Flugplatz Legnica

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Flugplatz Legnica
Flugplatz Legnica (Polen)
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Kenndaten
ICAO-Code EPLE
Koordinaten

51° 10′ 57″ N, 16° 10′ 40″ OKoordinaten: 51° 10′ 57″ N, 16° 10′ 40″ O

124 m (407 ft) über MSL
Basisdaten
Eröffnung 1935
Betreiber SAG Legnica

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i8 i10 i12 i14

BW

Der Flugplatz Legnica ist ein Flugplatz in der heute polnischen Stadt Legnica (deutsch: Liegnitz) in Niederschlesien. Er war von 1935 bis 1945, als Fliegerhorst Liegnitz, ein Fliegerhorst der Luftwaffe der Wehrmacht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem in diesem Bereich schon im Ersten Weltkrieg ein Flugbetrieb mit Luftschiffen durchgeführt wurde, lag die Fläche danach 15 Jahre lang brach. Erst 1935 begann der Aufbau des Fliegerhorstes Liegnitz. Die Start- und Landebahn hatte einen Grasuntergrund. Im Norden des Fliegerhorstes schlossen sich vier große Flugzeughangars und ein mittlerer Reparaturhangar an. In der Nordostecke waren weitere zwei große Hangars. Hier befanden sich auch weitere Wirtschafts- und Unterkunftsgebäude. Als erste fliegende Einheit war hier, ab April 1937, die IV. (Ergänzungs-) Gruppe des Kampfgeschwaders 153 stationiert. Auch waren hier von 1939 bis 1944 verschiedene Flugzeugführerschulen untergebracht.

Die folgende Tabelle zeigt eine Auflistung aller fliegender aktiver Einheiten (ohne Schul- und Ergänzungsverbände) der Luftwaffe die hier zwischen 1937 und 1945 stationiert waren.

Von Bis Einheit[1]
April 1937 Oktober 1938 IV./KG 153 (IV. Gruppe des Kampfgeschwaders 153)
August 1938 Oktober 1938 2., 3./JG 131 (2. und 3. Staffel des Jagdgeschwaders 131)
Mai 1939 Oktober 1939 Stab, I., II./KG 2
August 1939 September 1939 Stab, IV./KG z. b. V. 1 (IV. Gruppe des Kampfgeschwaders z. b. V. 1 (Transportflieger))
August 1939 September 1939 Aufkl.St./Fliegerdivision 7 (Aufklärungsstaffel der 7. Fliegerdivision)
Februar 1941 Februar 1941 III./KG 53

Am 22. März 1945 besetzten sowjetische Truppen das Gelände des Fliegerhorstes.

Zur Zeit des Kalten Krieges war Legnica der wichtigste Standort der Sowjetarmee in Polen und es war eine wichtige Schaltzentrale des Warschauer Pakts. Hier befanden sich der Stab der Nordgruppe der Truppen der Sowjetarmee – bis zur Verlegung nach Warschau und Świdnica 1984 – sowie das Oberkommando der Westrichtung des Warschauer Pakts, außerdem die 4. Luftarmee der sowjetischen Luftstreitkräfte. Von hier aus brachen die sowjetischen Truppen im August 1968 in die Tschechoslowakei auf. „Klein Moskau“ erstreckte sich über ein Drittel der Stadtfläche. Der Abzug der russischen Truppen war bis zum 15. September 1993 abgeschlossen. Inzwischen ist er ein reiner Zivilflugplatz.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935-45 Germany (1937 Borders), S. 394–396, abgerufen am 7. September 2014.