Fravitta

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Flavius Fravitta (Fravitus; † um 402/03) war ein spätantiker römischer Heermeister (magister militum) gotischer Abstammung.

Der adlige Fravitta gehörte zu den Goten, die von Kaiser Theodosius I. 382 an der unteren Donau als Foederaten angesiedelt wurden. Er war damals wohl noch ein junger Mann, aber schon Stammesführer. Als 391 einige Goten rebellierten, hielt Fravitta zu den Römern und kämpfte gegen Eriulf, der sich gegen Rom erhoben hatte. Anders als viele andere „barbarische“ Generäle germanischer Abstammung blieb Fravitta sein Leben lang dem römischen Staat gegenüber loyal, obwohl er im Laufe der Zeit auch gegen alte Stammesgenossen kämpfen musste. So war er auch mit einer Römerin verheiratet und trat für eine Assimilierung der Goten im Römischen Reich ein.

Wohl 395 wurde er zum magister militum ernannt und kämpfte im Osten gegen Räuber. Im Jahr 400 rettete er Kaiser Arcadius, indem er die Rebellion Gainas’ niederschlug und wieder für Ordnung in Thrakien sorgte. Als Belohnung wurde ihm erlaubt, weiterhin seine heidnischen Kultpraktiken auszuüben. 401 bekleidete er das Konsulat, wurde aber kurz darauf in die Machtkämpfe am Kaiserhof in Konstantinopel verstrickt, ungerechtfertigterweise des Verrats angeklagt und schließlich hingerichtet.

Literatur[Bearbeiten]