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Egbert von Frankenberg und Ludwigsdorf

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Stammwappen derer von Frankenberg.

Egbert von Frankenberg und Ludwigsdorf (* 27. Juli 1858 in Heidelberg; † 11. April 1941 in Whitstable, Grafschaft Kent, Großbritannien) war Hoftheaterintendant in Sachsen-Coburg-Gotha und Braunschweig, preußischer Major, Schriftsteller und Kammerherr in Anhalt.

Egbert entstammte der uradeligen Familie von Frankenberg, einem (vierten) genealogischen Ast der Familienlinie von Frankenberg und Ludwigsdorf. Seine Eltern waren der königlich preußische Generalmajor Moritz von Frankenberg und Ludwigsdorf (* 1820; † 1890) und dessen katholischen Ehefrau Thekla von Chelius (* 1826; † 1897), Tochter des großherzoglich badischen Geheimrat und Professor für der Chirurgie und der Augenheilkunde Maximilian Joseph von Chelius und der Anna Maria Freiin von Sensburg. Egbert von Frankenberg und Ludwigsdorf hatte mehrere, einige verstarben früh, Geschwister, Nichten und Neffen. Die älteste Schwester Anna (* 1853), katholisch, ehelichte den Oberst Reinhold Baron Gans Edler Herr zu Putlitz. Sein Bruder Alexander (* 1861; † 1911) war großherzoglich hessischer Kammerherr, sein Neffe Alex-Victor (* 1892) wurde Schriftsteller. Der 1865 geborene Bruder Kurt (Kurt Leo Scipio) war preußischer Offizier und Ehrenritter des Johanniterordens. Der älteste Bruder Franz von Frankenberg und Ludwigsdorf (* 1856; † 1929) brachte es bis zum königlich preußischen Oberst. Der Neffe Hans von Frankenberg und Ludwigsdorf (* 1883; † 1946) wurde Jurist.

Am 6. August 1881 heiratete er in erster Ehe in Karlsruhe Anna geb. Freiin Schenck zu Schweinsberg, Tochter des Erbschenken in Hessen und Großgrundbesitzers Ernst Freiherr Schenck zu Schweinsberg auf und der Emma Söldner.[1] In zweiter Ehe heiratete er in London 1931 die anglikanisch getaufte Margaret Colquhoun, Tochter des Offiziers der Royal Navy William Colquhoun und seiner Frau Emily Kelly. Die Witwe lebte Ende der 1960er Jahre in Canterbury-Kent-Großbritannien.

Die Tochter Ruth (* 1892) aus der ersten Ehe heiratete 1923 auf der Burg in Hahnstätten (Nassau) den Arzt und Offizier Ernst Freiherr Marschall von Bieberstein (* 1867; † 1951), sie lebte verwitwet in Schopfheim.

Von Frankenberg wirkte im Großherzoglich-Hessischen Infanterie-Regiment Nr. 115 und erreichte dort bis 1879 den Rang eines Unterleutnants. Später erfolgte eine Beförderung zum Hauptmann mit gleichzeitiger Verabschiedung.

Er wurde dann Kammerherr der Herzogin Antoinette von Anhalt im Hofstaat des Fürsten von Anhalt. Am 18. September 1897 wurde er vorläufig zum Hofintendanten in Sachsen-Coburg-Gotha ernannt.[2] Am 8. Mai 1899 wurde er vollends eingestellt.[3] Auf eigenen Wunsch wurde er am 13. Februar 1900 zur Disposition gestellt.[4] Am 1. Februar 1910 übernahm er die Hofintendantur in Braunschweig.[5]

Im Ersten Weltkrieg diente er als Offizier zum Teil in Belgien.

Werke (Auswahl)

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  • Anhaltische Fürstenbildnisse, Band 1, 1895
  • Anhaltische Fürstenbildnisse, Band 2, 1896
  • Zur Geschichte der Truppen die den Namen Anhalt getragen haben
  • Im Widerstreit der Geister: Romanzyklus in 2 Bdn · Bände 1 – 2, 1902
  • Der Welt holdester Wahn, 1902
  • Schwarzrotgold: Roman aus dem XIX Jahrhundert, 1903
  • Die geistigen Grundlagen der Theaterkunst, 1910
  • Theaterkunst in Karlsruhe: Rückblick und Ausblick, 1918
  • Der große Europäer, 1924
  • Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1969 Band IX, Band 43 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1969, ISSN 0435-2408, S. 143–149.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1940. Jahrgang 39, Justus Perthes, Gotha 1939.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1934. Jahrgang 33, Justus Perthes, Gotha 1933, S. 191 ff.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1904. Jahrgang 5, Justus Perthes, Gotha 1903, S. 271 f.

Einzelnachweise

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  1. Vgl. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1918. Jahrgang 68, Justus Perthes, Gotha 1917, S. 727.
  2. A. Landsberger, Robert Dornheim: Coburger Zeitung. Regierungs-Blatt für Herzogthum Coburg. 1897. Jg. 39, Verlag der Coburger Zeitung E.G.m.b.H. Coburg 19.09.1897, S. 5.
  3. Coburger Zeitung. Älteste nationale Tageszeitung Coburgs. 1899. Jg. 41, Inhaber: Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha, Verlag der Coburger Zeitung E.G.m.b.H. Coburg 18.05.1899, S. 2.
  4. Coburger Zeitung. Älteste nationale Tageszeitung Coburgs. 1900. Jg. 42, Verlag der Coburger Zeitung E.G.m.b.H. Coburg 14.02.1900, S. 1.
  5. Die Braunschweiger G-N-C-Monatsschrift. 1913. Monat 1913, Grimme Natalis, Braunschweig 1913, S. 47.