Franz Podezin

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Franz Podezin (* 1911 in Wien; † um 1995) war in der Marktgemeinde Rechnitz im Burgenland der NSDAP-Ortsgruppenführer, SS-Sturmscharführer und Leiter der örtlichen Gestapo-Dienststelle.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Podezin gilt als der Hauptverantwortliche für das am 24. und 25. März 1945 durchgeführte Massaker von Rechnitz.[1][2]

Nach einem Bericht im Süddeutsche Zeitung Magazin tauchte Podezin nach dem Krieg 1945 in der westlichen Besatzungszone unter, wo er später als Agent in der DDR arbeitete. Er kehrte zurück in den Westen und lebte bis 1963 in Kiel als unauffälliger Versicherungsangestellter. Als die Staatsanwaltschaft Dortmund 1963 ein Verfahren wegen mehrfachen Mordes gegen ihn eröffnete, floh er nach Dänemark und von dort in die Schweiz, wo er von einem Hotel in Basel aus Margit von Batthyány und den ehemaligen Batthyány'schen Gutsverwalter Hans Joachim Oldenburg erpresste. Zuletzt gesehen wurde Podezin in Johannesburg, Südafrika, wo er Untermieter von Josef Helmut Hansel war und unweit von Alexandra wohnte. Die Firma Hytec, für die er in Südafrika tätig war, soll heute noch mit Thyssen-Krupp zusammenarbeiten. Podezin starb Mitte der Neunzigerjahre.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.refugius.at/zip/anklageschrift.pdf (Memento vom 13. April 2015 im Internet Archive)
  2. http://www.signandsight.com/features/1591.html
  3. http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33506/7/1