Fale (Architektur)

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Versammlungshaus (Fale) in Apia, Samoa: Reisebericht von Jules Dumont d’Urville aus 1842
Fale in Pago Pago, Amerikanisch-Samoa

Unter einem Fale versteht man einen wändelosen, ursprünglich ohne Verwendung von Metall errichteten traditionellen Typus eines samoanischen Wohn- und Versammlungshauses, der zum Symbol der nationalen kulturellen Identität geworden ist.

Tufuga fau fale hieß die alte Gilde der Baufachleute, die bei der Errichtung eines Fale herangezogen wurden. Typen von Fales waren das „große Haus“ fale tele und das „kleine Haus“ faleo’o. Das Fale tele war üblicherweise rund, in neuerer Zeit wurde es aber auch auf rechtwinkeligem Grundriss erbaut: Es dient als Ort wichtiger Beratungen, Feste und Zeremonien. Das Faleo’o hingegen ist länglich und weniger reich dekoriert und dient Wohnzwecken oder als Strandhaus, das auch touristisch. Daneben gibt es auch einfach gestaltete Fales als Küchenhäuser.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Te’o Tuvale: An Account of Samoan History up to 1918. Manuskriptdruck. Kapitel: The Samoan House. O le Pale Samoa. (Digitalisat).
  • Peter Trebsche (Hrsg.) : Der gebaute Raum. Bausteine einer Architektursoziologie vormoderner Gesellschaften. Waxmann, Münster 2010, ISBN 978-3-8309-2285-8, insbesondere S. 443a, 457a.
  • F. J. H. Grattan: An Introduction to Samoan Custom. McMillan, Papakura, New Zealand 1948. Reprint: 1985, ISBN 0-908712-13-8 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]