Fließspannung

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Die Fließspannung beschreibt die erforderliche anliegende äußere (wahre) Spannung zum Erreichen und Aufrechterhalten des plastischen Fließens bei einachsigem Spannungszustand eines Werkstoffes. Die Fließspannung in einem Volumen nimmt in der Regel mit steigender Temperatur ab. Ausnahmen bilden einige intermetallische Verbindungen, bei denen ein Anstieg der Fließspannung mit steigender Temperatur beobachtet wird. Dies wird auch als Fließspannungsanomalie bezeichnet. Die Fließspannung wird bei der Bestimmung des Formänderungswiderstandes verwendet und in der Einheit Pascal (Pa) – also N/m2 – angegeben.

Die Fließspannung ist eine Funktion

Die Parameter beeinflussen sich gegenseitig und sind in der Regel werkstoffabhängig.

Hypothesen für die Ermittlung der einachsigen Fließspannung aus dem Spannungstensor wurden beispielsweise durch Tresca oder von Mises formuliert.

Johnson-Cook-Gleichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Johnson-Cook-Gleichung[1] beschreibt die Abhängigkeit der Fließspannung von der Dehnung , der Dehnrate und der Temperatur für einen gewissen Werkstoff.

, , , & sind Werkstoffspezifische Erfahrungswerte. . ist die Schmelztemperatur des Werkstoffes und ist die Umgebungstemperatur ().

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hensel, Spittel: Kraft- und Arbeitsbedarf bildsamer Formgebungsverfahren. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1978.
  • Hinkfoth: Massivumformung. Wissenschaftsverlag MAINZ, Aachen 2003, ISBN 3-86130-184-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gordon R. Johnson, William H.Cook: A constitutuve model and data for metals subjected to large strain rates and high temperatures. In: Proceedings of the seventh international symposium on ballistics. Den Haag, Niederlande 1983, S. 541–547.