Embonas

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Embonas
Δημοτική Κοινότητα Έμπωνα (Έμπωνας)
Embonas (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat GriechenlandGriechenland Griechenland
Region Südliche Ägäis
Regionalbezirk Rhodos
Gemeinde Rhodos
Gemeindebezirk Atavyros
Geographische Koordinaten 36° 14′ N, 27° 51′ OKoordinaten: 36° 14′ N, 27° 51′ O
Höhe ü. d. M. 367 m
(Durchschnitt)
Fläche 77,666 km²
Einwohner 1242 (2011[1])
LAU-1-Code-Nr. 69010301
Ortsgliederung 2
Postleitzahl 85108
Telefonvorwahl 22410
Embonas mit Berg Attavyros im Hintergrund
Embonas mit Berg Attavyros im Hintergrund

Embonas (griechisch Έμπωνας (m. sg.) italienisch Èmbona seltener Emponas) ist ein Berg- und Weinbaudorf im Gemeindebezirk Atavyros auf der griechischen Dodekanesinsel Rhodos.

Im Jahr 2011 hatte Embonas 1061 Einwohner und bildet mit den 181 Einwohnern der Siedlung Mandriko (Μανδρικό) den Stadtbezirk Embonas (Δημοτική Κοινότητα Έμπωνα Dimotikí Kinótita Émbona); zusammen waren es 1242 Einwohner.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtbezirk Embonas erstreckt sich über 77,666 km² von der Westküste der Dodekanesinsel Rhodos bis zur Gipfelregion des Attavyros, dem höchsten Berg der Insel. Dabei umschließt er das Gebiet der westlich gelegenen Ortsgemeinschaft Kritinia vollständig. Im Uhrzeigersinn grenzen von Norden nach Süden Salakos, Apollona, Laerma, Agios Isidoros sowie Siana an.

Der Ort Embonas ist an den nordwestlichen Ausläufern des Attavyros auf 430 m über dem Meer gelegen und ist einer der höchstgelegenen Orte der Insel.[2] Südlich des Dorfes erstrecken sich ausgedehnte Weinberge, danach steigt das Gelände steil bis zum Gipfel des Attavyros an. Die Siedlung Mandriko liegt nördlich von Kritinia unmittelbar an der Küstenstraße.

Verwaltungsgliederung und Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Bezeichnung Èmbona verzeichneten die statistischen Angaben während der Italienischen Zeit für den Ort 867 Einwohner im Jahr 1921, 1086 Einwohner für 1931 und 1082 Einwohner für das Jahr 1936.

Nach dem Anschluss des Dodekanes an Griechenland 1947 bildete Embonas gemeinsam mit Mandriko und dem Weiler Nani von 1948 an die Landgemeinde Embonas (Κοινότητα Έμπωνα Kinótita Émbona). Zwischen 1952 und 1966 wurde Mandriko zunächst der Landgemeinde Kritinia zugeschlagen und bildete 1967 kurzzeitig eine eigenständige Landgemeinde. Der Weiler Nani wurde 1991 aufgelöst.[3] Mit der Gebietsreform 1997 erfolgte der Zusammenschluss mit vier weiteren Landgemeinden zur damaligen Gemeinde Atavyros mit Embonas als Verwaltungssitz.[4] Diese wiederum ging mit der Umsetzung der Verwaltungsreform 2010 als Gemeindebezirk in der Gemeinde Rhodos auf, wo Embonas seither einen Stadtbezirk bildet.[5]

Einwohnerentwicklung von Embonas[6]
Name griechischer Name Code 1947 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011
Embonas Έμπωνας (m. sg.) 6901030101 1013 1067 1170 1096 1148 1230 1216 1061
Mandriko Μανδρικό (n. sg.) 6901030102 0156 0179 * 0208 0229 0239 0235 0181
Nani Νάνοι (m. pl.) 0048 0117 0089 0002 -
Gesamt 69010301 1267 1363 1259 1306 1377 1469 1451 1242

* 1961 hatte Mandriko 205 Einwohner und zählte zur Landgemeinde Kritinia

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf ist umgeben von Weinbergen, Olivenhainen und Pinienwäldern. Die Wirtschaft ist geprägt von Landwirtschaft (Weinbau, Olivenproduktion, Viehzucht), Weinkellerei und Tourismus. Neben der am Ort größten Kellerei Emery gibt es mehrere kleinere Kellereien (Alexandris, Kounaki, Merkouris u. a.).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Άτλας των δήμων και κοινοτήτων της Ελλάδος. ELSTAT, Athen 1950, Band 2, Karte 120. (griechisch, französisch)
  3. Κεντρική Ένωση Δήµων και Κοινοτήτων Ελλάδας (ΚΕΔΚΕ), Ελληνική Εταιρία Τοπικής Ανάπτυξης και Αυτοδιοίκησης (ΕΕΤΑΑ) (Hrsg.): Λεξικό Διοικητικών Μεταβολών των Δήµων και Κοινοτήτων (1912–2001). 1 (Τόμος A, a–K), Athen 2002, ISBN 960-7509-47-1, Band 1, S. 331. (griechisch)
  4. Gesetz 2539/1997, «Συγκρότηση της Πρωτοβάθμιας Τοπικής Αυτοδιοίκησης.» ΦΕΚ 244A/4.12.1997, Άρθρο 1. Σύσταση δήμων και κοινοτήτων. S. 8798. PDF Online (griechisch)
  5. Kallikratis-Programm, Gesetz 3852/2010, «Νέα Αρχιτεκτονική της Αυτοδιοίκησης και της Αποκεντρωμένης Διοίκησης − Πρόγραμμα Καλλικράτης.» ΦΕΚ 87 A/7.6.2010, Άρθρο 1. Σύσταση δήμων. S. 1788. PDF Online (griechisch)
  6. Einwohnerzahlen von Embonas 1947–2011 Griechisches Statistisches Amt ELSTAT, Digitale Bibliothek; Census 2011 (griechisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Emponas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Embona – Reiseführer