Friedensfolge

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Das abgegangene Vorwerk Friedensfolge südsüdöstlich von Passow auf dem Urmesstischblatt 2850 von 1827

Friedensfolge war ein Vorwerk südsüdöstlich von Passow im Landkreis Uckermark (Brandenburg). Es wurde um/vor 1816 aufgebaut und ist wohl erst nach dem Zweiten Weltkrieg abgegangen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Vorwerk Friedensfolge lag südsüdöstlich von Passow bzw. südwestlich von Herrenhof bzw. nördlich von Hohenlandin. Von den Gebäuden haben sich oberirdisch keine Reste erhalten. Das Areal des früheren Vorwerks ist mit Büschen bewachsen (Lage hier Welt-Icon) und liegt heute im südlichen Zipfel der Gemarkung von Passow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um/vor 1816 errichteten die von Di(e)ringshofen (auch Düringshofen) auf dem Rittergut Passow südlich von Passow, östlich von Schönermark und nördlich von Hohenlandin ein Vorwerk, das mit Genehmigung der Regierung in Potsdam den Namen Friedensfolge erhielt.[1] Im Ortschafts=Verzeichniß des Regierungs=Bezirks Potsdam nach der neuesten Kreiseintheilung vom Jahre 1817 ist es bereits aufgelistet, aber noch ohne Einwohner.[2] 1819 wird das Wohngebäude als Familienhaus mit vier Stuben beschrieben. Im Urmesstischblatt 2850 Passow von 1827 ist das Vorwerk Friedensfolge am Passower Tanger eingezeichnet.

Die Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Potsdam und der Stadt Berlin von 1841 (Stand: 1840) verzeichnet hier ein Wohnhaus mit 12 Bewohnern.[3] 1852 sind 14 Einwohner genannt.[4] Für 1860 sind dann ein Wohnhaus und zwei Wirtschaftsgebäude genannt. Auf dem Vorwerk wohnten 12 Menschen.[5] Nach dem Historischen Ortslexikon für Brandenburg Teil VIII Uckermark existierte das Vorwerk 1931 noch. Wann es abgegangen ist, ist nicht bekannt.

Besitzverhältnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Passow war seit Mitte des 18. Jahrhunderts im Vollbesitz der von Diringshofen (auch Dieringshofen oder Düringshofen). Die Anlage des Vorwerks Friedensfolge erfolgte durch den Besitzer des Ritterguts in Passow Ludwig August von Diringshofen. Er war Kreisdeputierter und richtete später einen Hausfideikommiß ein.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Potsdam, Jahrgang 1817, 1. Stück, vom 3. Januar 1817, S. 8.
  2. Ortschafts=Verzeichniß des Regierungs=Bezirks Potsdam nach der neuesten Kreiseintheilung vom Jahre 1817, mit Bemerkung des Kreises, zu welchem der Ort früher gehörte, der Qualität, Seelenzahl, Confession, kirchlichen Verhältnisse, Besitzer und Addreß-Oerter nebst alphabethischem Register. Georg Decker, Berlin 1817 (ohne Paginierung) Online bei Google Books.
  3. August von Sellentin: Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Potsdam und der Stadt Berlin: Aus amtlichen Quellen zusammengestellt. 292 S., Verlag der Sander'schen Buchhandlung, 1841 Zentral- und Landesbibliothek Berlin: Link zum Digitalisat (S. 48).
  4. Eduard Messow: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats oder: Alphabetisches Verzeichniß sämmtlicher Städte, Flecken, Dörfer, Rittergüter, Vorwerke, Mühlen, oder sonstiger bewohnter Anlagen, Fabriken und Grundstücke, welche einen eigenen Namen führen, mit genauer Bezeichnung der letzern; ferner: Angabe der Provinz, des Regierungsbezirks, des Kreises und der Bürgermeisterei; der Unter- und Ober-Gerichtsbehörden; des Landwehr-Bataillons, Regiments und der Landwehr-Brigade; der Pfarrkirche, oder des Kirchspiels; der Anzahl der Feuerstellen und Seelen jedes Orts; der dem Ort zunächst liegenden Post-Anstalt nebst deren Eigenschaft, und endlich der Zoll- und Steuer-Behörden. 462 S.,Verlag von Gebrüder Baensch, 1854, S. 210.
  5. Richard Boeckh: Ortschafts-Statistik des Regierungs-Bezirks Potsdam mit der Stadt Berlin. 276 S., Verlag von Dietrich Reimer, Berlin, 1861, S. 44 (unter Passow).

Koordinaten: 53° 7′ N, 14° 8′ O