Freier Verband Deutscher Zahnärzte

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Freier Verband Deutscher Zahnärzte
(FVDZ)
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1955
Sitz Bonn
Vorläufer Notgemeinschaft Deutscher Zahnärzte
Vorsitz Harald Schrader
Geschäftsführung Heinrich Bolz
Mitglieder 19.000 (2019)
Website www.fvdz.de

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein hat nach eigenen Angaben über 19.000 Mitglieder (Stand 2019),[1] bei einer Gesamtanzahl von 95.189 Zahnärzten (Stand 2018).[2] Anfang der 1970er Jahre war noch etwa ein Drittel aller Zahnärzte in Deutschland im FVDZ organisiert. Inzwischen hat sich die Zahl auf ein Fünftel reduziert. Der Berufsverband ist in Landesverbänden, Bezirks- und Kreisgruppen organisiert. Die Hauptversammlung bildet das Verwaltungsorgan des Verbands. Sie besteht aus den Delegierten der Landesverbände und tritt mindestens einmal im Jahr zusammen. Aus den Reihen der Delegierten wird alle zwei Jahre der Bundesvorstand gewählt. Der Bundesvorstand besteht aus den Landesvorsitzenden und dem geschäftsführenden Vorstand, der sich aus dem Bundesvorsitzenden und zwei Stellvertretern zusammensetzt. Bundesvorsitzender ist seit 10. Oktober 2015 Harald Schrader.[3]

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FVDZ vertritt als Berufsverband die beruflichen Interessen der Zahnärzteschaft. Darüber hinaus bietet der FVDZ unter anderem Kongresse, Seminare und Rechtsberatung an. Die Nachwuchsarbeit umfasst Angebote für Studenten, Berufseinsteiger und neu Niedergelassene. Der Freie Verband gibt zahlreiche Fachpublikationen heraus, unter anderem die monatlich erscheinende Verbandszeitschrift Der Freie Zahnarzt.

Das Studierendenparlament (StuPa) des FVDZ besteht aus Studierenden der Zahnmedizin, die sich ehrenamtlich im Freien Verband Deutscher Zahnärzte engagieren. Hauptfunktion der Parlamentarier ist es, eine studentische Meinung in die Arbeit des Freien Verbandes und somit des Bundesvorstands einfließen zu lassen. Der FVDZ hat damit auch an den Universitäten Ansprechpartner.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband ging aus der 1955 von Wolfgang Mzyk gegründeten Notgemeinschaft Deutscher Zahnärzte hervor, seit 1957 trägt der FVDZ seinen heutigen Namen.

Zahnmedizin und Zahnärzte im Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des gemeinsamen Forschungsprojektes „Zahnmedizin und Zahnärzte im Nationalsozialismus“ von Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV), Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) in Kooperation mit dem Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der RWTH Aachen und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wurde seit September 2016 die Rolle der Zahnheilkunde im NS-Regime systematisch aufgearbeitet. Die Ergebnisse wurden am 28. November 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt.[5]

Vorsitzende des FVDZ, die Mitglieder der NSDAP waren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorsitzende des FVDZ und der Vorgängerorganisationen, die Mitglieder der NSDAP waren:[6]

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 vereinbarte der FVDZ eine Kooperation mit dem neugegründeten ostdeutschen Unabhängigen Deutschen Zahnärzteverband (UDZ). Im selben Jahr schlossen sich beide Verbände zusammen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bekanntmachung der öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern – Abgerufen am 5. Oktober 2019
  2. Bundeszahnärztekammer Statistik Zahnärzte 2017
  3. Neuer FVDZ-Bundesvorstand ist komplett (Memento des Originals vom 17. Januar 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fvdz.de, Pressemeldung des FVDZ vom 10. Oktober 2015. Abgerufen am 12. Oktober 2015.
  4. Studierendenparlament
  5. [1]
  6. Dominik Groß, Dossier 5: Der Anteil der NSDAP-Mitglieder unter den führenden zahnärztlichen Standespolitikern der Nachkriegszeit. Abgerufen am 19. Dezember 2019