Emil Büge

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Emil Büge (* 21. September 1890; † 13. November 1950) war ein deutscher Autor.

Büge verfasste Kriminalromane wie Die verschwundene Braut (Ira-Bibliothek, Bd. 30) und verdiente sein Geld als Reklamefachmann, bis er 1939 ins KZ Sachsenhausen deportiert wurde.

Als Hilfskraft in der Politischen Abteilung der KZ-Kommandantur machte Büge heimlich Abschriften aus den Akten, die die Willkür und Brutalität von Gestapo und SS, Einzelschicksale von Häftlingen und die Vernichtung ganzer Häftlingsgruppen dokumentieren.[1]

In der Nacht vom 12. zum 13. November 1950 nahm sich Büge das Leben. Zuvor war ihm vom Bayerischen Versorgungsamt der Status des politisch Verfolgten und die damit verbundene Rente entzogen worden. Acht Jahre nach seinem Tod wurde ihm postum der Status des politisch Verfolgten wieder zuerkannt.[2] Bekannt wurde er erst posthum. 2010 veröffentlichte der Metropol Verlag Emil Büges Notizen unter dem Titel 1470 KZ-Geheimnisse.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1470 KZ-Geheimnisse. Heimliche Aufzeichnungen aus der Politischen Abteilung des KZ Sachsenhausen Dezember 1939 bis April 1943. Berlin: Metropol, 2010. ISBN 978-3-86331-001-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.aktionsbuendnis-brandenburg.de/termin/emil-buege-1470-kz-geheimnisse
  2. Radio-Feature, gesendet 2011 im Kulturradio des RBB und wiederholt am 3. Juli 2013.