Einkochtopf

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Ein Einkochtopf (auch Einkochkessel oder Einkochapparat) ist ein zum Einkochen benötigtes Küchengerät. Er dient zum Erhitzen der Einkochgläser im Wasserbad, wodurch der Inhalt der Gläser sterilisiert und ein Unterdruck im Glas erzeugt wird durch den der Deckel des Glases geschlossen bleibt.

Bereits die ersten, als Zubehör zu seinen Einweckgläsern von Johann Carl Weck angebotenen Einkochtöpfe entsprachen den heute noch üblichen Modellen. Es handelt sich um Töpfe mit meist etwa 30 Litern Inhalt, die üblicherweise mit zwei Henkeln versehen sind und auf dem Herd erhitzt werden. Im Deckel befindet sich ein Loch durch das ein Thermometer gesteckt werden kann. Mit Hilfe dieses Thermometers kann die Temperatur des Wasserbades kontrolliert werden da sie dem Einkochgut angepasst sein muss.

Zu den ersten Einkochtöpfen gehörte ein Einsatz, der aus einer runden, gelochten Blechplatte bestand, deren Durchmesser dem Innendurchmesser des Topfes entspricht. In der Mitte der Platte sind mehrere Stäbe angebracht die oben in einen Griff münden. Auf diesen Einsatz wurden die Gläser gestellt und spezielle Klammern in die mittleren Stäbe eingehakt die die Glasdeckel festhielten. Der gesamte Einsatz konnte dann in den Einkochtopf hinein gehoben werden, nach dem Erhitzen nahm man ihn wieder hinaus und ließ die Gläser darauf abkühlen. Nach dem Abkühlen hatte sich der Unterdruck in den Gläser ausgebildet und hielt den Deckel fest, so dass die Klammern gelöst werden konnten. Später ging man zum Verschließen der Gläser mit losen Klammern über, so dass die Gläser noch vor dem Abkühlen vom Einsatz abgenommen werden konnten und dieser schneller wieder zur Verfügung stand.

Einkochtöpfe und Zubehör aus einem Prospekt der Firma Weck von 1913.

Anfangs bestanden Einkochtöpfe oft aus verzinktem Blech, später wurden sie in der Regel emailliert, da sie so auch als Kochtöpfe (z. B. für Suppen) verwendbar waren, heute sind auch Töpfe aus Edelstahl erhältlich. Verbreitet waren in der Anfangszeit auch kleinere Einkochtöpfe, die lediglich ein oder zwei Gläser aufnehmen konnten. Da zu dieser Zeit das Einkochen die einzig sichere Möglichkeit der Haltbarmachung war, wurden auch übriggebliebene Speisereste eingekocht und wegen der geringeren Mengen dafür solche kleineren Einkochtöpfe benutzt.

Neben den Einkochtöpfen zur Benutzung auf dem Herd werden seit den 1930er Jahren auch Töpfe mit eingebauter elektrischer Heizung hergestellt die an eine Steckdose angeschlossen werden und damit auch außerhalb der Küche verwendet werden können. Die heute erhältlichen Modelle verfügen über einen Thermostat mit dem die Temperatur des Wasserbades genau geregelt werden kann wodurch kein separates Thermometer mehr nötig ist, einige besitzen auch eine Zeitschaltuhr die das Gerät nach Ablauf der eingestellten Einweckzeit ausschaltet.

Manche dieser als Einkochautomaten bezeichneten Geräte sind zusätzlich mit einem Hahn versehen, durch den das Wasser abgelassen werden kann, so dass es nicht nötig ist, den schweren Topf zum Entleeren anzuheben. Auch zum Erwärmen von Getränken sind diese Modelle geeignet, das Getränkt kann dann bequem abgezapft werden. Einige Hersteller bieten auch Einsätze für Einkochautomaten an, die eine Verwendung als Dampfentsafter ermöglichen.