Fiat Uno (Typ 146)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Fiat Uno)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fiat Uno
Produktionszeitraum: seit 1983
Klasse: Kleinwagen
Karosserieversionen: Kombilimousine
Vorgängermodell: Fiat 127
Nachfolgemodell: Fiat Punto
Novo Uno
Fiat Mobi

Der Uno ist ein Kleinwagen von Fiat, der im Frühjahr 1983 als Nachfolger des Fiat 127 auf den Markt kam.

Die Produktion in Italien lief bis Herbst 1995, wobei die meisten Versionen bereits im Herbst 1993 durch den Nachfolger Fiat Punto abgelöst wurden. Im deutschen Sprachraum nicht erhältlich waren die dem Uno ähnlichen Fiat Duna, Fiat Prêmio mit Stufenheck und der Kombi Weekend. Die Kombiversion wurde auf einigen Märkten auch als Innocenti Elba vertrieben. Der vom Duna abgeleitete Kastenwagen hieß Fiat Fiorino.

Ein Teil der Fahrzeuge wurde bei Zastava in Jugoslawien hergestellt und dort auch unter dieser Marke angeboten.

In Brasilien wurde die zweite Serie nach dem Auslaufen der europäischen Fertigung noch bis 2014 unter der Bezeichnung Fiat Mille fortgeführt.

Als Fiat Novo Uno (portugiesisch) bzw. Nuevo Uno (spanisch), jeweils für Neuer Uno, wird seit Frühjahr 2010 ein mit dem Fiat Panda (Typ 169) technisch verwandtes Nachfolgemodell in Südamerika produziert, während der Uno in Südamerika, meist als Fiat Mille bezeichnet, nur noch das Einstiegsmodell von Fiat war. Ende 2013 wurde dann die Produktion eingestellt. Erst 2016 präsentierte Fiat mit dem Fiat Mobi ein Nachfolgemodell des Mille.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typ 146[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typ 146
Fiat Uno (1983–1989)

Fiat Uno (1983–1989)

Produktionszeitraum: 1983–2014
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
0,9–1,5 Liter
(32–82 kW)
Dieselmotoren:
1,3–1,7 Liter
(33–52 kW)
Länge: 3689 mm
Breite: 1558–1562 mm
Höhe: 1405–1430 mm
Radstand: 2360 mm
Leergewicht: 710–945 kg

Der Fiat Uno Typ 146 wurde von März 1983 bis Oktober 1995 in den italienischen Fiat-Werken Mirafiori und Rivalta di Torino gebaut. Die Karosserie war von Giorgetto Giugiaro gestaltet worden. In anderen Ländern wurde er länger produziert; in Brasilien[1] lief er noch 2014 als „Mille“ vom Band. Der Uno gewann insgesamt elf internationale Auszeichnungen und wurde in verschiedenen Ausführungen (Uno, Duna, Penny, Fiorino, Premio, Elba und Mille) weltweit verkauft. In den 1980er Jahren war er zusammen mit dem Peugeot 205 einer der meistverkauften Importwagen in Deutschland. In Europa war er jahrelang das meistverkaufte Auto.

Der Fiat Uno war das erste Fahrzeug überhaupt, das für eine weitgehend automatische Fertigung mit Robotern ausgelegt wurde. Für das automatische Schweißen sorgten 200 Roboter, weitere 20 übernahmen die Lackierung. Die Karosserie besteht nur aus 172 Einzelteilen die mit lediglich 2700 Schweißpunkten verbunden sind, von denen nur 30 manuell gesetzt werden müssen. Die Fertigungseinrichtungen wurden so flexibel geplant, dass auch andere Modelle gleichzeitig auf dem gleichen Band gefertigt werden konnten, um so auf die Nachfrageentwicklung reagieren zu können.

Das Design des ersten Fiat Uno wurde von Otl Aicher in seinem Buch Kritik am Auto (1984) als beispielhaft beschrieben.

Ausstattungsvarianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundmodell (ohne Bezeichnung): Einfache Ausstattung und gelbe Blinkleuchten vorne. S: Erweiterte Ausstattung, mit weißen Blinkleuchten vorne. SX: Elegante Version mit stärkeren Motoren, besseren Sitzbezügen, Drehzahlmesser oder zum Beispiel Zentralverriegelung. Turbo: Sportliche Version mit aufgeladenem Ottomotor, Breitreifen, Leichtmetallrädern, Sportsitzen und Nebelscheinwerfern.

Außerdem gab es je nach Baujahr und Markt eine Vielzahl von Sondermodellen.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heckansicht
Karosserie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fahrzeug mit selbsttragender Stahlkarosserie gab es mit drei oder fünf Türen. Der Luftwiderstandsbeiwert (Cw) lag bei 0,34 (beim Facelift 1989 verbessert auf 0,30). Das Dach reicht nur bis zur inneren Kante der Seitenteile, die Schweißflansche sind mit schwarzen Kunststoffleisten abgedeckt und es gibt keine Regenrinnen. Die Frontscheibe hat einen Einarmscheibenwischer und die dreitürigen Modelle lediglich Fingermulden für die Türöffner statt Türgriffe. Die Kunststoff-Stoßfänger verkraften Parkrempler bis 5 km/h schadlos. Die Versionen Uno Turbo, SX und einige Sondermodelle sind mit einer Fernentriegelung der Heckklappe neben dem Fahrersitz ausgestattet. Der Uno Turbo (erste Serie) hat eine Heckklappe mit integrierter Abrißkante aus Kunststoff. Von der Firma L&H Automobile in Frankfurt wurde der Uno in Kleinserie zum Cabriolet (mit B-Säule) umgebaut. Zudem gab es für einige Auslandsmärkte das Modell "Van" für den gewerblichen Einsatz, bei dem die hinteren Seitenscheiben mit einer Folie abgeklebt waren, die Rückbank fehlte sowie ein Schutzgitter zum Fahrerraum installiert war. Gegen Aufpreis war eine zweite Ebene im Laderaum erhältlich.

Die zweite, umfangreich modernisierte Serie erschien 1989. Motorhaube und Heckklappe waren nun aus beidseitig verzinktem Blech, die Vorderkante der Motorhaube abgerundet, Kühlergrill und Scheinwerfer wurden flacher, was den Luftwiderstand verringerte. Die Heckklappe war charakteristisch gewölbt, dadurch wurde der Kofferraum etwas erweitert. Dieses Stilelement wurde bereits ein Jahr davor beim Fiat Tipo eingeführt. Ebenfalls an dieses Modell angelehnt war der nun in Wagenfarbe lackierte Kühlergrill.

Motoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst gab es den Uno mit Motoren, die schon aus anderen Fiat Modellen bekannt waren: die Konstruktion des 33 kW-Motors mit untenliegender Nockenwelle und drei Kurbelwellenlagern stammte noch aus den 1950er Jahren und war in dieser Version schon im Fiat 127 verwendet worden, der 40-kW-Motor stammte aus dem Fiat 128 von 1969. Ab 1985 gab es die neu konstruierten FIRE-Motoren (Fully Integrated Robotized Engine). Sie waren so entworfen, dass sie von Robotern gebaut werden konnten.

Ottomotoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 45: 903-cm³-Vierzylinder mit 33 kW (45 PS), ab 1983
  • 45 ES: 903-cm³-Vierzylinder mit 33 kW (45 PS), ab 1983 (Energy Saving)
  • 45 i.e.Kat: 986-cm³-Vierzylinder SPI mit 32 kW (44 PS), ab 1985
  • 45 (S/SL): 986-cm³-Vierzylinder mit 33 kW (45 PS), ab 1985
  • 45 (S)i.e.: 986-cm³-Vierzylinder SPI mit 33 kW (45 PS), ab 1987
  • 45 (S)i.e.: 999-cm³-Vierzylinder SPI mit 33 kW (45 PS), ab 1989
  • 45 i.e.Kat: 999-cm³-Vierzylinder SPI mit 33 kW (45 PS), ab 1992
  • 50 S/SL: 1108-cm³-Vierzylinder mit 37 kW (50 PS), ab 1985
  • 55 (S): 1108-cm³-Vierzylinder mit 40 kW (54 PS), ab 1983
  • 55 Matic: 1108-cm³-Vierzylinder mit 42 kW (57 PS), ab 1983
  • 60 (S/SL): 1108 cm³,  Vierzylinder mit 43 kW (58 PS), ab 1985
  • 60 (S/SL): 1108 cm³,  Vierzylinder Spi mit 42 kW (57 PS), ab 1990
  • 60 (Selecta): 1116-cm³-Vierzylinder Vergaser mit 43 kW (58 PS); CTX Automatic; ab 1989
  • 70 S: 1280-cm³-Vierzylinder mit 50 kW (68 PS), ab 1983
  • 70 (S/SL): 1280-cm³-Vierzylinder mit 48 kW (65 PS), ab 1985
  • 70 S: 1372 cm³,  Vierzylinder mit 52 kW (71 PS), ab 1989
  • 70 S i.e.: 1372-cm³-Vierzylinder SPI mit 51 kW (69 PS), ab 1989
  • 70 Selecta: 1372-cm³-Vierzylinder SPI mit 52 kW (71 PS), CTX Automatic; ab 1989
  • 75 i.e.: 1498-cm³-Vierzylinder MPI mit 55 kW (75 PS), ab 1985
  • 75 S/SX i.e.: 1498-cm³-Vierzylinder SPI mit 55 kW (75 PS), ab 1988
  • Turbo i.e.: 1283-cm³-Vierzylinder mit Abgasturbolader, 73 kW (99 PS), 01/87–12/87
  • Turbo i.e.(Kat): 1283-cm³-Vierzylinder mit Abgasturbolader, 74 kW (101 PS), 01/87–08/89
  • Turbo i.e.(Kat): 1301-cm³-Vierzylinder mit Abgasturbolader, 74 kW (101 PS), 10/89–09/91
  • Turbo i.e.: 1301-cm³-Vierzylinder mit Abgasturbolader, 77 kW (105 PS), 04/85–08/87
  • Turbo i.e. Racing: 1372-cm³-Vierzylinder mit Abgasturbolader, 82 kW (111 PS), 05/91–07/95
Diesel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • D/DS: 1288-cm³-Vierzylinder mit 33 kW (45 PS), ab 1983
  • 60 D/DS: 1677-cm³-Vierzylinder mit 43 kW (58 PS), ab 1985
  • D/DS/DSL: 1288-cm³-Vierzylinder mit 33 kW (45 PS), ab 1985
  • 70 TD: 1357-cm³-Vierzylinder mit Abgasturbolader mit 52 kW (71 PS), ab 1985 (nicht auf deutschsprachigen Märkten)
  • DS: 1698-cm³-Vierzylinder mit 44 kW (60 PS), ab 1989
Getriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der ersten Modellreihe bis 1989 hatten die Uno 45 nur ein Viergang-Getriebe (außer ES bzw. 45 Super und 45 i.e.). Alle anderen Modelle wurden mit einem Fünfgang-Getriebe ausgestattet. Ab 02/1991 gab es auch ein Modell mit Automatikgetriebe, den Uno Selecta mit 1.5 Liter-Motor (1498 cm³, 55 kW/75 PS) und stufenloser Keilriemenautomatik (CVT).

Fahrwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Uno hat eine Zahnstangenlenkung und unabhängige Radaufhängung rundum: Vorne Federbeine und Dreieckslenker aus Stahlblech, hinten eine Verbundlenkerachse mit Schraubenfedern. Alle Uno-Modelle haben serienmäßig Gasdruckstoßdämpfer. An beiden Achsen laufen die Räder parallel (keine Vorspur) – das verringert Rollwiderstand und Reifenverschleiß.

Bremsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Uno-Modelle haben vorn Schwimmsattel-Scheibenbremsen. Hinten sind alle, bis auf den Uno Turbo mit Trommelbremsen und lastabhängigem Bremskraftregler ausgestattet. Anfangs gab es beim Uno 45 keinen Bremskraftverstärker. Das Antiskid-Bremssystem (ABS) war ab Oktober 1988 beim Uno Turbo als Sonderausstattung lieferbar.

Räder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Modelle (außer Turbo und einige Sondermodelle) waren mit Stahlblechrädern der Größe 4,50 B × 13 ausgestattet. Nur der Turbo hatte serienmäßig Leichtmetallräder in der Größe 5,5J × 13. Als Reifen wurden bei den kleineren Modellen 135 SR 13, bei den größeren (ab 55 Super) 155/70 SR 13 und beim Turbo 175/60 HR 13 verwendet. Ab 09/1989 bekamen alle Modelle (außer Turbo) Reifen in der Größe 155/70 R 13.

Fahrleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modell Vmax 0–100 km/h Elastizität ¼ Meile 1 km
1. Serie
45 Fire 145 km/h 16,4 s
55S 153 km/h 13,1 s 30–50 km/h (3. Gang): 7,4 s 19,4 s 36,5 s
70S 166 km/h 12,1 s 30–50 km/h (3. Gang): 6,1 s 18,6 s 34,6 s
75SX i.e. Kat 172 km/h 10,9 s
Uno Turbo i.e. 200 km/h 8,3 s 30–50 km/h (3. Gang): 4,5 s 16,2 s 30,2 s
2. Serie
Uno Turbo i.e. (Kat) 192 km/h 8,9 s 30–50 km/h (3. Gang): 4,5 s 16,5 s 30,4 s
Uno Turbo i.e. Racing 200 km/h 8,4 s 30–50 km/h (3. Gang): 4,5 s 16,4 s 30,1 s

Das Leergewicht des Uno Turbo 1. Serie beträgt 845 bis 905 kg, das des Uno Turbo der 2. Serie 945 kg.[2] Jedoch weicht dieses Gewicht je nach Ausstattung ab.

Modellchronologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fiat Uno Dreitürer (1983–1989)
Uno MK1 (Erste Serie)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • März 1983: Neueinführung des Fiat Uno als Nachfolger des Fiat 127, lieferbar mit drei oder fünf Türen, Vierzylinder-Motoren ab 32 kW (44 PS)
  • Ende 1983: Der Uno wird zum Auto des Jahres 1984 gekürt.
  • April 1985: sportliches Spitzenmodell Uno Turbo i.e., 1,3-Liter-Vierzylinder-Motor mit Abgasturbolader und 77 kW (105 PS)
  • Januar 1986: Uno 75 S i.e. mit 1,5 Liter mit 55 kW (75 PS), geregelter Katalysator, zunächst mit einer Einspritzanlage von Magneti Marelli (Multi Point Injection, Mpi), ab Modelljahr 1989 wegen technischer Probleme auf Bosch Spi (Single Point Injection)umgestellt.
  • März 1986: Uno 45 Fire mit 1,0 Liter-Motor und 32 kW (44 PS), schadstoffarm nach damaliger Stufe C
  • Oktober 1986: Uno 60 Diesel mit 1,7-Liter-Dieselmotor und 44 kW (60 PS)
  • Januar 1987: Geregelter Katalysator für den Uno Turbo i.e. mit 74 kW (101 PS)
  • September 1987: Sondermodell Elba mit 1,0 Liter-Fire-Motor oder 1,5 Liter-Motor.
  • März 1988: Sondermodell Adria, unter anderem mit serienmäßigen Ausstellfenstern hinten (Zweitürer), in Wagenfarbe lackiertem Kühlergrill und Außenspiegeln. Motorisierung wie beim Sondermodell "Elba"
  • April 1988: Zusätzlich im Angebot Uno 45 S i.e. mit 1,0 Liter und 33 kW (45 PS) und geregeltem Katalysator
  • Februar 1989: Sondermodelle SG und Scala
  • Juni 1989: Sondermodell Smart (nur in Italien)
Uno MK2 (Zweite Serie)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • August 1989: Facelift für den Uno. Flachere Scheinwerfer, neuer Kühlergrill, neue Front- und Heckpartie, überarbeitete Innenausstattung mit neuem Cockpit
  • Oktober 1989: Uno 75 i.e. mit 1,5 Liter und 55 kW (75 PS), geregelter Katalysator
Neue Turbo-Version mit 74 kW (101 PS), mit Spoilern, Leichtmetallfelgen und spezieller Innenausstattung
  • April 1990: Uno DS mit 1,7 Liter-Dieselmotor mit 42 kW (57 PS)
  • September 1990: Uno 1.4 i.e. mit 1,4 Liter und 51 kW (69 PS) als zusätzliche Version
  • 1990 bis 1992: Sondermodell Uno 1.3 Formula in schwarz/anthrazit mit elektrischen Fensterhebern, Glasschiebe/-Hubdach, Zentralverriegelung und rotem Schriftzug auf den Türen
  • Februar 1991: Uno Selecta mit 1,5 Liter und 55 kW (75 PS) mit stufenlosem Automatikgetriebe
  • April 1991: Uno 1.1 i.e. mit 1,1 Liter und 37 kW (50 PS)
  • Juli 1991: Turbo-Version überarbeitet, nun als UNO Turbo Racing mit 1,4 Liter mit 82 kW (111 PS)
Sondermodell Amica: u. a. serienmäßig mit zusätzlichen Halogenscheinwerfern, Wärmeschutzverglasung, geänderter Innenausstattung sowie in Wagenfarbe lackierten Außenspiegeln und Stoßfängern. Motorisierung: 1,0-Liter-Fire mit 33 kW (45 PS) und 1,4-Liter-Motor mit 51 kW (69 PS). Farben: Schneeweiß, Schwarz, Meerblau metallic, Grigio metallic
  • September 1991: Sondermodell Crazy mit Dekorset, Stereoanlage und Radvollblenden. Motor: 1,0-Liter-Fire mit 33 kW (45 PS)
  • März 1992: Sondermodelle Pink und Verde: mit Wärmeschutzverglasung und Innenausstattung in pink oder grün
Sondermodell Primavera: mit spezieller Innenausstattung in rot oder grün/blau. Acht Außenfarben wählbar
Sondermodell Top Class: u.a. serienmäßig mit Metalliclackierung, Lederausstattung, Zentralverriegelung sowie elektrischen Fensterhebern vorne
  • August 1992: Sondermodell Eleganza mit Metallic-Lack und Glas-Ausstelldach; Motorisierung: 1,1-Liter mit 37 kW (50 PS) und 1,4-Liter mit 51 kW (69 PS)
  • 1993: Sondermodell Formula; Turbo-Look mit 1,4 Liter und 70 PS, mit elektrischen Fensterhebern, Alufelgen, Teilledersitzen
  • Januar 1993: Sondermodell Start mit Radvollblenden und speziellen Sitzbezügen
  • März 1993: Sondermodell Hobby mit schwarzer Dachreling, Sitzen in „Schottenkaro“ sowie Glas-Ausstelldach und geteilt umklappbarer Rücksitzbank
Sondermodell Suite mit Metallic-Lackierung, Nebelscheinwerfern, Ledersitzen und Lederlenkrad
  • September 1993: Fiat Punto als Nachfolgermodell eingeführt
  • Oktober 1995: Produktion des Uno in Italien eingestellt

Innocenti Mille/Fiat Mille/Fiat Uno außerhalb von Europa 1989–2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Italien wurde der Uno ab 1994 als Innocenti Mille vertrieben. (Uno CS mit 994 cm³, 35 kW / 48 PS mit drei oder fünf Türen). Von November 1995 bis November 1997 aus polnischer Produktion als Innocenti Mille Clip.

Schon seit 1985 wurde im Werk Córdoba (Argentinien) eine Limousine auf Basis des Uno der Fiat Duna von Sevel Argentina produziert. In Argentinien und Brasilien hieß dieses Modell jedoch Fiat Premio. Ab 1989 kam nun der dreitürige Fiat Uno für Südamerika hinzu. Als Motoren kamen Benzinmotoren mit 1,0 Liter und 38 kW (52 PS) bis 1,6 Liter und 64 kW (87 PS) zum Einsatz. Auch ein 1,3-Liter-Dieselmotor mit 33 kW (45 PS) war erhältlich. 1995 wurde die Produktion des Duna/Premio-Kombis (in Argentinien und Brasilien Fiat Elba) sowie des auf dem Kombi basierenden Kastenwagens Fiat Penny von Brasilien nach Argentinien verlagert. 2000 endete dann die Produktion der kompletten Modellreihe. Während in Argentinien nun die Nachfolgemodelle Fiat Palio und Fiat Siena gebaut wurden, wanderte die Produktion des Uno nach 179.767 gebauten Einheiten nach Brasilien.

Auf den Philippinen schloss Fiat mit dem lokalen Hersteller Francisco Motors ein Joint Venture Namens Italcar Pilipinas Inc. im Jahr 1990. Im Rahmen des Volksautoprogramm der Präsidentin der Philippinen Corazon Aquino, sollte der Fiat Uno von 1992 bis 2000 vor Ort lokal produziert werden. Jedoch war dies für Fiat kein großer Erfolg, denn der Uno war nicht sehr beliebt und die Produktionszahlen fielen bis zum Ende des Vertrages 2000 ständig.

In Südafrika produzierte Nissan den Uno unter Lizenz von 1990 bis 1998. Nachdem Fiat 1998 auf den südafrikanischen Markt zurück kehrte baute Nissan den Uno für Fiat. Kurioserweise stand unter dem Markenzeichen am Heck das Wort unter Lizenz, da ja den Kunden der Uno als Nissan bekannt war. 2006 wurde ein überarbeitetes Modell eingeführt, das nun aus der Produktion in Brasilien stammte und komplett von Fiat vermarktet wurde. Mit der Einstellung der Produktion in Brasilien endete auch der Verkauf in Südafrika.

Die Produktion im Fiat-Werk in Polen lief von 1995 bis 2002, dabei entstanden 173.382 Einheiten des Uno. Hierbei war der Uno mit Airbag und vielen anderen Neuerungen erhältlich.

Nachdem 1996 eine CKD-Bausatz-Produktion mit lokalen indischen Partnern missglückt war – nur 617 statt der 30.000 vereinbarten Autos entstanden, schloss Fiat mit Tata Motors eine zeitlich begrenzte Zusammenarbeit. Tata Motors sollte 1997 mit 600 eigenen Mitarbeitern im Werk Ranjangaon in Pune Bezirk Maharashtra die bereits gelieferten CKD-Bausätze zusammen bauen und bei entsprechender Nachfrage sollte eine eigene Produktion für den Uno entstehen. Erfreute sich der Uno bei Markteinführung großer Beliebtheit, führte die verzögerte Lieferung und abnehmendes Interesse der Händler zu einem massiven Rückgang der Bestellungen. Die 1997 von Tata zusammengebauten Unos wurden zum Teil noch bis 1998 abverkauft und danach das Modell wieder vom Markt genommen.

2001 begann eine CKD-Produktion des Uno durch Raja Motor Co., Ltd. Einzig verfügbarer Motor war ein 1,7-Liter-Dieselmotor. 2004 endete die Produktion und der Verkauf aufgrund Insolvenz des Unternehmens.

SOMACA produzierte den Uno von 1995 bis 2003.

  • Brasilien Uno 1993–2004 / Mille 2005–2013

Die ab 1993 gebaute brasilianische Version hatte kurioserweise die Karosserie des Uno MK II, aber die Innenausstattung des MK I. Bei den brasilianischen Modellen war vor allem die Fahrzeugfront geändert. Sie entsprach der des Fiorino. Das Fahrzeugheck entsprach dem des Uno MK 1. In Brasilien wurde ab 1993 auch ein Motor mit einem Hubraum von 1580 cm³ und 92 PS, sowie ab 1994 ein Uno Turbo 1.4 (1372 cm³ Hubraum) mit 118 PS angeboten. Neben der 5-türigen Variante des Uno wurde auch bereits seit 1977 der technisch und optisch verwandte Fiat Fiorino und der Kastenwagen Uno Furgao in Brasilien produziert. Wie in Brasilien üblich gab es den Uno auch in Ethanol Versionen.

    • Ausstattungsvarianten:
      • Uno Mille Clip 1.0 i.e. (994 cm³, 35 kW / 48 PS)
      • Uno Mille 1.3 CS, S, SX (1297 cm³, 43 kW / 58 PS)
      • Uno Mille 1.3 Fire Flex (1242 cm³, 51 kW / 70 PS und 52 kW / 71 PS bei Ethanolbetrieb)
      • Uno Mille Clip 1.4 i.e. (1372 cm³, 51 kW / 69 PS)
      • Uno Mille Clip 1.7 D (1697 cm³, 42 kW / 57 PS)

Bereits seit 1990 gab es eine Sparversion des Uno als Uno Mille mit 1,0-Liter-Benzinmotor mit 32 kW (44 PS). 2000 mit der Einstellung der Produktion des 3-türigem Uno in Argentinien und Verlagerung nach Brasilien verfügte der Motor nun über 35 kW (48 PS). Ab 2005 entfiel in Brasilien die Bezeichnung Uno. Der nun nur noch als Fiat Mille bezeichnete Uno erhielt eine Überarbeitung mit neuem Armaturenbrett. Lediglich der 1,0 Liter Benzinmotor mit 35 kW (48 PS), wahlweise weiter auch mit Ethanolbetrieb, war erhältlich. Der Mille Furgao und der Fiorino nur mit 1.3-Fire-Flex-Motor.

Nach Einführung des Fiat Novo Uno fungierte der Mille nur noch als Einsteigermodell. Ursprünglich war geplant den Mille durch eine in der Ausstattung reduzierte Version des Fiat Palio zu ersetzen. Neu im Markt befindliche Modelle wie der Chevrolet Onix und der Hyundai HB 20 aber machten die Notwendigkeit den Fiat Palio selbst durch ein neues Modell zu ersetzen offensichtlich, während gleichzeitig kommende Modelle wie der VW up! oder der Renault kWid unterhalb des Novo Uno Fiat befürchten ließen das Fiat hier Marktanteile verlieren würde. Deshalb entschloss sich Fiat zu einer Neuentwicklung unterhalb des Novo Uno noch vor Produktionsende des Mille. Im Dezember 2013 wurde die Produktion des Mille, Mille Furgao und des Fiorino eingestellt.[3] Der Furgao wird seit 2013 ebenso wie der Fiat Fiorino Furgao auf Basis des Novo Uno produziert. Seit 2016 ersetzt nun der Fiat Mobi den Fiat Mille.

Typ 327[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Fiat Uno (Typ 327)
Typ 327
Fiat Uno 1.4 Way (2010–2014)

Fiat Uno 1.4 Way (2010–2014)

Produktionszeitraum: seit 2010
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren: 1,0–1,4 l
(55–65 kW)
Länge: 3770–3810 mm
Breite: 1636–1656 mm
Höhe: 1480–1555 mm
Radstand: 2376 mm
Leergewicht: 909–1010 kg

Der seit Frühjahr 2010 in Brasilien produzierte Kleinstwagen Typ 327 („Novo Uno“) hat mit dem alten Modell nur den Namen gemeinsam. Er ist mit der zweiten Generation des Fiat Palio (Typ 326) verwandt und wird als drei- und fünftüriges Modell gebaut. Angeboten werden die Ausstattungslinien Vivace (Basisausstattung), Way (Schlechtwegmodell), Attractive (Komfortausstattung) und Sporting (Sportausstattung).

Fiat Uno 1.4 Sporting (2011)

2015 erhielt das Modell ein Facelift.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Lewandowski, Fiat-Automobile: die dynamische Entwicklung eines Weltkonzerns, Südwest-Verlag, München 1989, ISBN 3-517-01157-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fiat Uno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fiat Chisler Plants
  2. Angaben laut Fahrzeugschein
  3. MUITO OBRIGADO, MILLE! fiat.com.br, abgerufen am 15. August 2015.
  4. NOVO UNO 2015 CHEGA COM VISUAL RENOVADO, TECNOLOGIAS INÉDITAS E MUITO MAIS REQUINTE. fiat.com.br, abgerufen am 24. August 2015.