Gynaikokratie

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Gynaikokratie (griechisch γυνή gyné „Frau“ und -kratie) wurde von Johann Jakob Bachofen, Verfasser des „Mutterrechts“ (1861) als Gynäkokratie in die Wissenschaft eingeführt. Bachofen entwarf eine – heute verworfene – Theorie der drei Entwicklungsstufen der Menschheit: die hetärische Gynäkokratie (Hetärismus), die eheliche Gynäkokratie und das Vaterrecht.

Verwirrung wurde durch die Tatsache gestiftet, dass Bachofen mutterrechtliche Sitten und Gebräuche manchmal – aber nicht immer – unter „Gynäkokratie“ subsumierte, was suggerieren kann, dass keine Gesellschaft weiblich-orientierte Traditionen entwickeln könne, wenn sie nicht von Frauen regiert werde.

In der Übersetzung seines Werkes ins Englische (Ausgabe Bachofen 1967) wurde Gynäkokratie ungenau mit „matriarchy“ (englisch für „Matriarchat“) übersetzt. Dies führte zu Fehlinterpretationen, die sich bis heute im Matriarchatsdiskurs fortsetzen. Bachofen hat den Begriff „Matriarchat“ in seinen Schriften nicht verwendet.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heide Wunder: Gynäkokratie. Auf der Suche nach einem verloren gegangenen Begriff der frühneuzeitlichen politischen Sprache [1]