Firmensignet

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Firmensignet Meißner Porzellan: Gekreuzte Schwerter

Das Firmensignet[1] ist das visuelle Zeichen einer Firma oder eines Unternehmens als Marke in grafisch gestalteter Form. Bestehen kann es aus einem grafisch gestalteten Firmenschriftzug (Wortmarke), einem Bildzeichen (Bildmarke) oder einer Kombination der beiden (Wort-Bild-Marke).

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Firmensignet grenzt eine Firma oder ein Unternehmen und damit gekennzeichnete Produkte von anderen gleichartigen visuell ab. Verwendet wird es in der Kommunikation der Firma als Firmenzeichen oder Markenzeichen. Rechtlicher Markenschutz entsteht erst durch Eintragung der Marke bei einem Patent- und Markenamt oder in Einzelfällen durch notorische Bekanntheit der Marke.

Entsprechend seiner Verwendung nennt man ein Firmensignet umgangssprachlich auch Firmenzeichen, Marke, Markenzeichen, Logo, Unternehmenslogo oder Label.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgänger des Firmensignets sind mittelalterliche Hausmarken und Erzeuger- und Urheberzeichen (Signets), z. B. Meister-, Zunft- oder Handelsmarken ab etwa 13 Jh., die familien-, berufs- oder personenbezogen waren. Mit Beginn des 18. Jahrhunderts entstanden nebenher neue Manufakturmarken des Merkantilismus als Herkunftszeichen, die nicht mehr personen-, sondern manufakturbezogen waren. Ende des 18. Jahrhunderts entwickelten sich die ersten rein firmenbezogenen Fabrikmarken des Frühkapitalismus, neu oder hervorgegangen aus z. B. Manufaktur- oder Meistermarken. Die beginnende Industrialisierung ab etwa 1840 führte zur stetigen Zunahme von Fabrik- und Industriemarken und deren Verwendung in der ebenfalls aufkommenden Printwerbung. Das 1894 verabschiedete „deutsche Warenzeichengesetz“ ermöglichte die Entwicklung des modernen Markenwesens und der modernen Firmensignete des 20./21. Jahrhunderts.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claudius Kohrt: Die Bedeutung der Markierung bei der Wahl zwischen Hersteller- und Handelsmarke aus Konsumentensicht. Diplomica Verlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-8366-5174-5.
  • Annemarie Meiner: Das deutsche Signet - Ein Beitrag zur Kulturgeschichte - Geschichte des deutschen Signets. In: Zeitschrift des deutschen Vereins für Buchwesen und Schrifttum. Leipzig 1922.
  • Umberto Eco: Zeichen - Einführung in einen Begriff und seine Geschichte. Edition Suhrkamp, 1977, ISBN 3-518-10895-6.
  • Umberto Eco: Einführung in die Semiotik. Fink, München 1972, ISBN 3-7705-0633-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duden Eintrag – Signet Abgerufen am 31. Mai 2012.
  2. Dissertation, Die Macht der Marken – Geschichte und Gegenwart. Universität Regensburg Oktober 2001. Abgerufen am 31. Mai 2012.