Ferrocarriles Argentinos

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Logo der Ferrocarriles Argentinos
Geschäftssitz in Buenos Aires.

Die Ferrocarriles Argentinos (FA) waren ein Staatsunternehmen, das für fast 45 Jahre den Schienenverkehr in Argentinien bewirtschaftete. Das Unternehmen wurde 1948, in der Regierungszeit von Juan Perón, gegründet im Zuge der Verstaatlichung der privaten Eisenbahngesellschaften.

Geschäftszweige[Bearbeiten]

Das Streckennetz in seiner größten Ausbreitung um ca. 1960

Die FA bestand aus sechs Geschäftszweigen:

Wachstum und Niedergang[Bearbeiten]

Zu Zeiten der FA erhielt das argentinische Schienennetz seine größte Ausdehnung und war mit über 45.000 km das größte in Lateinamerika. Während der Militärherrschaft zwischen 1976 und 1983 und der daran anschließenden Redemokratisierung geriet die FA jedoch in eine Rezessionsperiode, die mit einer völligen Privatisierung, beginnend 1992 als Teil neoliberaler Reformen von Carlos Menem, endete.

Bereits 1991 wurde die FA aufgeteilt, die Dienstleistungen in der Metropolregion Buenos Aires wurden dabei in der Ferrocarriles Metropolitanos S.A. (FEMESA) zusammengefasst. Der Güterverkehrszweig, die Ferrocarril General Manuel Belgrano, blieb zunächst in Staatshand, wurde dann aber an die Eisenbahnergewerkschaft Unión Ferroviaria übertragen und umbenannt in Belgrano Cargas. Der zweitgrößte Zweig, die Mitre Cargas, ging im Dezember 1992 an die Nuevo Central Argentino S. A. (NCA). Eine weitere Ausgliederung war die Schienenunterhaltung, die fortan América Latina Logística (ALL) hieß.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ferrocarriles Argentinos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]