Eingliederungshilfe

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Dieser Artikel behandelt die Eingliederungshilfe im Rahmen des SGB XII. Die Eingliederungshilfe im Rahmen des SGB VIII ist unter Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche zu finden.

Die Eingliederungshilfe ist eine Sozialleistung nach dem SGB XII. Sie soll behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen helfen, die Folgen der Behinderung zu mildern und sich in die Gesellschaft einzugliedern. (§ 53 SGB XII)

Das Sozialamt als Träger anderer Eingliederungsleistungen[Bearbeiten]

Leistungen der medizinischen Rehabilitation, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft können im Rahmen der Eingliederungshilfe übernommen werden, wenn kein anderer Rehabilitationsträger zuständig ist. (§ 54 Abs. 1 Satz 1 SGB XII)

Sämtliche Leistungen können auch in Form eines Persönlichen Budgets erbracht werden. (§ 57 SGB XII)

Originäre Leistungen der Eingliederungshilfe[Bearbeiten]

Daneben können im Rahmen der Eingliederungshilfe auch weitere Leistungen erbracht werden. Hierzu zählen:

Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung[Bearbeiten]

Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung werden an behinderte Kinder erbracht, die aufgrund ihrer Behinderung zusätzliche Leistungen benötigen, um eine Schule im Rahmen der Schulpflicht besuchen zu können. Hierzu zählt etwa die Bereitstellung eines Integrationshelfers. Grundsätzlich wird nur der Besuch einer Hauptschule oder Sonderschule gefördert, der Besuch einer anderen Schulform kann nur dann gefördert werden, wenn zu erwarten ist, dass das Bildungsziel erreicht wird.

Grundsätzlich hat sich das Sozialamt an die Entscheidungen der Schulaufsichtsbehörde zu richten; es kann ein Kind nicht auf eine Sonderschule verweisen, wenn die Schulaufsichtsbehörde dem Kind eine Regelschule zuweist, auch dann nicht, wenn die integrative Beschulung höhere Kosten verursacht als der Besuch einer Sonderschule.

Hilfe zur schulischen Ausbildung[Bearbeiten]

Kommt aufgrund von Art und Schwere der Behinderung eine betriebliche Ausbildung nicht in Betracht, kann der Besuch einer schulischen Ausbildungsstätte für einen angemessenen Beruf gefördert werden. Die Förderung wird nur dann geleistet, wenn zu erwarten ist, dass das Ziel der Ausbildung erreicht ist, der Ausbildungsweg erforderlich ist und der Beruf voraussichtlich eine ausreichende Lebensgrundlage bieten wird oder, falls dies aufgrund der Behinderung nicht möglich ist, in angemessenem Umfang zur Lebensgrundlage beitragen wird.

Als Ausbildungsstätten kommen Berufsfachschulen und ähnliche Einrichtungen, aber auch etwa ein Studium an einer Universität in Betracht. Ebenso werden Praktika, die für eine schulische Ausbildung erforderlich sind, und Maßnahmen, die auf eine schulische Ausbildung vorbereiten, gefördert.

Hilfe zur Ausbildung für eine sonstige angemessene Tätigkeit[Bearbeiten]

Kann aufgrund von Art und Schwere der Behinderung keine anerkannte Berufsausbildung absolviert werden, kann Hilfe zur Ausbildung für einen sonstigen Beruf gewährt werden.

Hilfe in sonstigen Beschäftigungsstätten[Bearbeiten]

Hilfe in sonstigen Beschäftigungsstätten nach § 56 SGB XII kann geleistet werden, wenn behinderte Menschen die Voraussetzungen für die Aufnahme in eine Werkstatt für behinderte Menschen erfüllen, tatsächlich aber nicht in einer solchen Werkstatt arbeiten können, etwa weil sie nicht in der Lage sind, eine Vollzeittätigkeit auszuüben.

Gesamtplan[Bearbeiten]

Zur Durchführung der Eingliederungshilfe fertigt das Sozialamt mit allen betroffenen Personen und Stellen einen Gesamtplan auf. (§ 58 SGB XII) Das Gesundheitsamt berät behinderte Menschen oder deren Erziehungsberechtigten vor, während und nach der Erbringung der Eingliederungshilfe. (§ 59 SGB XII)

Weblinks[Bearbeiten]