Flugplatz Lubin

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Flugplatz Lubin
Flugplatz Lubin (Polen)
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Kenndaten
ICAO-Code EPLU
Koordinaten
51° 25′ 25″ N, 16° 11′ 41″ OKoordinaten: 51° 25′ 25″ N, 16° 11′ 41″ O
156 m (512 ft.) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 3 km nördlich von Lubin
Basisdaten
Eröffnung 1936
Betreiber Aeroklub Zagłębia Miedziowego
Start- und Landebahnen
13/31 1000 m × 30 m Beton
11/29 1100 m × 200 m Gras

Der Flugplatz Lubin ist ein Flugplatz in der heute polnischen Stadt Lubin (deutsch Lüben) in der Woiwodschaft Niederschlesien. Er war von 1936 bis 1945, als Fliegerhorst Lüben, ein Fliegerhorst der Luftwaffe der Wehrmacht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fliegerhorst Lüben wurde 1936 zuerst als Landeplatz angelegt und 1939 zum Einsatzhafen I erweitert. Die Start- und Landebahn hatte einen Grasuntergrund.

Im Norden des Fliegerhorstes befanden sich ein großer und zwei mittlere Flugzeughangars. Um die Hangars herum gruppierten sich verschiedene Funktions- und Werkstattgebäude. In der Nordwestecke waren weitere Baracken aufgestellt. Als erste fliegende Einheit war hier, ab April 1937, die IV./KG z. b. V. 1, mit ihren Junkers Ju 52, stationiert. Auch waren hier von 1940 bis 1944 verschiedene Flugzeugführerschulen untergebracht.

Die folgende Tabelle zeigt eine Auflistung aller fliegender aktiver Einheiten (ohne Schul- und Ergänzungsverbände) der Luftwaffe die hier zwischen 1939 und 1945 stationiert waren.

Von Bis Einheit[1]
September 1939 September 1939 IV./KG z. b. V. 1 (IV. Gruppe des Kampfgeschwaders zur besonderen Verwendung 1)
Februar 1941 Juni 1941 III./KG 53
Oktober 1944 Oktober 1944 I./SG 1 (I. Gruppe des Schlachtgeschwaders 1)

Am 28. Januar 1945 besetzten Verbände der 1. Ukrainischen Front das Gelände des Fliegerhorstes, das anschließend als Frontflugplatz für Jagdverbände der sowjetischen Luftstreitkräfte diente. Im Februar des Jahres operierte von dort aus das mit La-7 ausgerüstete 2. Gardejagdfliegerregiment. Ihm folgte im März das 5. Gardejagdfliegerregiment mit La-5. Nach Kriegsende wurde der Platz eine zeitlang nicht fliegerisch genutzt und diente als Übungsgelände. Erst in den 1960er Jahren wurde er seinem ursprünglichen Verwendungszweck zugeführt.[2] Inzwischen ist er ein reiner Zivilflugplatz.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935-45 Germany (1937 Borders), S. 409, abgerufen am 23. September 2014.
  2. Stefan Büttner: Rote Plätze. Russische Militärflugplätze Deutschland 1945–1994. Fliegerhorste–Aerodorme–Militärbrachen. Hrsg.: Lutz Freundt. AeroLit, Berlin 2007, ISBN 978-3-935525-11-4, S. 21.