Esprit gaulois

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Der esprit gaulois ist ein nationales Autostereotyp der Franzosen und bezeichnet eine Eigenschaft, die angeblich schon die alten Gallier besessen hätten, nämlich eine Mischung aus Schlagfertigkeit, Witz und Spottlust ohne Tabus, jedoch mit der Auflage, dass man zwar derb und anzüglich, aber nicht plump sein darf und auch nicht grob verletzend. Der esprit gaulois manifestiert sich praktisch ausschließlich verbal, kaum in Form etwa lustiger Streiche oder komischen Verhaltens.

Als ein typischer Vertreter des esprit gaulois gilt der Renaissance-Autor François Rabelais, aber sicher können auch Asterix und Obelix als typische Verkörperungen gelten.

Angehörigen anderer Völker, insbesondere den Deutschen, soll der esprit gaulois naturgemäß verschlossen sein.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hippolyte Taine: L'esprit gaulois. In: Hippolyte Taine: La Fontaine et ses fables. Hachette, Paris 1903, S. 1–18.