Exploding Kittens

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Exploding Kittens
Exploding Kittens in der Standardvariante.
Exploding Kittens in der Standardvariante.
Daten zum Spiel
Autor Elan Lee, Matthew Inman
Grafik Matthew Inman
Verlag The Oatmeal im Eigenverlag (2015)
Erscheinungsjahr 2015
Art Kartenspiel
Mitspieler 2 bis 5
Dauer etwa 15 Minuten
Alter ab 30 Jahren (laut Hersteller)

Exploding Kittens ist ein Kartenspiel, welches 2015 von den Betreibern der Cartoon-Website The Oatmeal veröffentlicht wurde. Das Spiel läuft nach dem Last-Man-Standing-Prinzip ab und die Karten sind mit Katzencartoons im Stil der Website illustriert.

Spielregeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Exploding Kittens ist es das Spielziel, als letzter der Spieler noch am Leben zu sein. Die namensgebenden explodierenden Katzen stellen Sonderkarten dar, die den Spieler, sofern er diese nicht abwehren kann, zum Explodieren und somit Ausscheiden aus der Runde bringen.

Am Anfang werden alle Karten bis auf die Typen exploding kitten und defuse gemischt und auf den Stapel gelegt, von dort werden an die Mitspieler vier Karten ausgeteilt sowie wird jedem eine defuse-Karte ausgehändigt. Danach werden soviele kittens mit den restlichen Karten unter den Stapel gemischt, dass es stets eine kitten-Karte weniger als Mitspieler insgesamt im Deck gibt. Danach wird reihum gespielt, ein Zug besteht aus dem Ausspielen soviele Karten der Hand wie man will auf einen Abwurfstapel, danach wird vom Kartendeck eine neue Karte gezogen.

Es existieren folgende unterschiedliche Kartentypen:

  • Exploding Kitten: Bei Ziehen einer solchen Karte explodiert der Spieler und verlässt die Runde.
  • Defuse: Mit dieser Karte kann die exploding kitten entschärft und wieder in das Kartendeck zurückgelegt werden. Dabei wird der Ort der Ablage vor den Mitspielern geheimgehalten.
  • Attack: Diese Karte beendet den Zug eines Spielers, ohne dass er zuvor eine neue Karte ziehen muss. Dafür muss der darauf folgende Spieler zwei Züge hintereinander absolvieren. Diese kann hingegen seinerseits eine attack-Karte verwenden, um seinen Zug vorzeitig zu beenden.
  • Favor: Hiermit wird ein anderer Spieler gezwungen, eine Karte herzugeben, wobei der betroffene Spieler selbst entscheidet, welche Karte er abgibt.
  • Nope: Die nope-Karte annulliert die soeben gespielte letzte Karte, außer es handelte sich um eine defuse oder exploding kitten. Sie kann während jeder Spielaktion ausgespielt werden sowie ihrerseits durch eine zweite nope-Karte negiert werden.
  • See The Future: Dadurch darf der ausspielende Spieler die obersten drei Karten des Decks verdeckt betrachten, aber deren Reihenfolge nicht verändern oder den anderen verraten, was er gesehen hat.
  • Shuffle: Das Kartendeck wird durchgemischt, ohne die Karten zu betrachten.
  • Skip: Die skip-Karte beendet den Zug, ohne eine Karte zu ziehen. Ebenso beendet sie einen der zwei Züge, die aus einer attack-Karte resultieren.
  • Karten ohne Effekt: Es gibt fünf Kartentypen ohne Effekt mit jeweils vier gleichen Karten des einzelnen Typs. Wenn ein Spieler ein gleiches Paar dieser Karten auf einmal ausspielt, darf er eine Karte von einem Spieler seiner Wahl ziehen.

Sobald die letzte exploding kitten gezogen wurde, ist der einzige überlebende Spieler der Sieger der Runde.

Eine weitere Hauptkarte sowie drei zusätzliche Varianten wurden in der ersten Expansion imploding kittens vorgestellt:

  • Imploding Kitten: Wenn diese Karte gezogen wird, darf der Spieler sie an einem beliebigen Ort im Kartenstapel verstecken, aber sie muss mit der Vorderseite nach oben aufliegen. Wenn sie dann erneut gezogen wird, implodiert dieser Spieler und verlässt die Runde.
  • Alter The Future: Dadurch darf der ausspielende Spieler die obersten drei Karten des Decks verdeckt betrachten und sie in einer anderen Reihenfolge wieder zurücklegen.
  • Draw From The Bottom: Man zieht hier die unterste Karte aus dem Stapel und der Zug endet.
  • Reverse: Die Reihenfolge des Ziehens wird in die entgegengesetzte Richtung umgedreht und der ausspielende Spieler muss dabei keine Karte ziehen.

Vermarktung und Erweiterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vermarktung erfolgte ursprünglich als Crowdfunding über die Kickstarter-Plattform. Dort wurde am 20. Januar 2015 das Projekt des Kartenspiels angeboten und bei Erreichen von 10.000 gespendeten US-Dollars sollte das Spiel in Produktion gehen. Etwa 8 Minuten nach Start der Kampagne wurde dieses Ziel erreicht.[1] Nach 7 Tagen erreichte die Zahl der Backer 6.000 Teilnehmer, was zum damaligen Zeitpunkt ein Rekord für die Anzahl von Backern eines Projektes auf Kickstarter darstellte. Bis zum 19. Februar 2015 erreichte man 219.382 Backer, die zusammen 8.782.571 US-Dollar gespendet hatten, was ebenfalls eine Rekordsumme darstellte und somit zur vierterfolgreichsten Kampagne von Kickstarter wurde.[2]

Während der Kampagne wurden weitere Zwischenziele definiert und erreicht, das erste davon umfasste das NSFW-Kartendeck, welches ein spezielles eigenständiges Deck bezeichnete, welches aus anstößigen und nicht absolut jugendfreien Zeichnungen im Vergleich zur Standardversion bestand. Mit dem zweiten Ziel wurde die Kartenbox vergrößert, sodass sie nun zwei ganze Decks beinhalten konnte, mit dem dritten Ziel wurde eine auf Kickstarter exklusive Überraschung mit der Box an die Backer versendet.

Ab Juli 2015 wurden die Kartendecks ausgeliefert. Im Januar 2016 wurde eine Mobilversion für iOS und ab April auch für Android veröffentlicht. Eine physische Erweiterung mit dem Namen Imploding Kittens wurde ab Oktober 2016 veröffentlicht, welche drei neue Karten und eine neue Spielmechanik vorstellte. Am 30. Juli 2017 wurde das Exploding Kitten Party Pack veröffentlicht, mit welchem bis zu 10 Mitspieler an einer Runde teilnehmen konnten und das die Spielmechaniken aus der letzten Erweiterungen inkludierte.

Im November 2017 erschien unter unverändertem Titel eine deutsche Version des Spiels, wobei es sich nach Angabe des Herstellers um eine 1:1-Übersetzung der Originaltexte handelt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amanda Kooser: But why blow up cats? Inman gives inside scoop on Exploding Kittens. Hrsg.: CNET. (cnet.com).
  2. Kickstarter (Hrsg.): Most Funded Kickstarter projects. (kickstarter.com).