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Eisenhower-Prinzip

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das sogenannte Eisenhower-Prinzip (auch: Eisenhower-Methode, Eisenhower-Matrix) ist eine im Zeitmanagement oft referenzierte Möglichkeit, Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zu priorisieren.

Herkunft und Einordnung

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Das Prinzip wird dem US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower zugeschrieben. Dieser zitierte 1954 in einer Rede einen namentlich nicht genannten ehemaligen Hochschulpräsidenten: „I have two kinds of problems, the urgent and the important. The urgent are not important, and the important are never urgent.“[1] Die heute bekannte Matrix-Darstellung wurde jedoch erst später, unter anderem durch Stephen Covey (1989), als Werkzeug popularisiert.[2]

Anhand der Kriterien Wichtigkeit und Dringlichkeit ergeben sich vier Quadranten:

DringendNicht dringend
Wichtig A-Aufgaben
Sofort selbst erledigen
B-Aufgaben
Terminieren und selbst erledigen
Nicht wichtig C-Aufgaben
Delegieren
D-Aufgaben
Eliminieren / Papierkorb

Wissenschaftliche Kritik

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In der psychologischen Forschung wird kritisiert, dass das Prinzip den sogenannten Mere Urgency Effect vernachlässigt. Studien von Zhu, Yang und Hsee (2018) belegen, dass Menschen dazu neigen, Aufgaben mit kurzen Fristen (dringend) zu bevorzugen, selbst wenn diese unwichtig sind und eine geringere Belohnung bieten als wichtige, aber weniger dringende Aufgaben.[3]

Zudem ist die Empfehlung, C-Aufgaben zu delegieren, in modernen Arbeitskontexten mit flachen Hierarchien oft nicht praktikabel. Ohne die Möglichkeit zur Delegation führt das Prinzip dazu, dass "dringende" Aufgaben die Zeit für strategisch wichtige Ziele verdrängen.[4]

Einzelnachweise

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  1. Dwight D. Eisenhower: Address at the Second Assembly of the World Council of Churches. 19. August 1954, abgerufen am 2. Januar 2026 (englisch).
  2. Stephen R. Covey: The 7 Habits of Highly Effective People. Free Press, 1989, ISBN 0-7432-6951-9.
  3. Yanping Zhu, Yang Yang, Christopher K. Hsee: The Mere Urgency Effect. In: Journal of Consumer Research. 2018, abgerufen am 2. Januar 2026 (englisch).
  4. Cornelius J. König, Martin Kleinmann: Zeitmanagement. In: Handbuch der Arbeits- und Organisationspsychologie. Hogrefe, Göttingen 2005.