)
  • Hans-Helmut Lankau: Eduard Bischoff – Maler aus Königsberg, Husum Verlag 1990

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eduard Bischoff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eduard Bischoff, Maler & Bildhauer & Keramiker & Graphiker & Gebrauchsgraphiker. bildindex.de, archiviert vom Original am 3. Dezember 2013; abgerufen am 7. Juni 2017.
  2. a b Silke Osman: Vor 25 Jahren starb der Maler Eduard Bischoff. In: Das Ostpreußenblatt. 9. Januar 1999, abgerufen am 7. Januar 2017.
  3. a b c d e f g h Ingeborg Nolde: Kunstakademie Königsberg 1845 – 1945. BIOGRAPHIEN DER DIREKTOREN UND LEHRER. Abgerufen am 7. Januar 2017.
  4. http://www.gelsenkirchener-geschichten.de/wiki/Eduard_Bischoff
  5. nach http://www.gelsenkirchener-geschichten.de/wiki/Eduard_Bischoff
  6. Das Ostpreußenblatt, 15. Dezember 1962 / Seite 8 , abgerufen am 25. Mai 2014