Federring

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Federring
Federring unter einer noch nicht festgezogenen Mutter

Ein Federring ist ein als Schraubensicherung benutztes Maschinenelement. Er wird zwischen dem Schraubenkopf oder die Mutter und eins der zu verbindenden Teile eingefügt, um ungewolltes Lockerwerden zu vermeiden. Als aufgeschnittener und zu einem Gang einer Schraubenfeder verformter Ring bildet er eine für den vorgesehene Zweck zu „harte“ Feder (zu steile Federkennlinie). Der relativ kleine Kraftanteil[1] am Kraftschluß wird zudem beim Lockern (Lockerdrehen und/oder Setzen der zu verbindenden Teile) schnell noch kleiner. Nachdem das erkannt war, wurden die Jahrzehnte alten Normen DIN 127 A und B zurückgezogen.

Ein Federring, bei dem die Schnittkanten nicht entgratet (war in DIN 127 A erfasst) sind, bildet zusätzlich einen Formschluss innerhalb der Schraubenverbindung. Durch die schräge Schnittführung entstehen an der Schnittstelle axial vorstehende Gratspitzen Widerhaken. Diese graben sich in die Kontaktflächen – insbesondere beim Lösen – ein, so dass weiteres Lockerdrehen behindert wird. Die Richtung der Schnittschräge ist dem bevorzugt verwendeten Rechtsgewinde angepasst.

Solche Federringe können weiterhin nutzbringend angewendet werden. Bei inzwischen auf dem Markt befindlichen (Vielzahn-) Zahnscheiben und Fächerscheiben wird dieser Effekt vielfach ausgenutzt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Portal: Maschinenbau – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Maschinenbau

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Federring liegt schon bei 5 % der Nennvorspannkraft von Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8 auf Block und wirkt nur noch wie eine Unterlegscheibe. Vgl. Hubert Hinzen, Maschinenelemente 1, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2007, ISBN 3-486-58081-7, S. 370