Einen Augenblick Zeit

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Die MedieninstallationEinen Augenblick Zeit“ – auch „Die Augen“ genannt - wurde von Hofstetter Kurt geschaffen. Ihr Standort war zwischen 1994 und März 2009 in der Haupthalle des Wiener Südbahnhofs.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Medieninstallation „Einen Augenblick Zeit“ besteht aus je zwei gegeneinander verschobenen Halbkugeln aus Stahl, in denen sich je ein Bildschirm befindet, so dass sie an Augäpfel erinnern. Zu sehen sind auf diesen Bildschirmen die formatfüllenden Videoaufnahmen eines weiblichen und eines männlichen Auges. In diese Videoaufnahme wird im Bereich der Pupillen zusätzlich das Datum und die Uhrzeit eingeblendet. Akustisch unterlegt ist diese Darstellung mit dem Ticken eines russischen Weckers.

Im Wiener Südbahnhof hingen einander diese beiden Gebilde so gegenüber, dass die Fahrsteige zwischen Haupthalle und der Halle der Südbahnstrecke dazwischen hindurchführten.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Hofstetter Kurt symbolisieren die Pupillen der Augen die schwarzen Löcher der Zeit. Künstlerisch wird die Medieninstallation „Einen Augenblick Zeit“ zu den österreichischen Pionierleistungen permanenter Computerkunst im öffentlichen Raum gezählt.

Aufstellungsort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen des Abbruchs des Wiener Südbahnhofs wurden die beiden „Augen“ im März 2009 aus der Haupthalle des Bahnhofs entfernt und an Peter Weibel vom Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe übergeben.

Laut den Österreichischen Bundesbahnen soll die Medieninstallation „Einen Augenblick Zeit“ wieder im neuen Hauptbahnhof aufgestellt werden, während das Zentrum für Kunst und Medientechnologie auf den Weiterverbleib in Karlsruhe hofft.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hofstetter Kurt: Einen Augenblick Zeit. Parallaxe. Ein Buchprojekt. edition selene, Wien 2004, ISBN 3-85266-262-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. orf.at - Südbahnhof-"Augen" reisen ab. Artikel vom 9. März 2009, abgerufen am 2. Oktober 2014.