Elisabeth von der Lippe

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Elisabeth von der Lippe (* 9. Juli 1592; † 19. Juni 1646) war gewählte Äbtissin im Stift Freckenhorst. Wegen der widrigen Verhältnisse übte sie ihr Amt aber nicht aus. Ab 1612 wurde sie durch Heirat zur Gräfin von Holstein-Schaumburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554–1613) und seiner Gattin Elisabeth von Holstein-Schaumburg (Tochter des Grafen Otto IV. von Holstein-Schaumburg) wurde Elisabeth von der Lippe in einer uralten westfälischen Adelsfamilie geboren. Im Jahre 1604 verbreitete sich das Gerücht, die Äbtissin Margaretha Elisabeth von Manderscheid-Blankenheim-Gerolstein sei schwer erkrankt. Graf Simon nahm unvermittelt Verhandlungen mit dem Kapitel auf, um die Postulation seiner Tochter als Äbtissin zu sichern. Elisabeth war damals elf Jahre alt und protestantischen Bekenntnisses. Diese Konstellation war durchaus nicht ungewöhnlich. So waren bei der Nominierung und Wahl der Äbtissin Agnes Maria von Limburg-Styrum die gleichen Voraussetzungen gegeben.

Am 31. Dezember 1604 wurde Elisabeth von der überwiegenden Mehrheit des Kapitels, jedoch gegen das Votum des Dechanten, postuliert. Die Münsterischen Räte verweigerten ihre Bestätigung durch den Ordinarius. Am 5. März 1605 beschwerte sich Graf Simon darüber, dass auf die Mitglieder des Kapitels unzulässiger Zwang ausgeübt und die Wahl auf den Namen von Elisabeth von Bergh-s’Heerenberg abgeändert worden sei. Am 12. September 1612 heiratete Elisabeth den Grafen Hermann Georg von Holstein-Schaumburg (1577–1616) aus der Gemener Line. Im Jahre 1614 ging aus dieser Ehe der Sohn Otto hervor. Nach seinem Tod übernahm Elisabeth selbst die Regierung der Grafschaft Schaumburg. Sie wurde am 22. September 1646 in Stadthagen beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]