Foursquare

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur gleichnamigen Kirche siehe International Church of the Foursquare Gospel.
Foursquare
Logo
foursquare.com
Beschreibung Soziales Netzwerk (Internet)
Registrierung ja
Sprachen Englisch, je nach App auch Deutsch, Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch, Japanisch
Eigentümer Foursquare Labs, Inc.
Urheber Dennis Crowley,

Naveen Selvadurai

Erschienen 11. März 2009
Mitglieder 20 Mio. (April 2012)[1]

Foursquare ist ein standortbezogenes soziales Netzwerk, welches hauptsächlich durch Software für Mobiltelefone und Smartphones funktioniert.

Der Dienst nutzt dabei die GPS-Fähigkeit der Geräte, um den aktuellen Standort der Benutzer festzustellen. Benutzer können daraufhin an den Standorten „einchecken“, wahlweise via der Webseite von Foursquare, mittels SMS, oder mit gerätespezifischen Programmen (Apps), welche unter anderem für Android, BlackBerry, iOS, Palm, PlayStation Vita, Symbian[2], webOS, bada und Windows Phone verfügbar sind.

Geschichte[Bearbeiten]

Foursquare wurde 2009 von Dennis Crowley und Naveen Selvadurai gegründet. Crowley hatte zuvor das ähnliche Projekt Dodgeball als Teil seines Studiums an der New York University gegründet. Dieses wurde 2005 von der Google Inc. gekauft und 2009 eingestellt und durch Google Latitude ersetzt.[3] Die Interaktion mit Benutzern war in Dodgeball rein auf SMS basiert, während Foursquare vor allem internetbasiert durch spezielle Apps verwendet wird.

Mitbewerber Facebook führte mit Places ebenfalls die Möglichkeit ein, an Standorten einzuchecken, und bietet damit eine Alternative zu Foursquare, allerdings ohne den Ansporn mittels Abzeichen und „Bürgermeistertum“.

Funktionen[Bearbeiten]

Foursquare ist eine Web- und Mobiltelefon-App, die es registrierten Benutzern ermöglicht, sich mit Freunden zu verbinden und ihren aktuellen Standort bekanntzugeben. Für jeden Check-In werden Punkte verliehen, und der Nutzer kann seinen aktuellen Standort auf Twitter und Facebook veröffentlichen.

Benutzer können außerdem eine persönliche „To-Do-Liste“ erstellen oder öffentliche Tipps über Standorte mit anderen Benutzern austauschen, was beispielsweise zur Empfehlung von Restaurants genutzt wird. Hält ein Benutzer die meisten Check-Ins an einem Standort, so wird er zum Bürgermeister (Mayor) des Standorts.

Gelegentlich erhält der Benutzer Abzeichen („Badges“) für Check-Ins. Die Anforderungen, um diese Abzeichen zu erhalten, sind je nach Abzeichen unterschiedlich, so gibt es beispielsweise Abzeichen für besonders häufiges Besuchen eines Standortes, regelmäßige Besuche oder einmalige Besuche an besonderen Standorten.

Seit einiger Zeit bietet Foursquare außerdem die Möglichkeit, Orte (indirekt) zu bewerten. Dabei erhält jedes Geschäft oder andere Sehenswürdigkeit einen sogenannten Score (Wert) zwischen 1 und 10, der die Beliebtheit auf Basis von Zustimmungen und Check-Ins signalisiert. Über den genauen Algorithmus zur Berechnung macht Foursquare keine Angaben, jedoch beurteilen Experten die Funktion als direkten Angriff auf Qype oder Yelp.[4]

Kritik[Bearbeiten]

Wie viele andere Apps sammelt auch Foursquare persönliche Daten, ohne den Nutzer darüber zu informieren. Dies ist insbesondere beim Betriebssystem Android problematisch; dort muss man dem Programm, um es überhaupt zu nutzen, das Recht einräumen, die Adressdaten auf dem Smartphone von der App auslesen und an den Foursquare-Server senden zu lassen.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Foursquare Tops 20 Million Users
  2. Nelisquare für Symbian. Abgerufen am 14. Juli 2011.
  3. dodgeball.com officially Google'd. In: TechCrunch. 18. Oktober 2006, abgerufen am 11. November 2012.
  4. Lars Budde: Foursquare macht mit neuer Bewertungs-Funktion Qype Konkurrenz. In: t3n Magazin. 6. November 2012, abgerufen am 11. November 2012.
  5. Achim Barczok: Stille Post. Was Android-Geräte nach Hause funken, in c't 5/2014, abgerufen am 14. Februar 2014

Weblinks[Bearbeiten]