Warmdach

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Schematischer Aufbau eines Warmdachs
1: Randprofil
2: Randkeil
3: Kiesschüttung oder Gründachsubstrat
4: Abdichtung
5: Wärmedämmung
6: Dampfsperre
7: Ausgleichsschicht
8: Stahlbetondecke
9: Mauerwerk

Als Warmdach, auch einschaliges Dach genannt, wird eine unbelüftete Dachkonstruktion bezeichnet. Bei dieser Bauweise des Daches wird die Dachhaut direkt auf die Dämmschicht aufgebracht. Dabei wird die Wärmedämmung nach unten, also zur Raumseite hin, durch eine Dampfsperre vor der durch die Decke diffundierenden Feuchtigkeit geschützt.[1] Liegt die Wärmedämmung über der Dachhaut, redet man vom Umkehrdach.

Da in jedem genutzten Gebäude Luftfeuchtigkeit entsteht, muss diese über eine geeignete Belüftung abgeführt werden, ansonsten kann die Feuchtigkeit kondensieren und zu Schimmelbildung führen. Sammelt sich Feuchtigkeit in der Wärmedämmung, dann verliert diese ihre Funktion.

Warmdächer wurden früher meist nur für Flachdächer bevorzugt, für Steildächer das Kaltdach, bei dem unter der Dachhaut noch eine belüftete Luftschicht folgt und dann erst die wärmedämmende Schicht.[2] Inzwischen sind in beiden Fällen einschalige Dächer allgemein anerkannter Stand der Technik, da durch neuere, geeignete Materialien der früher problematische Feuchteverlauf im Bauteil Dach und die Lage des Taupunkts beherrschbar sind.

Im Winter ist die Dämmwirkung des Warmdaches ähnlich dem Kaltdach (bei gleicher Dämmstoffdicke). Im Sommer wird jedoch die in der Sonne liegende Dachoberfläche wärmer als die Luft, wie man es von dunklen Autodächern her kennt, und die Dämmstoffschicht lässt diese Wärme nur verzögert in den Wohnraum dringen. Beim Kaltdach befindet sich zwischen Dachoberfläche und Dämmung die Belüftungszone, die im günstigsten Fall bei guter Belüftung nur die Lufttemperatur (Schattentemperatur) aufweist. Der Dämmstoff hat eine geringere Temperaturdifferenz abzuhalten, daher sind Häuser mit Kaltdächern im Sommer kühler. Die Dämmstoffschicht liegt im Schatten der Dachoberfläche, gleich ob Flachdach oder Steildach, das Haus stellt sich selbst in den Schatten. Wie für den jahreszeitlichen Temperaturwechsel gilt dies auch für den Wechsel zwischen Tag und Nacht. Beim Warmdach hat der Dämmstoff in der kühleren Nacht dieselbe Wirkung wie beim Kaltdach, ist tagsüber aber einer höheren Temperaturdifferenz ausgesetzt. Daher heizt sich ein Haus mit Warmdach im Sommer über mehrere Tage stärker auf.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einschaliges, nicht belüftetes Dach, Warmdach. Website bauen.de. Abgerufen am 8. Mai 2015.
  2. Kaltdach. Wikipedia. Abgerufen am 8. Mai 2015.