Franziska Groszer

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Franziska Liselotte Groszer (eigentlich Großer; * 1944 in Berlin-Friedrichshagen) ist eine deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groszer wuchs in Ost-Berlin auf. Sie heiratete Gert Großer, dessen Mutter Lucie Großer (1914–1997) 1945 mit dem Altberliner Verlag Lucie Groszer den ersten Kinderbuchverlag nach Kriegsende gegründet hatte.

Sie studierte Germanistik und Kunsterziehung. Im Herbst 1969 gründete sie mit ihrem damaligen Mann Gert sowie Erika Berthold, einer Tochter von Lothar Berthold, dem Leiter des Instituts für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, und Frank Havemann, einem Sohn Robert Havemanns, in der Friedrichshainer Samariterstraße die Kommune 1 Ost.[1] Nach der ersten öffentlichen Lesung erhielt sie Veröffentlichungsverbot und Auftrittsverbot und wurde schließlich 1977 aus der DDR ausgebürgert.

In der Bundesrepublik arbeitete sie als Lektorin, Setzerin und als Leiterin des Literaturbüros Unna. Sie veröffentlicht Erzählungen, Jugendromane und Kinderbücher und ist zudem als Übersetzerin tätig.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christina Onnasch: 1968 in der DDR: Experiment „Kommune 1 Ost“, in: Mitteldeutsche Zeitung, 14. August 2008.
    Karsten Krampitz: Die Ost-Kommune, in: Berliner Zeitung, 26. Mai 2007
    Ute Kätzel: Kommune 1 Ost, in: Der Freitag, 20. Dezember 2002.
    Karsten Krampitz: Jugendrevolten in der DDR: „Mehr Bier, Mann!“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 2010.