Eisgarner Granit

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Der Eisgarner Granit ist ein im nördlichen Waldviertel und im nördlichen Mühlviertel vorkommendes Granitgestein.

Zusammensetzung und Genese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Eisgarner Granit ist ein grobkörniger Zweiglimmergranit und der jüngste Granit des Südböhmischen Granitmassivs. Aufgrund des Vorhandenseins der Minerale Spinell, Rutil, Granat und Andalusit wird angenommen, dass der Granit durch Anatexis von Sedimentgesteinen entstanden ist. Der Eisgarner Granit durchschlägt die umgebenden Gestein in der Regel mit scharfen Kontakten. Eine Verschieferung des Granits ist nur im Nahbereich von Störungen festzustellen.[1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hauptverbreitungsgebiet des Eisgarner Granit befindet sich im nordwestlichen Waldviertel zwischen Neubistritz und reicht bis über Gmünd nach Karlstift; Eisgarn ist die Typuslokalität. Später wurde der Plöckenstein, die Teufelsschüssel, das Steinerne Meer und den Dreisesselberg ebenfalls als aus Eisgarner Granit bestehend identifiziert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Köhler: Der Granit „Typus Eisgarn“ aus dem nordwestlichen Waldviertel, Sitzungsbericht der Akademie der Wissenschaften, math.–nat. Klasse, Abteilung I, 140, Wien 1931 S. 847–861 PDF

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudolf Oberhauser (Hg.): Der geologische Aufbau Österreichs, Geologische Bundesanstalt, Springer Verlag, Wien 1980, S. 134; abgerufen am 16. Juni 2017