Eingewöhnung (Kinderbetreuung)

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Die Eingewöhnung ist die Einführung- und Bewältigungsphase in der Kinderbetreuung, in der sich Kinder an ihre Krippe, Kindergarten bzw. Kindertagesstätte als neue Umgebung gewöhnen und vertraut machen und Beziehungen und Bindungen zu den Erziehern und anderen Kindern aufbauen.

Die Bindungstheorie stützt sich auf Arbeiten von John Bowlby und anderen. In der ehemaligen DDR untersuchte Eva Schmidt-Kolmer die Bindung im Krippenalter. Ferner stützt man sich auf die Transitionsforschung. Es gibt für die Eingewöhnung verschiedene pädagogische Konzepte. Zu ihnen zählen:[1]

  • Berliner Eingewöhnungsmodell, das es für eine Voraussetzung hält, dass die Eltern oder andere wichtige Bezugspersonen in der ersten Zeit anwesend bleiben sollten, damit das Kind neue sichere Bindungen aufbauen kann (nach: Beate Andres, Eva Hédervári-Heller, Hans Joachim Laewen). Es besteht aus der Information der Eltern, Grundphase von etwa drei Tagen, Trennungsversuch, Stabilisierungsphase und Schlussphase.
  • Münchener Eingewöhnungsmodell (nach: Elisabeth Erndt-Doll, Anna Winner): Es besteht aus der Vorbereitungsphase der Kita, erste Gespräche mit den Eltern, Kennenlernphase (Schnupperwoche), Trennungsversuch erst am sechsten Tag, Sicherheitsphase, Vertrauensphase, Reflexionsphase. Man geht davon aus, dass Kinder zunächst nicht nur zu einer eingewöhnenden Fachkraft, sondern auch zu mehreren Personen eine gute Beziehung aufbauen können.

Beide Modelle basieren auf Arbeiten von Kuno Beller.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rahel Dreyer: Eingewöhnung: Modelle und Rahmenbedingungen. In: Meine Kita, Nr. 3/2013, 5. September 2013, S. 5–7
  2. Tanja Spieß: Eingewöhnung nach dem „Münchener Eingewöhnungsmodell“.