Essequibo (Fluss)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Essequibo
Einzugsgebiet des Essequibo

Einzugsgebiet des Essequibo

Daten
Lage Guyana
Flusssystem Essequibo
Quelle in den Acarai Mountains
Mündung in den Atlantischen OzeanKoordinaten: 7° 2′ 0″ N, 58° 27′ 0″ W
7° 2′ 0″ N, 58° 27′ 0″ W
Länge 1000 km
Linke Nebenflüsse Río Rupununi, Río Potaro, Río Mazaruni

Der Essequibo ist mit rund 1000 km Länge der größte Fluss der Republik Guyana (Südamerika) und Namensgeber der ehemaligen Kolonie Essequibo, die von 1616 bis 1814 bestand.

Der Fluss entspringt in den Acarai Mountains an der Grenze zu Brasilien und mündet bei Bartica in einem circa 60 km breiten Delta in den Atlantischen Ozean. Bei Bartica vereinigen sich Mazaruni und Essequibo, der von hier aus flussabwärts zum mächtigen, 5 km breiten, von Seeschiffen befahrbarem Strom wird. Hingegen ist er in seinem Oberlauf, bedingt durch zahlreiche Wasserfälle und Stromschnellen nur bedingt und abschnittsweise schiffbar. Sein Nebenfluss Río Potaro bildet den 247 m hohen Kaieteur-Wasserfall.

Expedition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1908 unternahm der deutsch-US-amerikanische Ichthyologe Carl H. Eigenmann eine Expedition entlang des Essequibo und seines Nebenflusses Potaro und dokumentierte 336 hier vorkommende Fischarten.

Goldgewinnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den letzten Jahren ist der Essequibo durch die Goldgewinnung an seinem Flusslauf und an seinen Nebenflüssen beträchtlichen Umweltbelastungen ausgesetzt. Viele Goldschürfer, vor allem die illegalen Garimpeiros, verwenden das Amalgamverfahren, um das Gold beim Goldwaschen mit Quecksilber zu binden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Essequibo River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien