Energiekörper

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Als Energiekörper oder Aura (zu altgriechisch αὔρα ‚Lufthauch‘) eines Menschen wird in verschiedenen esoterischen Lehren eine Ausstrahlung bezeichnet, die für psychisch oder anderweitig entsprechend empfindsame („synästhetische“ oder „sichtige“) Menschen als Farbspektrum, das den Körper wolken- oder lichtkranzartig umgibt, wahrnehmbar sein soll.

Nach Ansicht der meisten Vertreter der Energiekörperlehre besteht dieser aus mehreren Schichten, die eng mit den Chakren des Menschen verknüpft sind und mit den Überlegungen zur Feinstofflichkeit in Bezug sind. Häufig ist daher die Ansicht, die Aura des Menschen bestehe aus sieben Schichten, die den sieben Hauptchakren entsprechen. Manche Schichtenkonzepte weichen davon ab. So gibt es verschiedene Systeme, in denen drei bis neun Schichten beschrieben werden.

Naturwissenschaftlich lassen sich solche Energiekörper und deren behauptete Wirkung nicht darstellen. Auch die angenommene Ausstrahlung eines Lichtkranzes, die manchmal mittels Kirlianfotografie abgebildete Koronaentladung, ist nicht naturwissenschaftlich nachgewiesen. Die Physikerin und Geistheilerin Barbara Ann Brennan beschreibt die Aura als System von neun Körpern.[1] Der Begriff Aura findet sich auch in der Anthroposophie.[2]

Astralleib in der vedischen Philosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verständnis der Vedanta gliedert sich der Mensch in drei Körper und fünf Hüllen (Pancha Koshas Sanskrit पञ्च pañca, deutsch ‚fünf‘ und Sanskrit कोश kośa, deutsch ‚Behältnis’ ‚Eimer‘ ‚Gefäß‘ ‚Schatztruhe‘ ‚Faß‘‘) auf.

  • Die Körper und die beinhaltenden Hüllen:
    • physischer Körper (Sthula Sharira), das ist die Nahrungshülle (Annamaya Kosha).
    • Astralkörper (Sukshma Sharira bzw. Linga Sharira), besteht aus der Energiehülle (Pranamaya Kosha), der geistig-emotionalen Hülle (Manomaya Kosha) und der intellektuelle Hülle (Vijnanamaya Kosha oder Buddhimaya Kosha)
    • Kausalkörper (Karana Sharira), bestehend aus der Wonnehülle (Anandamaya Kosha)

Dabei sind Lingasharira (zu Sanskrit लिङ्गशरीर liṅga-śarīra, deutsch ‚strahlend, leuchtender Körper‘), eine weitere Bezeichnung ist Sukshma Sharira (Sanskrit सूक्ष्मशरीर sūkṣma-śarīra, deutsch ‚feinstofflicher Körper‘) Teil eines im Umfeld der vedischen Philosophie bzw. Religionen geteilten Vorstellung eines Modells der drei Körper und deren fünf Hüllen (Koshas, siehe auch Hinduismus und seine Hintergründe). In dieser Vorstellung scheidet sich der physische, grobstoffliche Körper (Sthula Sharira Sanskrit स्थूलशरीर sthūla-śarīra) von einem feinstofflichen Körper oder Astralkörper (Sukshma Sharira bzw. Linga Sharira) und den Kausalkörper Karana Sharira (Sanskrit कारणशरीर kāraṇa-śarīra) ab.[3]

Reiki[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im westlichen Reiki werden meist die vier Ebenen ätherische Aura (Ätherkörper), emotionale Aura (Emotionalkörper, Gefühlskörper oder Astralleib), mentale Aura (Mentalkörper) und spirituelle Aura (spiritueller Körper, Kausalkörper) unterschieden. Im älteren japanischen Reiki wird mit dem dreiteiligen Dantian-/Hara-Modell gearbeitet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Barbara Ann Brennan: Licht-Arbeit. 1998. S. 88 ff.
  2. Rudolf Steiner: Die Aura des Menschen. In: Diane von Weltzien (Hrsg.): Das große Praxisbuch der Aura- und Chakra-Arbeit. Goldmann TB, München 1993, S. 109–123
  3. Eintrag Körper. Yogawiki [1] abgerufen am 7. August 2021