Farbsystem

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Farbsystem beschreibt die Verwendung eines bestimmten Farbraumes und definiert die dreidimensionale Basis, in der der Farbraum dargestellt wird.

Grundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff des „Systems“ geht auf Dedekind als Synonym für Menge zurück, so ist das Farbsystem also die Menge der jeweils betrachteten Farben. Farben in einem Farbsystem liegen in einem Koordinatensystem, das den Farbraum aufspannt. Im Farbsystem werden den Farben jeweils Zahlenwerte oder alphanumerische Werte zugeordnet.

Die Farbvalenz, also die Farbe im eigentlichen Sinn, lässt sich entsprechend dem Ersten Graßmannschen Gesetz mit drei Angaben eindeutig festlegen. Mitunter werden für spezielle Angaben oder gesonderte Bedingungen weitere Werte nötig, wie beim CMYK-System, bei dem K für die Tiefe der gedruckten Farbe steht. Im weiteren Sinne auch die Einführung eines Gelbwertes Y in das RGB-System, um die Farbwiedergabe am Monitor in den Sättigungsgebieten zu verbessern. Da unterschiedliche Farbräume unter verschiedenen Ansatzpunkten und Voraussetzungen eingerichtet sind, ist zusätzlich zu den Parametern der Farbe auch die Angabe des verwendeten Farbsystems notwendig.

Beispielsystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein strahlend reines Gelb wird im CMYK-Modell mit dem Quadrupel (0/0/100/0), im RGB-Modell mit dem Tripel (255/255/0) festgelegt. Im L*a*b*-System ist das Tripel (50,0,150) eine Angabe für ein solches Gelb. Entsprechend gelten für ein bestimmtes Blau etwa folgende Werte: CMYK = (100/100/0/0), RGB = (0/0/255) und im L*a*b* = {50,0,-100}. Wie im Munsell-Farbsystem sind durchaus auch alphanumerische Angaben üblich, hier wurden die Farbwerte entsprechend den englischen Buchstaben entlang des Farbkreises nach Buntton und im weiteren nach Value (dem Sättigungsgrad der Farbe) und dem Hellwert bezeichnet. Ein Blau hat dann etwa die Bezeichnung 10B 5/10.

Das Farbsystem kann als rein mathematischer Messraum mit kontinuierlicher Darstellung existieren, wie etwa der RGB-Farbraum. Die materiellen Proben eines Farbkatalogs dagegen, wie etwa der RAL-Katalog, können der Art nach nur diskrete Farben enthalten.

Farbsammlungen, wie sie von Herstellern farbiger Produkte zu Präsentationszwecken eingesetzt werden, sind in diesem Sinne keine Farbsysteme.

Gebräuchliche Farbkataloge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]