Brandenburg

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Dieser Artikel behandelt das Land Brandenburg. Für die Stadt siehe Brandenburg an der Havel. Für weitere Bedeutungen siehe Brandenburg (Begriffsklärung)
Land Brandenburg
Flagge Brandenburgs
Landesflagge
Berlin Bremen Bremen Hamburg Niedersachsen Bayern Saarland Schleswig-Holstein Brandenburg Sachsen Thüringen Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Schweiz Bodensee Österreich Luxemburg Frankreich Belgien Tschechien Polen Niederlande Dänemark Bornholm (zu Dänemark) Stettiner Haff Helgoland (zu Schleswig Holstein) Nordsee OstseeKarte
Über dieses Bild
Brandenburgischer Adler
Landeswappen
Basisdaten
Sprache: Deutsch, Niedersorbisch,[1] Niederdeutsch[2][3]
Landeshauptstadt: Potsdam
Fläche: 29.654,16 km²
Gründung: 3. Oktober 1990
Schulden: 20,336 Mrd. EUR (31. Dez. 2015)[4]
ISO 3166-2: DE-BB
Website: brandenburg.de
Bevölkerung
Einwohnerzahl: 2.484.826 (31. Dezember 2015)[5]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner pro km²
Arbeitslosenquote: 7,7 % (Juni 2016)[6]
Politik
Regierungschef: Ministerpräsident
Dietmar Woidke (SPD)
Regierende Parteien: SPD und Linke
Sitzverteilung im Landesparlament:
       
Von 88 Sitzen entfallen auf:
Letzte Wahl: 14. September 2014
Nächste Wahl: 2019
Bundesrats­stimmgewicht: 4
Brandenburg, administrative divisions - de - colored.svg
Administrative Gliederung Brandenburgs:
14 Landkreise und 4 kreisfreie Städte, bestehend aus 417 Kommunen

Brandenburg Zum Anhören bitte klicken! [ˈbʁandənˌbʊɐ̯k] (niedersorbisch Bramborska;[1] niederdeutsch Brannenborg;[7] umgangssprachlich die Mark) ist ein Land im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland. Amtssprache ist Deutsch. Die Landeshauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Potsdam.

Brandenburg umschließt in seinem Zentrum das Land Berlin und bildet mit diesem gemeinsam die europäische Metropolregion Berlin-Brandenburg, in der rund 6 Millionen Einwohner leben. Mehr als ein Drittel der Fläche Brandenburgs wird von Naturparks, Wäldern, Seen und Wassergebieten eingenommen.

Als Gründungsjahr der Mark Brandenburg gilt 1157, in dem sich der Askanier Albrecht der Bär mit der Rückeroberung der Brandenburg das Gebiet aneignete und es zum Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches machte. Von 1415 bis 1918 stand die Region unter der Herrschaft der Hohenzollern. Von 1701 bis 1946 entwickelte sich die Mark zum Kernland Preußens. Die 1815 geschaffene Provinz Brandenburg bestand bis 1947. Danach wurde auf dem Gebiet das erste Land Brandenburg errichtet und in der DDR auf verschiedene Bezirke aufgeteilt. Als Land der Bundesrepublik Deutschland gründete sich Brandenburg 1990 wieder neu.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fünf-Seen-Blick in der Uckermark im Nordosten des Landes Brandenburg

Das Land Brandenburg liegt im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland. Es grenzt im Süden an Sachsen, im Westen an Sachsen-Anhalt, im Nordwesten an Niedersachsen, im Norden an Mecklenburg-Vorpommern sowie im Osten an die Republik Polen. Brandenburg ist mit einer Gesamtfläche von 29.654 km² das nach der Fläche fünftgrößte Land Deutschlands und mit einer maximalen Nord-Süd-Ausdehnung von 291 km und einer Ost-West-Ausdehnung von 244 km gleichzeitig das größte der neuen Länder. Das Kerngebiet Brandenburgs wird noch mit dem historischen Namen Mark Brandenburg bezeichnet.

Die Länder Berlin und Brandenburg bilden wirtschaftsgeografisch in ihrer Gesamtheit die europäische Metropolregion Berlin/Brandenburg. In dem auch Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg genannten Ballungsraum leben etwa sechs Millionen Einwohner.[8] Die Agglomeration Berlin mit 4,4 Millionen Einwohnern, dessen engerer Verflechtungsraum um Berlin als „Speckgürtel“ bekannt ist, umfasst Berlin und Teile Brandenburgs. Dies entspricht der für Brandenburg typischen Ausrichtung der Infrastruktur wie Autobahnen und Hauptbahnstrecken auf die inselförmig im Land gelegene Bundeshauptstadt Berlin.

Außerhalb der größeren Städte wie Brandenburg an der Havel im Westen, Frankfurt (Oder) im Osten und der nach Potsdam einwohnerreichsten Stadt Cottbus im Süden ist das Land relativ dünn besiedelt. Den Süden des Landes bilden die Niederlausitz, kleine Teile der Oberlausitz und das Elbe-Elster-Land. Zum Land Brandenburg gehören westlich das Havelland, südlich von Berlin der Teltow und nordöstlich der Barnim. An den Grenzen liegen im Norden die Oberhavel, im Nordwesten die Prignitz, im Nordosten die Uckermark, im Osten das Oderbruch und im Südwesten der Fläming.

Geologie und Böden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tagebau Rüdersdorf im Winter

Das Land Brandenburg liegt im Norddeutschen Tiefland und wurde an der Erdoberfläche entscheidend durch die wiederholten Vorstöße des skandinavischen Inlandeises während des Eiszeitalters geprägt. Es stehen daher fast ausschließlich eiszeitliche und nacheiszeitliche Ablagerungen an. Am weitesten verbreitet sind Geschiebemergel und Schmelzwassersande. Typisch für die Oberflächenformung sind die Elemente der glazialen Serie.

Aufgrund der Vielgestaltigkeit, der eiszeitlichen Ablagerungen in Brandenburg sind die daraus entstandenen Bodengesellschaften sehr heterogen. Ihre Ertragsfähigkeit reicht von extrem nährstoffarm und unfruchtbar bis hin zu sehr fruchtbar. Dennoch überwiegen flächenmäßig, vor allem im mittleren und südlichen Brandenburg, die nährstoffarmen Sandböden, die dem Land sein charakteristisches Gepräge geben.

Brandenburg gilt besonders im Süden als Rohstofflieferant, entlang des Lausitzer Grenzwalls befinden sich große Braunkohlelagerstätten, im Südosten um Spremberg wurden tiefe Kupferlagerstätten gefunden. In der Fläche wird vereinzelt Erdöl nachgewiesen.[9]

Landschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaften Brandenburgs

Die wesentlichen Großlandschaften Brandenburgs sind von Nord nach Süd der Baltische beziehungsweise Nördliche Landrücken, die Zone der Platten und Urstromtäler sowie der Südliche Landrücken.

Auf beiden Landrücken werden Höhen über 100 m erreicht. Dem Südlichen Landrücken, der von den Harburger Bergen bis nach Polen (Katzengebirge) reicht, werden in Brandenburg der Fläming und seine östliche Fortsetzung, der Lausitzer Grenzwall mit dem Muskauer Faltenbogen zugerechnet. Er ist im Durchschnitt höher als der Baltische Landrücken. Jener erstreckt sich von Jütland bis zum Baltikum. Zu ihm gehört die Mecklenburgische Seenplatte, die bis nach Brandenburg hineinragt. In dieser Seenplatte entspringen die Flüsse Havel, Rhin und Dosse. Im Südosten mit dem Lausitzer Urstromtal und Nordosten mit tief liegenden Teilen der Uckermark reicht Brandenburg über die erwähnten Höhenzüge hinaus.

Zwischen den Landrücken liegt das Gebiet der mittelbrandenburgischen Platten und Urstromtäler. Ausgedehnte Niederungen wie das Rhinluch, das Havelländische Luch und die Seenkette der mittleren Havel grenzen die inselartig daraus aufragenden Platten wie Barnim, Nauener Platte und die Ländchen voneinander ab. Das Niveau der Urstromtäler und der zugehörigen Nebentäler zeigt ein geringes Gefälle von Südost nach Nordwest. Es reicht von etwa 60 m an der Neiße bis unter 20 m an der Havelmündung. Die durchschnittliche Höhe der Platten nimmt von Ost nach West von über 100 m an der Oder auf 40 m bis 50 m im Westen ab. Besonders tief liegt das Odertal im Nordosten fast auf Niveau des Meeresspiegels.

Landschaftlich fällt der Unterschied zwischen dem Altmoränen- und dem Jungmoränenland auf. Während es im Süden und in der Prignitz nahezu keine natürlichen Seen gibt, ist das jung vergletscherte Gebiet seenreich. Es gibt regionale Unterschiede. Viele hoch gelegene Grundmoränengebiete, wie der Barnim oder das Land Lebus sind seenarm. Andererseits sind Gebiete wie Teile der westlichen Uckermark, in denen es großflächiger Verschüttung und Konservierung von Toteisblöcken gab, seenreich.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadiagramm von Potsdam

Das Land Brandenburg befindet sich im Übergangsbereich zwischen ozeanischem Klima in Westeuropa und kontinentalem Klima im Osten.[10] Aufgrund der relativ geringen Höhendifferenzen sind die klimatischen Unterschiede innerhalb des Landes eher gering, jedoch bei bestimmten Wetterlagen zu spüren.

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt um 9 °C. Der kälteste Monat ist mit im Mittel −1 °C der Januar. Wärmster Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 18 °C. Bei der Lufttemperatur macht sich bereits von der im Nordwesten gelegenen Prignitz zur im Südosten befindlichen Niederlausitz eine geringe Zunahme der Kontinentalität bemerkbar. Vor allem in den Wintermonaten ist bei windarmen Strahlungswetterlagen die Lausitz meistens deutlich kälter als die Prignitz.

Mit einer durchschnittlichen Jahresniederschlagssumme von weniger als 600 mm ist Brandenburg eines der trockensten, vielleicht das niederschlagsärmste Bundesland. Meist liegt der durchschnittliche Jahresniederschlag bei 550 mm. Lediglich die im Nordwesten gelegene Prignitz sowie einige Hochgebiete wie der Hohe Fläming und der Hohe Barnim erreichen oder übertreffen im Jahr die 600 mm-Marke. Östlich der Hochgebiete macht sich ein geringer Regenschatten bemerkbar, so ist das tief liegende Oderbruch mit weniger als 500 mm Jahresniederschlag eine der trockensten Regionen Deutschlands.

Während Winter und Frühjahr vergleichsweise trocken sind, fällt der Niederschlag landesweit vor allem in den Sommermonaten. Dennoch können in der warmen Jahreszeit ausgeprägte Trockenphasen auftreten, bei denen in Brandenburg die Waldbrandgefahr stark ansteigt. Die Sonne scheint im Jahr durchschnittlich etwa 1600 Stunden.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandenburg gilt als das gewässerreichste Bundesland Deutschlands.[11][12] Es gibt über 3000 natürlich entstandene Seen, hinzu kommen zahlreiche künstlich angelegte Teiche, Baggerseen und ähnliche Gewässer. Weiterhin existieren über 33.000 km Fließgewässer, deren größter Teil künstlich angelegte Entwässerungsgräben und andere Kanäle sind. Andererseits wird in Brandenburg aufgrund der Niederschlagsarmut das Grundwasser nur sehr langsam erneuert. Die Verweildauer des Wassers in den Gewässern ist daher recht lang.

Flüsse

Größere Flüsse berühren Brandenburg nur an dessen Grenzen. Die Elbe (Gesamtlänge 1091 km) verläuft für wenige Kilometer im äußersten Süd- und Nordwesten Brandenburgs, wo sie fast ausnahmslos die Landesgrenze markiert. Lediglich die zu Mühlberg gehörende 0,5 km² große Gemarkung um die Fähranlegestelle an der Dahle-Mündung einschließlich eines Teilstücks der Bundesstraße 182 verkörpert das einzige linkselbische Gebiet Brandenburgs. Die Oder (Gesamtlänge 866 km) bildet zusammen mit der Neiße als ihrem Nebenfluss die gesamte Ostgrenze Brandenburgs. Einzig die äußersten nordöstlichen Grenzkilometer sind davon ausgenommen.

Die bedeutendsten Binnenflüsse Brandenburgs sind die 334 km lange Havel und die 400 km lange Spree als ihr größter Nebenfluss. Die Spree ist am Zusammenfluss wasserreicher als die Oberhavel, womit Spree und Unterhavel einen 560 km langen überwiegend in Brandenburg verlaufenden Flusslauf bilden (davon 350 km schiffbar). Alle übrigen Fließgewässer Brandenburgs sind kleine Flüsse und Bäche mit regionaler Bedeutung. In Nordbrandenburg sind die Stepenitz, die Dosse, der Rhin, die Ucker und die Finow zu nennen. Im mittleren Teil haben die Plane, die Nieplitz, die Panke, die (Jüterboger) Nuthe, die Notte und die Dahme eine gewisse Bedeutung. Der größte Fluss im Süden von Brandenburg ist die Schwarze Elster. Danach sind Flüsse wie die Kleine Elster, die Oelse oder die Schlaube zu nennen.

Seen

Aufgrund seiner eiszeitlichen Entstehungsgeschichte ist Brandenburg extrem reich an natürlich entstandenen Seen. Es existieren mehr als 800 Gewässer mit einer Fläche von mehr als einem Hektar. Der größte natürliche See Brandenburgs ist mit einer Fläche von 13,3 km² der Schwielochsee. Es folgen der Scharmützelsee (12 km²), der Unteruckersee (10,4 km²), der Parsteiner See (10 km²), der Ruppiner See (8,25 km²), der Schwielowsee (7,9 km²), der Werbellinsee (7,8 km²) und der Grimnitzsee (7,8 km²). Mit fast 70 m tiefster See des Landes und gleichzeitig der mit der besten Wasserqualität ist der Große Stechlinsee.

Zu den zahlreichen natürlichen Seengebieten Brandenburgs kommt ein vom Menschen geschaffenes hinzu: Das Lausitzer Seenland entsteht durch die Flutung nicht mehr genutzter Tagebaurestlöcher. Mit 13 km² ist der Senftenberger See darin momentan das größte Gewässer. Im Jahr 2025 wird es Europas größte künstliche Wasserlandschaft und Deutschlands viertgrößtes Seengebiet sein. Zum größten See wird bis dahin der Sedlitzer See (13,3 km²) wachsen, der zusammen mit dem Schwielochsee der größte See in Brandenburg sein wird. Die Talsperre Spremberg bildet mit 6,7 km² den größten Stausee in Brandenburg.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ringelnatter

2011 wurden Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland in die Welterbeliste aufgenommen. Neben anderen ist hierbei der Buchenwald im Grumsiner Forst im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin zum Teil des Weltnaturerbes erklärt worden. Hier befinden sich ausgeprägt Flattergras-Buchenwälder, die als Reste der großflächigen Buchenbestände, die es früher in Mitteleuropa gegeben hat, gelten.

Im Nationalpark Unteres Odertal sind der Eisvogel sowie der Seggenrohrsänger, der zu den am stärksten gefährdeten Singvögeln Europas zählt beheimatet. Größere Bestände dieser Singvogelart sind ansonsten nur noch in den weiter östlich gelegenen Sumpf- und Auenlandschaften Osteuropas zu finden. Weißstörche brüten die auf den Dächern der umliegenden Dörfer. Ebenso, wenn auch sehr versteckt, sind auch die sehr seltenen Schwarzstörche zu finden, von denen es gegenwärtig 3 bis 5 Brutpaare gibt.[13] Seltene Vogelarten wie der Schreiadler haben dort ebenfalls einen Rückzugsort gefunden.

Die im Winter überschwemmten Wiesen bieten zahlreichen Zugvögeln Rastmöglichkeiten. Zu den Vögeln, die sich hier beobachten lassen, zählt beispielsweise der Singschwan. Zu den Brutvögeln dieses Nationalparks gehören so seltene Wiesenbrüter wie der Wachtelkönig, der Kampfläufer und die Uferschnepfe und in den Auwaldungen und den Laubwäldern der Oderhänge nistet der Pirol. Auch die größte Brutkolonie der Trauerseeschwalbe befindet sich im Nationalpark.[14]

Als dauerhafte Arten haben sich in Brandenburg Wildschweine, Fischotter, Biber, Wölfe, Waschbären, Rotwild und Seeadler angesiedelt.

Naturparks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt 15 sogenannte Großschutzgebiete sind in Brandenburg ausgewiesen. Sie nehmen rund ein Drittel der Landesfläche ein.[15] Darunter befindet sich der Nationalpark Unteres Odertal (106 km²) und die drei als Biosphärenreservate der UNESCO ausgewiesenen Gebiete Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg (533 km²), das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (1291 km²) und das Biosphärenreservat Spreewald (474 km²). Darüber hinaus bestehen elf Naturparks: Naturpark Barnim (750 km²), Naturpark Dahme-Heideseen (594 km²), Naturpark Hoher Fläming (827 km²), Naturpark Märkische Schweiz (204 km²), Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft (490 km²), Naturpark Niederlausitzer Landrücken (580 km²), Naturpark Nuthe-Nieplitz (623 km²), Naturpark Schlaubetal (225 km²), Naturpark Uckermärkische Seen (895 km²), Naturpark Westhavelland (1315 km²), Naturpark Stechlin-Ruppiner Land (1080 km²).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Brandenburgs
Die Nordmark (rosa) in der Zeit von 972 bis 1032

Im Gebiet des heutigen Landes Brandenburg erfolgte – nach ursprünglicher Besiedlung durch die germanischen Semnonen – seit der Zeit der Völkerwanderung eine Landnahme durch westslawische Stämme. Während der ersten Phase der deutschen Ostexpansion (Ostsiedlung) eroberte 929 ein ostfränkisches Heer unter König Heinrich I. das Gebiet der Heveller mit der Brandenburg. Sie wurden deutscher Lehensherrschaft unterworfen und tributpflichtig. Zur Christianisierung der Slawen wurden die Bistümer Havelberg und Brandenburg gegründet und dem Erzbistum Magdeburg unterstellt. Da die Spannungen in der Mark stetig zunahmen, bildeten die slawischen Stämme den Liutizenbund. Im Großen Slawenaufstand wurde 983 das Gebiet Brandenburgs zurückerobert. Für über 100 Jahren wurde die deutsche Herrschaft östlich der Elbe abgeschüttelt. Der Expansionsdrang der großen Nachbarn Heiliges Römisches Reich und Polen sorgte für einen fast ununterbrochenen Kriegszustand.

Die Mark Brandenburg unter den Askaniern um 1320

Als der Hevellerfürst Pribislaw 1150 kinderlos starb, hatte er sein Land Albrecht dem Bären vermacht. Damit waren Erbansprüche des Spreewanenfürsten Jaxos übergangen worden. Dieser eroberte 1153 die Brandenburg kurzzeitig zurück, welche 1157 diesmal endgültig von Albrecht zurückerobert werden konnte. Dieser Tag gilt im Allgemeinen als der Gründungstag der Mark Brandenburg. Neben der Markgrafenschaft existierende brandenburgische reichsunmittelbare Fürstentümer waren das Hochstift Brandenburg, das Hochstift Havelberg, das Hochstift Lebus und die Herrschaft Ruppin. Vor der in großem Maße einsetzenden deutschen und flämischen Besiedelung zogen sich die Heveller großenteils in Fischerdörfer (Kietze) zurück. Noch bis ins 15. Jahrhundert lebten Deutsche und Wenden nebeneinander, vielerorts in getrennten Siedlungen. Nach dem Aussterben des askanischen Herrschergeschlechtes in Brandenburg 1320 folgte bis 1415 eine Zeit schwacher Herrscher (Wittelsbacher, Luxemburger), in der die Mark Brandenburg in chaotische Verhältnisse geriet und sich ein ausgeprägtes Raubrittertum entwickelte.

Ab 1411 unterstand die Region dem Fürstengeschlecht der Hohenzollern, dem durch Kaiser Sigismund 1415 auch die Kurwürde übertragen wurde. Die Hohenzollern konnten das Land erfolgreich befrieden und die Zentralmacht wiederherstellen. Die durch den Dreißigjährigen Krieg zerstörte und verarmte Mark Brandenburg wurde seit 1640 durch den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm schrittweise wieder aufgebaut. Unterbrochen wurde dieser Prozess in Brandenburg kurzzeitig durch den Einfall der Schweden von 1674 bis 1675. Der Große Kurfürst und General Georg von Derfflinger konnte jedoch entscheidende Siege bei Rathenow, Nauen und vor allem in der Schlacht von Fehrbellin erringen.

Preußen (1701–1947)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz Brandenburg im Deutschen Kaiserreich (1871–1918)

Von 1701 bis 1946 teilte die Mark Brandenburg die politische Geschichte des preußischen Gesamtstaats. 1701 krönte sich der Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg zum König in Preußen. Durch die Rangerhöhung des Kurfürsten änderte sich zunächst nur die Bezeichnung gesamtstaatlicher Institutionen wie Armee, Botschafter und der Behörden von „kurfürstlich-brandenburgisch“ in „königlich-preußisch“. Die Bedeutung der Zentralprovinz Mark Brandenburg mit der Residenzlandschaft um Berlin und Potsdam wuchs umso mehr an, als Brandenburg-Preußen sich zu einem zentralen, absolutistischen Staat mit deutschland- und europapolitischen Ambitionen entwickelte. Unter König Friedrichs I. Herrschaftszeit von 1688 bis 1713 vergrößerte sich die Bevölkerungszahl der Mark um etwa ein drittel auf mehr als 730.000 Einwohner im Jahre 1713. Die Zahl der Städte stieg auf 120. Darunter erreichten die Städte Brandenburg an der Havel und Frankfurt an der Oder die Einwohnerzahl von 10.000.

Im Siebenjährigen Krieg 1756 bis 1763 wurde die Mark erneut zum Kriegsschauplatz. Österreichische und russische Truppen drangen wiederholt in die Mark vor und besetzten zeitweise Berlin. Friedrich II. widmete sich in der zweiten Hälfte seiner Regierungszeit besonders dem Wiederaufbau und der Entwicklung der Mark. Im Rhingebiet, an der Dosse und Netze ließ er Entwässerungsgräben bauen und den Plauer- und Finowkanal als Verbindung zwischen Elbe und Oder ausheben. Dem märkischen Sumpf, Bruch und Luch wurde festes Land abgerungen und Einwanderern aus Böhmen und Veteranen zur Ansiedlung übergeben. Von 1770 bis 1786 wurden in der Kurmark und Neumark 412 Dörfer gegründet und 124.720 Kolonisten fanden eine neue Heimat. Allein im Oderbruch entstanden 50 Dörfer.

Brandenburg bildete sich zusammen mit Berlin (das Teil Brandenburgs war) zum Kernland Preußens. 1815 wurde Brandenburg zur größten preußische Provinz. Berlin schied erst mit dem Groß-Berlin-Gesetz von 1920 aus der Provinz Brandenburg aus.

In der Endphase des Zweiten Weltkrieges besetzte nach schweren Abwehrkämpfen die Rote Armee das Territorium. Die Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie fielen an Polen (siehe Deutsch-Polnischer Grenzvertrag 1990). 1945 wurde die Provinz Brandenburg Teil der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), jedoch ohne die Gebiet östlich der Oder-Neiße-Linie, die an Polen fielen. Im Herbst 1946 trat erstmals der Landtag Brandenburg zusammen.

Deutsche Demokratische Republik (1947–1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezirke Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus in der DDR

Am 6. Februar 1947 ging die Provinz im neuen Land Brandenburg auf, das als Gliedstaat der zukünftigen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) errichtet worden war.[16] Der Freistaat Preußen wurde kurz darauf am 25. Februar 1947 durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 aufgelöst. Das Land hatte eine Fläche von 27.612 Quadratkilometern. Bereits 1949 verloren die Institutionen des Landes mit der Gründung der DDR weitgehend ihre Funktionen. 1952 wurde das Land im Rahmen der Verwaltungsreform von 1952 faktisch aufgelöst und im Wesentlichen auf die drei neuen Bezirke Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam aufgeteilt. Der Kreis Perleberg fiel an den Bezirk Schwerin, die Kreise Prenzlau und Templin an den Bezirk Neubrandenburg.

Wirtschaftlich veränderten sich die traditionell agrarisch geprägten Gebiete der einstigen Mark in den 40 Jahren der DDR grundlegend. So entstanden unter anderen das Niederlausitzer Industriegebiet, Braunkohlekraftwerke zur Energieerzeugung mit einer gleichzeitigen Ausweitung der Braunkohleförderung südlich und östlich von Cottbus, wo sich 2/3 der Brennstoffproduktion der DDR befand. In Ludwigsfelde gab es eine bedeutende LKW-Produktion, in Teltow Elektroindustrie, in Schwedt/Oder Erdöl- und Papierindustrie, in Brandenburg/Havel und Eisenhüttenstadt Stahlindustrie, in Wildau Schwermaschinenbau, in Rathenow (seit 1801) optische Industrie in Wittstock/Dosse und Premnitz Textilindustrie.

Bundesrepublik Deutschland (seit 1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das IKMZ in Cottbus wurde 2004 eröffnet.

Am 3. Oktober 1990 wurde das Land Brandenburg neu gegründet, durch Zusammenlegung der Bezirke Cottbus (ohne die Kreise Hoyerswerda, Jessen und Weißwasser), Frankfurt (Oder) und Potsdam zuzüglich der Kreise Perleberg, Prenzlau und Templin. Am 26. Oktober 1990 trat der neue Brandenburgische Landtag zu seiner ersten Sitzung zusammen. Das Partnerland Brandenburgs zum Aufbau der neuen Strukturen war Nordrhein-Westfalen.

Von 1990 bis 2002 prägte Ministerpräsident Manfred Stolpe die politische Entwicklung Brandenburgs. Im Mai 1996 entschieden sich die Brandenburger bei einer Volksabstimmung gegen eine Vereinigung der Länder Berlin und Brandenburg. Die erforderliche Mindestzustimmung (Quorum) von 25 % der Wahlberechtigten wurde nicht erreicht.

Unter Abkehr der Wirtschaftsförderung nach dem Gießkannenprinzip begann die brandenburgische Landesregierung 2004 die Förderung neu auszurichten. Nur noch zukunftsfähige Branchen, die in den einzelnen Regionen bereits Fuß gefasst hatten und Wachstumspotenziele versprachen, sollten gefördert werden. Man schuf dazu unter Einbeziehung von 26 Städten und Gemeinden 15 Regionale Wachstumskerne und legte für jeden die förderfähigen Branchenkompetenzfelder fest.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Land Brandenburg hat rund 2,458 Millionen Einwohner (Stand: 31. Dezember 2014).[17] Damit liegt Brandenburg im Vergleich der Bundesländer auf Platz zehn. Mit einer Bevölkerungsdichte von 84,6 Einwohnern je Quadratkilometer ist es nach Mecklenburg-Vorpommern das am dünnsten besiedelte Bundesland. Etwa eine Million Einwohner leben in der Agglomeration Berlin.[18] Die weiter außerhalb liegenden Gebiete haben eine deutlich geringere Bevölkerungsdichte von teilweise unter 25 Einwohnern pro Quadratkilometer.[19] Im Land Brandenburg ist die Hauptstadt Potsdam die einzige Großstadt mit über 100.000 Einwohnern. 2014 wurden nach Angaben des Statistikamts 19.339 Kinder im Land geboren. Das sind knapp 1000 Neugeborene oder 5,3 Prozent mehr als 2013.[20]

Im Jahr 2005 betrug der Anteil der ausländischen Bevölkerung 2,6 % (1990: 0,7 %).[21] Insgesamt haben rund 5 % der Bürger einen Migrationshintergrund, deutschlandweit beträgt die Zahl rund 19 %.[22] In den südöstlich gelegenen Landkreisen und in Cottbus leben etwa 20.000 Sorben.[23][24]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtzahl der Einwohner auf dem Gebiet des heutigen Landes Brandenburg war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts relativ konstant. Seit 2000 geht die Bevölkerungszahl jedoch stetig zurück, wobei sich teilweise starke regionale Unterschiede zeigen.[25][26] Der Brandenburger Verflechtungsraum in der Metropolregion Berlin/Brandenburg wuchs von 1994 bis 2005 um rund 27 Prozent auf eine Million Einwohner, während weiter abgelegene Städte und Gemeinden Einwohner verloren.

Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875

Nach 1945 pendelte die Einwohnerzahl der heutigen Brandenburger Region, das ab 1952 im Wesentlichen den drei Bezirken Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam entsprach, stets um die Marke von 2,6 Millionen Einwohnern.[25] So ging die Bevölkerung zunächst zwischen 1955 und 1964 von 2,7 auf 2,6 Millionen Menschen zurück. Nach einem leichten Anstieg betrug die Bevölkerungszahl bis Ende der 1980er Jahre rund 2,65 Millionen. Hinter dieser Konstanz verbergen sich starke regionale Unterschiede. Während die kommunalen Zentren wie die Bezirksstädte Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus einen Bevölkerungszuwachs erfuhren, fielen die Einwohnerzahlen im ländlichen Raum kontinuierlich ab.

Die nach 1989 eintretende Öffnung der innerdeutschen Grenze brachten der brandenburgischen Region bis zum Jahresende 1989 einen Bevölkerungsschwund von 60.000 Einwohnern. Bis 1995 hatte Brandenburg einen Rückgang um insgesamt 100.000 Einwohner zu verzeichnen, bevor deren Zahl in den anschließenden fünf Jahren wieder auf rund 2,6 Millionen anwuchs. Diese dem allgemeinen Abwanderungstrend in den Neuen Bundesländern gegenläufige Entwicklung hatte ihre Ursache im Zuzug zahlreicher Berliner in das zu Brandenburg gehörende Berliner Umland.

Durch den Zensus 2011 wurden die Bevölkerungszahlen deutlich nach unten korrigiert, die Zahl der Einwohner sank unter die Marke von 2,5 Millionen.[27] Der rein statistische Bevölkerungsrückgang betrug fast 50.000 Personen.[28] Laut der Hochrechnung Wegweiser Kommune von Bertelsmann aus dem Jahr 2011 könnte die Bevölkerung im Land bei gleichbleibender Entwicklung (Basisjahre vor 2010) bis zum Jahr 2030 auf 2,36 Millionen Einwohner sinken. Den Berlin nahen Gebieten in Brandenburg wird in dieser Prognose aufgrund des starken Wachstums der Agglomeration Berlin ein Bevölkerungsanstieg vorausgesagt.[28]

Größte Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung in Brandenburg ist in der folgenden Tabelle beispielhaft für Städte und Gemeinden mit mehr als 30.000 Einwohnern (2010) aufgeführt (Einwohnerzahlen nach den Gebietsständen 2000 und 2010):[29]

Stadt/Gemeinde Landkreis Einwohner
31. Dez. 2000
Gebietsstand 2000
Einwohner
31. Dez. 2000
Gebietsstand 2010
Einwohner
31. Dez. 2010
Gebietsstand 2010
Einwohner-
entwicklung
31. Dez. 2010
Gebietsstand 2010
Im
Ballungsraum
Berlin
Potsdam ¹ kreisfreie Stadt 129.324 140.668 156.906 +11,54 % x
Cottbus ¹ kreisfreie Stadt 108.491 113.618 102.091 −10,15 %
Brandenburg an der Havel ¹ kreisfreie Stadt 077.516 078.404 071.778 0−8,45 %
Frankfurt (Oder) kreisfreie Stadt 072.131 072.131 060.330 −16,36 %
Oranienburg ¹ Oberhavel 029.872 040.148 041.810 0+4,14 % x
Eberswalde ¹ Barnim 044.623 044.623 040.944 0−8,24 %
Falkensee Havelland 033.791 033.791 040.511 +19,89 % x
Bernau bei Berlin ¹ Barnim 024.861 033.086 036.338 0+9,83 % x
Schwedt/Oder ¹ Uckermark 039.683 042.261 034.035 −19,46 %
Königs Wusterhausen ¹ Dahme-Spreewald 017.262 031.522 033.981 0+7,80 % x
Fürstenwalde/Spree Oder-Spree 034.044 034.044 032.468 0−4,63 % x
Neuruppin Ostprignitz-Ruppin 032.598 032.598 031.599 0−3,06 %
Eisenhüttenstadt Oder-Spree 041.493 041.493 031.132 −24,97 %

¹ Im Zeitraum nach 2000 fanden Eingemeindungen und Ortszusammenschlüsse statt.

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtssprache in Brandenburg ist Deutsch. In dem Land werden vorwiegend Hochdeutsch, hochdeutsche Dialekte des Berlin-Brandenburgischen und zudem niederdeutsche Dialekte des Mark-Brandenburgischen gesprochen.[30] Im Grenzgebiet zu Sachsen wird ferner Osterländisch – ein Dialekt des Obersächsischen verwendet, das nah mit dem Hochdeutschen verwandt ist. In der brandenburgischen Niederlausitz werden lausitzische Dialekte gesprochen. Jene und die in Berlin und seinem Umland verwendete Mundart sind dem Ostmitteldeutschen zuzurechnen. Im Barnim ist die Mundart Eberswalder Kanaldeutsch gebräuchlich. In einigen Teilen der Niederlausitz wird außerdem Niedersorbisch, eine westslawische Sprache, von etwa 7.000–10.000 Menschen mit eigener Kulturgeschichte gesprochen.[31] Englisch wird an Brandenburger Universitäten vereinzelt als Unterrichtssprache eingesetzt. Der Wortschatz der Dialekte in Brandenburg ist erfasst und beschrieben im Brandenburg-Berlinischen Wörterbuch und (für den Südteil des Landes) im Wörterbuch der obersächsischen Mundarten.

Religionen und Weltanschauungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 80 % der Einwohner Brandenburgs sind ohne religiöses Bekenntnis.[32]

Christentum
Heilandskirche am Port von Sacrow

2014 waren etwa 17 % der Einwohner Brandenburgs Mitglieder einer evangelischen Landeskirche, der größte Teil davon in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz.[33] Da die Grenzen der Landeskirchen von denen der heutigen Bundesländer abweichen, sind einzelne Gemeinden im Westen und Südwesten Brandenburgs der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland zugeordnet. Etliche Gemeinden im Nordosten Brandenburgs (Landkreis Uckermark) gehörten zur Pommerschen Evangelischen Kirche und jetzt zur 2012 gegründeten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. In einigen Teilen Brandenburgs ist die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche mit Kirchengemeinden vertreten. Diese gehörten vorher zur Evangelisch-Lutherischen (altlutherischen) Kirche und sind unter der Bezeichnung „Altlutheraner“ in der Region bekannt. Die konfessionell lutherischen Kirchengemeinden gehören zum Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche.

Der römisch-katholischen Kirche gehörten Ende 2010 3,1 % der Einwohner an.[33] Der überwiegende Teil des Landesgebiets gehört zum Erzbistum Berlin; die Niederlausitz gehört zum Bistum Görlitz, der südwestliche Teil Brandenburgs zum Bistum Magdeburg.

Humanismus

Genaue Zahlen darüber, wie viele Brandenburger sich als Humanisten betrachten, liegen nicht vor. Jedoch gibt es in Brandenburg eine starke Bewegung, die letztlich in der Einführung des Schulfaches Humanistische Lebenskunde im Jahr 2007 (gemäß § 9 Abs. 2 und 8 des Brandenburgischen Schulgesetzes) mündete.[34][35][36] Hierbei soll das Spektrum religiöser Weltanschauungen um eine nichtreligiöse Komponente erweitert werden. Die wenigsten Humanisten in Brandenburg sind organisiert, jedoch tritt insbesondere mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg,[37] dem Humanistischen Regionalverband Ostbrandenburg[38] und den Jungen Humanisten sowie den Evolutionären Humanisten Berlin-Brandenburg[39] eine Reihe organisierter Gruppierungen auf.

Judentum

Durch den Zuzug jüdischer Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion verzeichneten die jüdischen Gemeinden ein Wachstum. Gegenwärtig gibt es sieben jüdische Gemeinden in Brandenburg, darunter in Potsdam und Frankfurt (Oder). Sie sind im Landesverband der Jüdischen Gemeinden Brandenburg zusammengeschlossen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brandenburgische Verfassung wurde am 14. April 1992 vom Landtag als Entwurf verabschiedet. Per Volksentscheid wurde der Entwurf von der brandenburgischen Bevölkerung am 14. Juni 1992 angenommen. Sie trat daraufhin mit der Verkündung am 20. August 1992 in Kraft. Als Verfassungsorgan besteht das Verfassungsgericht des Landes Brandenburg.

Landtag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Landtag Brandenburg

Sitz des Brandenburgischen Landtags ist das Stadtschloss in Potsdam. Das Gebäude böte 150 Abgeordneten Platz, damit ist es auf ein vergrößertes Parlament eines mit dem heutigen Land Berlin wiedervereinigten Bundeslandes vorbereitet. Der aktuelle Landtag Brandenburgs hat jedoch nur 88 Abgeordnete die für fünf Jahre gewählt wurden.

In dem am 14. September 2014 gewählten sechsten Landtag sind sechs Parteien vertreten. Die SPD nimmt dabei 30 Sitze ein und ist damit stärkste Fraktion; CDU hat 21 Sitze, und die Linksfraktion besteht aus 17 Abgeordneten. Zum ersten Mal ist die AfD (zehn Sitze) im Landtag vertreten; die kleinste Fraktion stellt Bündnis 90/Die Grünen (sechs Sitze). Vier Abgeordnete sind fraktionslos. Nach Sondierungsgesprächen entschied sich die SPD, die Koalition mit der Partei Die Linke fortzusetzen.

Landesregierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandenburgische Staatskanzlei in der Potsdamer Heinrich-Mann-Allee

Die Landesregierung gehört zu den Obersten Landesbehörden und zählt zur ersten Stufe der Verwaltung in Brandenburg.[40] Die gewählte Landesregierung und der Ministerpräsident haben ihren Sitz in der Staatskanzlei in Potsdam. Die aktuelle RegierungVorlage:Zukunft/In 3 Jahren ist seit dem 5. November 2014 im Amt.

Ebenfalls zur obersten Verwaltungsebene gehören das Ministerium des Innern und für Kommunales (MIK), das Ministerium der Finanzen (MdF), das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz (MdJEV), das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF), das Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE), das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK), das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) und der Landesrechnungshof Brandenburg (LRH).

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Flagge Brandenburgs

Nach der Brandenburgischen Verfassung (Artikel 4) ist der rote märkische Adler auf weißem Feld das Wappen des Landes Brandenburg. Die Landesflagge ist Rot-Weiß mit zentriertem Landeswappen. Er ist zudem Bestandteil der Wappen vieler Gemeinden und Städte auf dem Gebiet der ehemaligen Mark Brandenburg. Der märkische Adler zeigt sich freischwebend von vorn mit ausgebreiteten Schwingen und nach rechts blickend. Er ist in der Farbe Rot gehalten, golden bewehrt und rot gezungt. Die Fänge sind geöffnet und seine Schwingen sind je mit einem goldenen Kleestängel belegt. Der Schild des Wappens ist weiß.

Der märkische Adler und das Wappen stammen aus dem 12. Jahrhundert, er tritt erstmals in dem Standbildsiegel des Askanier Ottos I., des Sohnes Albrechts des Bären, von 1170 auf. Nach der Wiedervereinigung wurden dem Wappen seine früheren Beigaben (Kurhut, silbernes Schwert, blauer Herzschild mit aufrecht gestelltem goldenem Zepter) entfernt, die noch bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Teil des Wappens waren.

Die inoffizielle Hymne Brandenburgs ist das Lied Märkische Heide, märkischer Sand („Steige hoch, du roter Adler“). Das Lied wurde 1923 von dem Heimatdichter Gustav Büchsenschütz verfasst.

Offizielle Beflaggung der Brandenburger Landesgebäude:
Landesflagge Bundesflagge Europaflagge

Länderkooperation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Berlin-Brandenburg
Metropolregion auf der Gesamtfläche der Länder Berlin und Brandenburg

Brandenburg arbeitet auf unterschiedlicher institutioneller Ebene mit den angrenzenden Ländern zusammen. So hat z. B. die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg 1996 ihre Arbeit als gemeinsame oberste Landesplanungsbehörde aufgenommen. Einige Landeseinrichtungen haben eine gemeinsame Berlin-Brandenburger Leitung. Der SFB und der ORB zum RBB sowie die Deutsche Rentenversicherung Berlin und die Deutsche Rentenversicherung Brandenburg wurden 2006 zur Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg fusioniert.

Des Weiteren wurden die Oberverwaltungsgerichte beider Länder zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg und die statistischen Landesämter zum Amt für Statistik Berlin-Brandenburg zusammengelegt. Die Lehrkräftefortbildung (LISUM) und die sozialpädagogische Fortbildung (SFBB) wurden in gemeinsame Landesinstitute überführt.

Berlin und Brandenburg engagieren sich darüber hinaus seit 2006 gemeinsam in der Oder-Partnerschaft, einem informellen Kooperationsnetzwerk von je vier an der deutsch-polnischen Grenze gelegenen Ländern und Woiwodschaften.

Innere Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Polizei Brandenburg
Fahrzeug der Polizei Brandenburg

Die Polizei Brandenburg hat als Exekutivorgan des Landes Brandenburg im Rahmen des Polizeirechts den Auftrag der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Als Strafverfolgungsbehörde geht sie gegen ordnungswidrige und strafbare Handlungen vor, ermittelt Täter und analysiert Tatmuster. Eine weitere Aufgabe ist die Gefahrenabwehr im Bereich der inneren Sicherheit, das heißt, die Verhütung oder Unterbindung von rechtswidrigen Handlungen jedweder Art.

Im Rahmen der Verkehrsüberwachung regelt sie Verkehrsströme und hat eine tragende Rolle in der Notfallhilfe (Notruf). Ferner sorgt die Polizei in enger Kooperation mit der Judikative und anderen Behörden für die Verbrechensprävention um bereits im Vorfeld mögliche Straftaten zu erkennen und zu verhindern.

Der Hauptsitz des Bundespolizeipräsidiums befindet sich in Potsdam. Die Bundesoberbehörde ist dem Bundesministerium des Innern unmittelbar nachgeordnet. Es übt die Dienst- und Fachaufsicht über die Bundespolizei aus und ist auch für die polizeilich-strategische Steuerung zuständig. Es wird vom Präsidenten des Bundespolizeipräsidiums und seinen beiden Vizepräsidenten geleitet.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Ämter, amtsfreien Städte und Gemeinden in Brandenburg

Nach 1990 gab es einige Gebietsänderungen gemäß dem Staatsvertrag vom 9. Mai 1992, der am 1. Juli 1992 in Kraft trat. Die Gemeinden Bagemühl, Grünberg, Nechlin, Woddow, Wollschow-Menkin und die Stadt Brüssow des Kreises Pasewalk sowie die Gemeinden Fahrenholz, Güterberg, Jagow, Lemmersdorf, Lübbenow, Milow, Trebenow, Wilsickow, Wismar und Wolfshagen des Kreises Strasburg wurden in den bestehenden Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen aus dem Land Mecklenburg-Vorpommern ausgegliedert und in das Land Brandenburg eingegliedert. Zudem wurden die Gemeinden Besandten, Eldenburg, Lanz, Lenzen, Mellen und Wootz in den bestehenden Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen aus Mecklenburg-Vorpommern ausgegliedert und in das Land Brandenburg eingegliedert. Die Gemeinden Dambeck und Brunow sowie die Ortsteile Pampin und Platschow der Gemeinde Berge wurden in den bestehenden Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen aus dem Land Brandenburg ausgegliedert und in das Land Mecklenburg-Vorpommern eingegliedert.

Verwaltungsstrukturreform 2019

Die Landesregierung, die seit November 2014 im Amt ist, plant eine umfassende Verwaltungsstrukturreform, die 2019 in Kraft treten soll. Die Koalitionspartner halten zehn Kreisverwaltungen für ausreichend.[41] Gegenwärtig existieren 18 Verwaltungen auf der Kreisebene, nämlich die Verwaltungen der 14 Landkreise und der vier kreisfreien Städte. Es besteht die Absicht, Einkreisungen vorzunehmen und freiwillige Zusammenschlüsse von hauptamtlichen Verwaltungen auf der gemeindlichen Ebene zu fördern. Ein weiterer zentraler Bestandteil der Kreisreform 2019 soll die Übertragung von weiteren Landesaufgaben auf die kommunale Ebene (Funktionalreform I) und die interkommunale Aufgabenübertragungen von der Kreisebene auf die Gemeindeebene (Funktionalreform II) sein. Die genannten Reformziele lassen sich auf den Abschlussbericht der Enquete-Kommission 5/2 des Landtags Brandenburg aus der fünften Legislaturperiode zurückführen.

Landesverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die unmittelbare Landesverwaltung bilden in Brandenburg die Behörden, Einrichtungen und Landesbetriebe für die das Land Brandenburg selbst zuständig ist. Gegenüber den tätigen Mitarbeiter ist das Land „unmittelbar“ Dienstherr oder Arbeitgeber. Demgegenüber werden zur mittelbaren Landesverwaltung alle anderen Rechtsträger gerechnet, die eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen. Dies sind Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, sowie privatrechtliche Gesellschaften. Die unmittelbare Landesverwaltung untergliedert sich in die Bereiche, die der Landesregierung zugeordnet sind. Die Landtagsverwaltung, der Landesrechnungshof, die Beauftragte für den Datenschutz und das Recht auf Akteneinsicht sowie die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) sind unmittelbare Landesverwaltung aber rechtlich dem Landtag zugeordnet. Die Organisation der unmittelbaren brandenburgischen Landesverwaltung, die der Landesregierung zugeordnet ist, regelt das Landesorganisationsgesetz (LOG).[42]

Offizielles Logo des Landes Brandenburg

Die brandenburgische Landesverwaltung ist zweistufig, es gibt keine Mittelbehörden.[43] Die erste Stufe der Landesverwaltung bilden gemäß § 8 LOG die Obersten Landesbehörden (Landesregierung und Ministerien). Auf der zweiten Stufe befinden sich die Landesoberbehörden, die Unteren Landesbehörden, die Einrichtungen und die Landesbetriebe. Alle Behörden, Einrichtungen und Landesbetriebe der zweiten Stufe unterstehen unmittelbar der Dienst- und Fachaufsicht der Obersten Landesbehörden.

Gemäß § 11 Abs. 2 LOG sind die Landräte und Oberbürgermeister allgemeine untere Landesbehörden. Im Wege der Organleihe können ihnen staatliche Aufgaben der Landesverwaltung zur Wahrnehmung übertragen werden. Aufgabenträger ist in diesem Fall nicht der Landkreis oder die kreisfreie Stadt, sondern der Landrat oder Oberbürgermeister als Organ der Landesverwaltung. Die betroffenen Aufgaben gelten als nicht „kommunalisiert“.

Die Landesverwaltung als „Land Brandenburg“ ist mit Abstand der größte Arbeitgeber in Brandenburg. 2010 waren etwa 50.300 Stellen im Landeshaushalt veranschlagt. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei über 55.000. Die größte Gruppe unter den Beschäftigen bilden die Lehrer mit etwa 16.600 Stellen. Es folgen die Polizisten mit rund 8800 Stellen.

Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Stufe der Landesverwaltung bilden die Landesoberbehörden, die Unteren Landesbehörden, die Einrichtungen und die Landesbetriebe.

Landesoberbehörden

Die Landesoberbehörden sind das Polizeipräsidium (seit 2011), die Zentrale Ausländerbehörde, die Landeshauptkasse, das Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen, das Landesamt für Mess- und Eichwesen Berlin-Brandenburg, das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe, das Landesamt für Soziales und Versorgung, das Landesamt für Arbeitsschutz, das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung, das Landesjugendamt, das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, das Landesamt für Bauen und Verkehr, das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum und das Landesamt für Schule und Lehrerbildung.[44]

Untere Landesbehörden

Untere Landesbehörden unterscheiden sich von Landesoberbehörden dadurch, dass sie nicht für das gesamte Landesgebiet zuständig sind (§ 11 Abs. 1). Die Bezeichnungen „Landesoberbehörde“ und „Untere Landesbehörde“ suggerieren zwar ein Stufenverhältnis, dies ist weder rechtlich noch tatsächlich gegeben. Landesoberbehörden üben grundsätzlich keine Dienst- und Fachaufsicht über Untere Landesbehörden aus, sondern stehen ihnen gleichwertig auf der zweiten Verwaltungsstufe. Neben den allgemeinen unteren Landesbehörden (14 Landräte und vier Oberbürgermeister) gibt es die Sonstigen unteren Landesbehörden.

Nach Errichtung eines neuen Polizeipräsidiums für das Land Brandenburg mit Wirkung zum 1. Januar 2011 und des Landesamtes für Schule und Lehrerbildung am 1. Oktober 2014 verfügt Brandenburg nur noch über einen Typ von sonstigen unteren Landesbehörden; die Finanzämter (14 Finanzämter und das Technische Finanzamt).

Landesbetriebe
Logo des LFB

Seit Ende der 1990er Jahre wurden einige Landesbehörden und Einrichtungen in Landesbetriebe gemäß § 14 LOG umgewandelt. Landesbetriebe sind Einrichtungen (Errichtung ohne Mitwirkung des Parlaments), die mit betriebswirtschaftlichen Instrumenten arbeiten und über einen Wirtschaftsplan verfügen. Errichtet wurden die Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB), der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB), ein Brandenburgischer IT-Dienstleister (ZIT-BB), der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) und der Landesbetrieb Straßenwesen (LS).

Einrichtungen

Einrichtungen des Landes sind gemäß § 13 LOG rechtlich unselbstständige, organisatorisch abgesonderte Teile der Landesverwaltung auf der zweiten Stufe. Ihre Tätigkeit ist vorrangig auf die Unterstützung der Behörden im Land ausgerichtet. Seit sie auch hoheitliche Aufgaben wahrnehmen können, unterscheiden sie sich faktisch nur noch dadurch von den übrigen Landesbehörden, dass sie ohne Mitwirkung des brandenburgischen Landtags errichtet werden können. Zur Landesverwaltung gehören inzwischen eine Vielzahl von sehr kleinen Einrichtungen, wie der gemäß der EG-Dienstleistungsrichtlinie eingerichtete Einheitliche Ansprechpartner für das Land Brandenburg (EAPBbg) mit fünf Mitarbeitern, zudem größere Einrichtungen wie die sechs Justizvollzugsanstalten des Landes.

Landkreise und kreisfreie Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Neubildung der Landkreise 1993 unterteilt sich Brandenburg in 14 Landkreise und vier kreisfreie Städte. Bei acht Landkreisen handelt es sich um Sektoralkreise, die (mit Ausnahme von Dahme-Spreewald) von der Grenze zu Berlin bis an die äußere Landesgrenze reichen. Die Namen der brandenburgischen Landkreise und Kreisstädte und ihre Kfz-Kennzeichen lauten:

Berlin Polen Freistaat Sachsen Freistaat Thüringen Sachsen-Anhalt Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Frankfurt (Oder) Cottbus Potsdam Brandenburg an der Havel Landkreis Prignitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Landkreis Oberhavel Landkreis Uckermark Landkreis Barnim Landkreis Havelland Landkreis Potsdam-Mittelmark Landkreis Märkisch-Oderland Landkreis Teltow-Fläming Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Oder-Spree Landkreis Elbe-Elster Landkreis Oberspreewald-Lausitz Landkreis Spree-Neiße
Die Landkreise und kreisfreien Städte in Brandenburg
Stand am 31. Dezember 2014
Landkreis Kreisstadt Größte Stadt Einwohner Fläche (km²)
Barnim (BAR) Eberswalde Eberswalde 177.411 1479,69
Dahme-Spreewald (LDS) Lübben (Spreewald) Königs Wusterhausen 164.528 2274,28
Elbe-Elster (EE) Herzberg (Elster) Finsterwalde 104.673 1899,57
Havelland (HVL) Rathenow Falkensee 158.236 1727,30
Märkisch-Oderland (MOL) Seelow Strausberg 190.714 2158,65
Oberhavel (OHV) Oranienburg Oranienburg 207.524 1808,20
Oberspreewald-Lausitz (OSL) Senftenberg Lübbenau/Spreewald 112.450 1223,08
Oder-Spree (LOS) Beeskow Fürstenwalde/Spree 182.397 2256,75
Ostprignitz-Ruppin (OPR) Neuruppin Neuruppin 99.110 2526,56
Potsdam-Mittelmark (PM) Bad Belzig Werder (Havel) 210.910 2592,00
Prignitz (PR) Perleberg Wittenberge 77.573 2138,59
Spree-Neiße (SPN) Forst (Lausitz) Spremberg 117.635 1657,43
Teltow-Fläming (TF) Luckenwalde Ludwigsfelde 163.553 2104,20
Uckermark (UM) Prenzlau Schwedt/Oder 121.014 3076,90
Kreisfreie Städte
Brandenburg an der Havel (BRB) 71.574 229,71
Cottbus (CB) 99.687 165,15
Frankfurt (Oder) (FF) 58.092 147,85
Potsdam (P) 167.745 188,25

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Land Brandenburg gliedert sich in insgesamt 418 Gemeinden, darunter 112 Städte, von denen vier Städte kreisfrei sind (Stand 1. Januar 2014).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das nominale Bruttoinlandsprodukt Brandenburgs betrug im Jahr 2014 rund 62 Milliarden Euro.[45] Das Wirtschaftswachstum im Land betrug im Jahr 2010 (+3,1 %), 2011 (+0,9 %), 2012 (+0,5 %), 2013 (-0,2 %) und 2014 (+0,9 %).[46]

Das gesamte Land Brandenburg bildet statistisch eine von 276 NUTS-2-Regionen innerhalb der Europäischen Union (EU).[47] Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte Brandenburg im Jahr 2014 einen Index von 88 % (EU-28: 100 %, Deutschland: 126 %).[48] Innerhalb des Bundeslandes bestehen regionale Unterschiede hinsichtlich der Wirtschaftskraft. So weist das Land nach Jahren an Beschäftigungszuwachs nach wie vor eine bundesweit überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit auf. Während der Landkreis Uckermark eine Quote von 14,0 % (Dezember 2015) ausweist kann der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit einer Quote von 5,9 % den Bundesdurchschnitt erreichen.[49]

In der Region um die Landeshauptstadt Potsdam befindet sich ein Schwerpunkt für forschungsnahe Unternehmen aufgrund mehrerer Wissenschaftseinrichtungen. Als Teil der europäischen Metropolregion Berlin-Brandenburg mit insgesamt 160 Unternehmen und 3200 direkt Beschäftigten im Bereich der Biotechnologie ist sie laut einer Untersuchung im Jahr 2006 einer der bundesweit führenden Standorte in diesem Sektor.[50]

Die zehn wichtigsten Standorte sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung sind (Arbeitsortangaben):[51]

Sparkasse Wriezen.
Stadt sozialvers.
Beschäftigte
2012
Veränderung
seit
2007
Pendlersaldo
2012
Arbeitsplatz-
dichte1
Potsdam 77.916 + 11,30 % + 17.190 764
Cottbus 44.392 − 3,50 % + 9715 685
Frankfurt (Oder) 28.016 + 0,04 % + 7562 731
Brandenburg an der Havel 27.076 + 6,84 % + 1915 609
Eberswalde 16.124 + 3,05 % + 3133 663
Oranienburg 15.389 + 18,78 % − 678 581
Neuruppin 14.600 + 6,95 % + 3390 744
Schönefeld 13.938 + 28,19 % + 8605 1595
Fürstenwalde/Spree 12.640 + 5,54 % + 1707 638
Ludwigsfelde 12.261 + 5,15 % + 1844 797
1 Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze pro 1000 Einwohner im Alter zwischen 18 und 64; Zahlen gemäß Zensus 2011.[52]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größten fünf privatwirtschaftlichen Arbeitgeber im Land Brandenburg im Jahr 2012 waren: Die Unternehmensgruppe Schwarz (7.665 Beschäftigte), die Deutsche Post AG (6.800 Beschäftigte), die Netto Marken-Discount AG & Co. KG (3.200 Beschäftigte), die Metro Group (3.179 Beschäftigte) und die Dussmann Stiftung & Co.KgaA (2.750 Beschäftigte).

Die fünf umsatzstärksten Firmen 2011 mit Sitz in Brandenburg waren: Eon Edis (1,820 Mrd Euro Umsatz), Rolls Royce Deutschland (1,344 Mrd Euro Umsatz), Riva Stahl (1,269 Mrd Euro Umsatz), Arcelor Mittal (1,239 Mrd Euro Umsatz) und BASF Schwarzheide (1,064 Mrd Euro Umsatz).[53]

Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (Bilanzsumme 13,06 Mrd Euro) und die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam (Bilanzsumme 9,61 Mrd Euro) waren im Jahr 2012 die beiden größten Banken im Land.[54] Beide Kreditanstalten sind öffentlich-rechtliche Institutionen mit Sitz in Potsdam.

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Triebwerk IAE V2500 wird im Rolls Royce Werk Dahlewitz gefertigt.

Die etwa 1200 Industriebetriebe im Land Brandenburg setzten im Jahr 2014 rund 23 Milliarden Euro um. Die Wirtschaft hat sich einen Schwerpunkt entlang der Autobahn A 10 aufgebaut sowie in den gesicherten industriellen Kernen wie z. B. im Süden des Landes.

Bei Eisenhüttenstadt, in Hennigsdorf und in Brandenburg an der Havel befinden sich Stahlwerke, in Brandenburg zudem ein Druckmaschinenwerk der Heidelberger Druckmaschinen AG und ein Getriebewerk der ZF Friedrichshafen. Eine Triebwerk-Produktionsfabrik der Firma Rolls-Royce befindet sich in Dahlewitz im Landkreis Teltow-Fläming. Weiterhin befindet sich südlich von Berlin viele Logistikfirmen sowie im Industriegebiet Ludwigsfelde ein Mercedes-Benz Autowerk, der Flugmotorenhersteller MTU Aero Engines und ein VW-Ersatzteilewerk. Im Wirtschaftskern um Finsterwalde und Lauchhammer gibt es metallverarbeitende Unternehmen der Trenn- und Fügetechnik wie Kjellberg Finsterwalde, Tagebaugerätetechnik wie TAKRAF und in der Elektrotechnik wie dem Windkraftanlagenhersteller Vestas.

In Schwedt/Oder im Nordosten Brandenburgs befindet sich ein industrieller Schwerpunkt mit einer Erdölraffinerie (PCK Raffinerie GmbH) und zwei Papierfabriken. In Wittenberge ist mit dem Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn dort der wichtigste Arbeitgeber ansässig.

Im Süden Brandenburgs befinden sich in der chemischen Industrie die (BASF) Schwarzheide sowie die Vattenfall Europe AG mit dem Betrieb mehrerer Braunkohletagebaue, um die Großkraftwerke wie das Kraftwerk Jänschwalde, Kraftwerk Boxberg oder Schwarze Pumpe zu versorgen.[55]

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rapsfeld bei Gransee

In der Brandenburger Landwirtschaft waren 2012 in etwa 5.600 Betrieben rund 36.500 Menschen beschäftigt.[56] Brandenburg besitzt bei einer Gesamtfläche von rund 2,95 Millionen Hektar 1.319.600 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Die durchschnittliche Betriebsfläche ist mit 238 Hektar im deutschlandweiten Vergleich sehr groß.[57] Großbetriebe mit über 1.000 Hektar bewirtschaften über 70 % der brandenburgischen Ackerflächen. Zu ihnen gehören beispielsweise KTG Agrar, die Lindhorst-Gruppe sowie die Steinhoff Familienholding.[58]

Brandenburg ist einer der führenden Bundesländer beim ökologischen Landbau. 2015 wurden 767 erzeugende Öko-Betriebe im Land angemeldet. Damit wirtschaften 14,2 Prozent der 5.400 Agrarbetriebe im Land ökologisch. Etwa 136.000 Hektar sind nach der EU-Ökoverordnung angemeldet. Das entspricht 12,9 Prozent der Ökofläche der gesamten Bundesrepublik.[59]

Die Region um Werder (Havel) ist durch den Obstanbau bekannt. Angebaut werden größtenteils Kirschen, Äpfel und Erdbeeren. Aber auch Gemüse, besonders Tomaten, werden in den Gewächshäusern gezüchtet. Gegenwärtig vertreiben zwei größere Unternehmen die Produkte der Region: zum einen „Werder Frucht“, das vor allem Säfte und das Obst selbst vertreibt, zum anderen Werder Feinkost, das sich auf die Herstellung von Ketchup, Fruchtweine und Brotaufstriche spezialisiert hat.

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windpark im Havelland

2011 betrug die Bruttostromerzeugung insgesamt 52.505 Gigawattstunden. Davon wurden 31.457 GWh – knapp 60 Prozent – exportiert. Die Energie aus Braunkohle bildet mit 65 % den größten Anteil an der Stromerzeugung in Brandenburg; entsprechend 34.114 Gigawattstunden. Der Bruttostromverbrauch betrug 2011 etwa 21.048 GWh. Das Kernkraftwerk Rheinsberg entstand 1960 und wurde 1990 als erstes der deutschen Atomkraftwerke stillgelegt. Das Kraftwerk Schwarze Pumpe (Stromkapazität 1600 MW), das Kraftwerk Boxberg (Stromkapazität 2575 MW) und das Kraftwerk Jänschwalde (Stromkapazität 3000 MW) gehören zu den größten Braunkohlekraftwerken Deutschlands.

Brandenburg ist ein bedeutender Windenergiestandort. 2011 waren Windkraftanlagen mit einer kumulierten Leistung von 4600 MW installiert, die in der Lage waren rund 48 % des Nettostrombedarfes des Landes zu decken. Wichtige Anlagen zur Erzeugung von Solarenergie sind u.a. der Solarpark Templin – Groß Dölln (max. Leistung 128 MW), der Solarpark Brandenburg-Briest (max. Leistung 91 MW) und der Solarpark Neuhardenberg (max. Leistung 145 MW). 2007 befand sich rund 12 % der gesamten deutschen Biodieselproduktion in Brandenburg.[60]

2012 veröffentlichte die brandenburgische Landesregierung ihren Entwurf einer „Energiestrategie 2030“. Für die zukünftige Energieversorgung setzt das Flächenland auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Regierung will einen Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch von 50 Prozent bis 2030 erreichen. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis zu diesem Zeitpunkt um 72 Prozent gegenüber 1990 zu senken.[61] Das Land gehört sowohl bei der Nutzung Erneuerbarer Energien als auch bei der Anlagenherstellung zu den führenden deutschen Ländern.[62]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Studio Babelsberg in Potsdam ist Produktionsort vieler deutscher und internationaler Filme.

Etwa 65.000 Beschäftigte arbeiteten im Jahr 2014 in den Branchen IKT, Medien und Kreativwirtschaft. Die Unternehmen in diesem Sektor erwirtschafteten einen Umsatz von 5,3 Milliarden Euro.[63]

In Brandenburg erscheinen als Tageszeitung die Potsdamer Neuesten Nachrichten und die Märkische Allgemeine.

Das 1911 gegründete Filmstudio Babelsberg in Potsdam ist das älteste Großfilmstudio der Welt und gleichzeitig das flächenmäßig größte Filmstudio in Europa. Es ist vor allem bekannt für seine legendären Filme der Anfangszeit wie Metropolis und Der Blaue Engel. Heute ist das Filmstudio Babelsberg eines der führenden Zentren für Produktionen von Film und Fernsehen in Europa und Standort für deutsch-amerikanische Koproduktionen.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg sendet vom Standort Potsdam-Babelsberg. Dort werden unter anderem Radiosender Antenne Brandenburg, Radio Fritz und Radio Eins und den TV-Sendungen Brandenburg aktuell und zibb produziert. Außerdem gibt es in Brandenburg den lokalen Fernsehsender PotsdamTV sowie den Lokalradiosender 89.2 Radio Potsdam.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Tourismus in Brandenburg

Der Tourismus in Brandenburg hat seit 2000 hohe Wachstumsraten und gilt als ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Branche verzeichnete 2012 über 60.000 Beschäftigte und etwa 11,5 Millionen Übernachtungen.[64][65] Der Tourismus wird bestimmt durch die vielseitige Landschaft, die historischen Stadtkerne, die wald- und wasserreichen Naturparks und die Sehenswürdigkeiten wie die Schlösser und Burgen.

In der so genannten Medienstadt Babelsberg befindet sich neben der Studio Babelsberg AG auch der Filmpark Babelsberg, ein Themenpark, der den Besuchern mit der Studiotour über das Gelände, sowie mit Ausstellungen, Stuntshows, Kulissen und Requisiten aus zahlreichen bekannten Produktionen die Welt des Films näher bringt.

Das Tropical Islands, ein weiterer Erlebnispark in Halbe, liegt etwa 50 km südlich von Berlin. Errichtet wurde der Park in der größten freitragenden Halle der Welt, welche eine Fläche von 66.000 m² (9 Fußballfelder) überspannt. In der ganzjährig 24 Stunden am Tag geöffneten Anlage befindet sich eine tropisch anmutende Bade- und Freizeitlandschaft mit Übernachtungsmöglichkeiten.[66]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandenburgs wichtigste Hauptverkehrswege wie Eisenbahnstrecken, Straßen und Wasserstraßen laufen sternförmig auf Berlin zu. Der Breitband-Internetzugang mit einer Datenübertragungsrate von 6 Mbit/s war im Jahr 2015 für 75-95 % aller Haushalte in Brandenburg ermöglicht. Die Versorgungsquote von 50 MBit-Anschlüssen lag zwischen 10 und 50 %.[67] Die Netzabdeckung für den Mobilfunkstandard LTE (4G) war im November 2015 zu 90 % in Brandenburg (deutschlandweit zu 93 %) gewährleistet.[68]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zug der Regionalbahn im Naturpark Hoher Fläming

Im Schienenverkehr sind die meisten Eisenbahnstrecken durch den Berliner Außenring verbunden, welcher sich zum größten Teil in Brandenburg befindet. In den letzten Jahren wurden aufgrund der dünnen Besiedelung des Landes, den Sparmaßnahmen des Landes Brandenburg und der stetig wachsenden Zahl an PKWs eine erhebliche Zahl an Schienenstrecken und an Schieneninfrastruktur (vor allem viele kleinere Bahnhöfe, Nebengleise usw.) stillgelegt und meist abgebaut.

Die Automatisierung von Bahnübergängen wird vorangetrieben. So gibt es mittlerweile viele Streckenabschnitte von über 20 km Länge ohne Zwischenhalt (wie beim RE 5), da dort nur noch langlaufende RE-Linien verkehren. Auf vielen kleineren Strecken wird der Schienenpersonennahverkehr von Privatbahnen durchgeführt; so haben sich in Brandenburg die Eisenbahngesellschaft Potsdam, die Niederbarnimer Eisenbahn und vor allem die Ostdeutsche Eisenbahn im Laufe der Zeit etabliert.

Im öffentlichen Personennahverkehr haben sich alle Verkehrsunternehmen Brandenburgs und Berlins zum Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zusammengeschlossen, um eine einheitliche Verkehrsstruktur im öffentlichen Personennahverkehr und einheitliche Tarife in der Region zu gewährleisten. Es wurden im Jahr 2013 1,321 Milliarden Fahrgäste befördert.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Berliner Ring (dunkelblau) im Land Brandenburg.

Die zugelassenen PKW dienen als Indikator für den Motorisierungsgrad einer Gesellschaft. Trotz fallender Bevölkerung steigt die Zahl der PKWs in Brandenburg. Im Jahr 2004 gab es 86.409 Neuzulassungen für Kfz in Brandenburg. Im Jahr 2014 wurde ein Höchststand von insgesamt 1 343 315 PKW registriert. Auf je 1000 Einwohner kamen 548 angemeldete PKW (510 nichtgewerbliche Fahrzeuge je 1000 Einwohner). Damit nimmt der Grad der Motorisierung weiter zu und liegt knapp über dem bundesdeutschen Durchschnitt.[69]

Im Straßenverkehr beginnen fast alle Autobahnen im Land Brandenburg auf dem „Berliner Ring“ genannten Autobahnring Bundesautobahn 10, der größtenteils durch Brandenburger Gebiet verläuft. Des Weiteren verlaufen mehrere Bundes- und Europastraßen durch das Land. Die Autobahnen in Brandenburg sind die A 2 (Berliner Ring/Dreieck Werder – Magdeburg – Hannover – Dortmund – Oberhausen), die A 9 (Berliner Ring/Dreieck Potsdam – Leipzig – Nürnberg – München), die A 10 (Berliner Ring), die A 11 (Berliner Ring/Dreieck Schwanebeck – Prenzlau – Grenzübergang PL – Stettin/Szczecin), die A 12 (Berliner Ring/Dreieck Spreeau – Frankfurt (Oder) – Grenzübergang PL – Posen/Poznań – Warschau/Warszawa), die A 13 (Berliner Ring/Kreuz Schönefeld – Dreieck Spreewald/A 15 – Dresden), die A 15 (Dreieck Spreewald/A 13 – Cottbus – Grenzübergang PL – Liegnitz/Legnica – Breslau/Wrocław), die A 19 (Dreieck Wittstock (Dosse)/A 24 – Rostock), die A 20 (Kreuz Uckermark/A 11 und B 166 – Stralsund – Rostock – Lübeck), die A 24 (Berliner Ring/Dreieck Havelland – Hamburg), die A 111 (Berliner Ring/Kreuz Oranienburg – Berlin-Reinickendorf – Dreieck Charlottenburg/Stadtring A 100), die A 113 (Berliner Ring/Kreuz Schönefeld – Dreieck Waltersdorf – Berlin-Adlershof – Dreieck Neukölln/Stadtring A 100), die A 114 (Berliner Ring/Dreieck Pankow – Berlin-Pankow), die A 115 (Berliner Ring/Dreieck Nuthetal – Berlin-Zehlendorf – Dreieck Funkturm/Stadtring A 100) und die A 117 (Dreieck Waltersdorf/A 113 – Berlin-Treptow).

Schiffsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Binnenschifffahrt und der Wasserverkehr durch zahlreiche Kanäle sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Teile des Landes und haben überregionalen Charakter. Die Wasserstraßen werden für den Warentransport und für touristische Personenbeförderung genutzt. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Autofähren, so an der Elbe und der Havel.

Das 1934 in Betrieb genommene Schiffshebewerk Niederfinow ist das älteste noch arbeitende Schiffshebewerk Deutschlands. Es liegt am östlichen Ende des Oder-Havel-Kanals in Niederfinow/Brandenburg und überwindet den Höhenunterschied von 36 Metern zwischen der Scheitelhaltung und der Oderhaltung der Bundeswasserstraße Havel-Oder-Wasserstraße, für die das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde zuständig ist. Parallel zum bisherigen Hebewerk wird das Schiffshebewerk Niederfinow Nord, das für größere Schiffe geeignet ist, errichtet und soll das alte ab 2025 ersetzen.

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Flughäfen und Landeplätze in Berlin-Brandenburg

Der Flughafen Berlin-Schönefeld ist durch die Nähe zu Berlin der wichtigste Flughafen des Bundeslandes. Betreiber des Flughafens ist die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH mit den Gesellschaftern Land Berlin, Land Brandenburg und Bundesrepublik Deutschland. Im Jahr 2015 wurden dort rund 8,5 Millionen Passagiere abgefertigt (+17 % gegenüber dem Vorjahr). Gemessen an den Passagierzahlen lag der Flughafen 2015 an achter Stelle in Deutschland.[70]

Derzeit entsteht südlich des Flughafen Berlin-Schönefelds angrenzend der neue Flughafen Berlin Brandenburg (BER). Dieser soll voraussichtlich im Jahr 2017 den gesamten internationalen Flugverkehr für die Metropolregion Berlin-Brandenburg abwickeln. Mit einer Passagierzahl von mehr als 30 Millionen im Jahr wird der BER zum dann drittgrößten Flughafen in Deutschland.

Seit 2012 findet die ILA Berlin Air Show auf dem Berlin ExpoCenter Airport-Areal im Schönefelder Ortsteil Selchow statt. Das Areal liegt am Westrand des zukünftigen Flughafens Berlin Brandenburg. Die ILA ist die bedeutendste Fachmesse der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland und eine der größten Raumfahrtmessen der Welt.

Daneben gibt es unter anderem den größeren Flugplatz Cottbus-Drewitz und die kleineren wie den Lausitzflugplatz Finsterwalde/Schacksdorf und Neuhardenberg.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Schulwesen in Brandenburg
Marie-Curie-Gymnasium in Wittenberge (Landkreis Prignitz)

Im Jahr 2015 wurden insgesamt 33.407 Kinder unter drei Jahren in Brandenburger Kindertageseinrichtungen betreut. Das entspricht einer Betreuungsquote von 56,8 % aller Kinder in dieser Altersgruppe (deutschlandweit 32,9 %).[71]

Im Land Brandenburg gab es im Schuljahr 2011/2012 864 Schulen (ohne Hochschulen), welche von rund 220.000 Schülern besucht werden. Im Schuljahr 2004/2005 waren es 327.157 Schüler. Die Zahl der Lehrkräfte blieb in dem Zeitraum trotz sinkender Schülerzahlen relativ konstant und betrug rund 19.000.

Das Brandenburger Schulwesen gliedert sich in eine sechsjährige Grundschule, in deren Anschluss der Schüler auf eine Oberschule, Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe oder ein Gymnasium wechseln kann.

Mit dem Oberstufenzentrum gibt es zudem eine Schulform, die Fachschule, Fachoberschule, Berufsschule und berufliches Gymnasium in sich vereint. Für Schüler mit speziellem Förderbedarf gibt es zudem noch Förderschulen mit verschiedenen Schwerpunkten.

2014 wurden 10.077 Ausbildungsverträge in Brandenburg neu abgeschlossen. Insgesamt gab es im selben Jahr 26.265 Auszubildende im Land. Die meisten davon sind im Bereich Industrie und Handel in der Lehre. Ebenfalls begehrte Ausbildungsbereiche sind das Handwerk, die Landwirtschaft, die Hauswirtschaft, die Freien Berufen und der Öffentliche Dienst.[72]

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschulestandorte brandenburg.svg

Im Land Brandenburg gibt es fünf Universitäten, sechs Fachhochschulen, die sich im Land Brandenburg Hochschule nennen dürfen, sowie zwei Verwaltungsfachhochschulen. Größte Universität ist die Universität Potsdam, an der fast 20.000 Studierende unterrichtet werden. Neben dieser gibt die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, die Filmuniversität Babelsberg und die Medizinische Hochschule Brandenburg in Neuruppin und Brandenburg an der Havel im Universitätsrang. Die 2014 gegründete Medizinische Hochschule ist die einzige private, die anderen vier sind staatliche Universitäten.

Wahrzeichen der Universität Potsdam: Communs am Campus Neues Palais

Größte Fachhochschule Brandenburgs ist die Technische Hochschule Wildau mit über 4000 Studierenden. Neben dieser weitere öffentliche staatliche Fachhochschulen sind die Technische Hochschule Brandenburg, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und die Fachhochschule Potsdam. Das Theologische Seminar Elstal (Fachhochschule) ist eine kirchliche, die Fachhochschule für Sport und Management Potsdam eine private Bildungseinrichtung. Neben diesen gibt es noch die beiden Verwaltungsfachhochschulen Fachhochschule für Finanzen Brandenburg in Königs Wusterhausen und die Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg in Oranienburg.

Brandenburg erhebt für ein Studium im Land keine Gebühren. Wenige Fächer haben einen Numerus clausus, und aufgrund des relativ jungen Alters vieler Hochschulen gibt es besonders moderne Lern- und Arbeitsbedingungen. Für die Studierenden aller Hochschulen sind entweder das Studentenwerk Potsdam oder das Studentenwerk Frankfurt (Oder) zuständig. Im Wintersemester 2012/2013 wurde ein Höchststand von insgesamt 52.031 immatrikulierten Studenten erreicht.[73]

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studentinnen am Hasso-Plattner-Institut

Jede der großen deutschen Forschungsgemeinschaften ist im Land Brandenburg vertreten. Insgesamt gibt es vier Einrichtungen der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, acht Institute der Leibnizgemeinschaft, drei Institute der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und drei Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG). Von großer Bedeutung ist auch die enge Kooperation der Forschungseinrichtungen mit den Hochschulen des Landes. Entsprechende Vereinbarungen zwischen beiden ermöglichen komplementäre Entwicklungen.

Seit 1992 befinden sich im Wissenschaftspark Albert Einstein folgende Institute auf dem Gelände: das Deutsches GeoForschungsZentrum, das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam, die Potsdamer Forschungsstelle des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und das Meteorologische Observatorium Potsdam des Deutschen Wetterdienstes. In den 1990er Jahren wurden viele historische Gebäude umfangreich saniert und zahlreiche Neubauten errichtet.

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) ist ein An-Institut der Universität Potsdam und hat sich in Potsdam-Babelsberg angesiedelt. 1998 wurde es durch eine Partnerschaft mit dem Land Brandenburg geschaffen. Namensgeber des Instituts ist der SAP-Gründer und Aufsichtsratsvorsitzende Hasso Plattner.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Land Brandenburg war lange Zeit der historische Kern des preußischen Staates und damit ein Anziehungspunkt für Zuwanderer. Durch die Toleranzpolitik in religiösen Fragen seit dem Edikt von Potsdam entwickelte sich ein starker kultureller Einfluss der zugewanderten Personen, insbesondere der französischen Hugenotten. Aus den verschiedenen Zeitepochen blieben zahlreiche repräsentative Schlösser, Burgen, Kirchen sowie großzügig gestaltete Parkanlagen erhalten.

Neben den bundesweiten Feiertagen sind in Brandenburg Ostersonntag, Pfingstsonntag und der Reformationstag gesetzliche Feiertage.

Es gibt zahlreiche Persönlichkeiten, die mit Brandenburg verbunden sind. Zu ihnen zählt der Schriftsteller Theodor Fontane, der mit den Wanderungen durch die Mark Brandenburg eine bedeutende literarische Hommage an seine Heimat geschaffen hat. Heinrich von Kleist wirkte in den Literaturepochen der Weimarer Klassik und der Romantik. Ebenfalls in Brandenburg geboren und dort tätig waren unter anderem Karl Friedrich Schinkel, Wilhelm von Humboldt und zahlreiche Mitglieder der königlich-kaiserlichen Familie der Hohenzollern, darunter auch König Friedrich Wilhelm III. und Kaiser Friedrich III. Ein Ehrenbürger der Stadt Brandenburg an der Havel ist der Humorist Vicco von Bülow, der unter seinem Künstlernamen Loriot berühmt wurde.

Welterbe und Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Sanssouci in Potsdam – Teil des Weltkulturerbes

Die Schlösser, Gärten und Parkanlagen der so genannten „Potsdamer Kulturlandschaft“ wurden 1990 in die Liste der UNESCO-Welterbe aufgenommen.[74] Seitdem gehören Park Sanssouci (die Sommerresidenz Friedrichs des Großen), Neuer Garten, Babelsberg, Glienicke und die Pfaueninsel mit ihren Schlössern sowie seit 1992 Schloss und Park Sacrow mit der Heilandskirche und seit 1999 die Kolonie Alexandrowka zu den Welterbestätten. Insgesamt erstreckt sich das Architekturensemble auf rund 500 ha Parkanlagen mit 150 Gebäuden aus der Zeit von 1730 bis 1916. Daher gilt diese Kulturlandschaft als die größte der deutschen Welterbestätten.

Das Schloss Neuhardenberg mit Landschaftsgarten

Die Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, die historischen Stadtkerne in ihrer Bausubstanz zu renovieren und mit neuem Leben zu füllen. Derzeit (Stand: 2007) gehören 31 Städte der Arbeitsgemeinschaft an. Zu den ältesten Städten zählen unter anderem Brandenburg an der Havel (948 erstmals erwähnt), Potsdam (993), Beelitz oder Bad Belzig (997), Doberlug (1005) und Jüterbog (1007).

Weitere bedeutende Bauten in Brandenburg sind das Schloss Boitzenburg, der damalige Stammsitz der Familie von Arnim und dessen Landschaftspark von Peter Joseph Lenné im englischen Stil ausgestaltet wurde. Das Schloss Neuhardenberg ist bekannt durch jährliche Musikveranstaltungen. Das Schloss Rheinsberg, ein Wasserschloss, ist insbesondere bekannt geworden durch die Werke von Kurt Tucholsky und Theodor Fontane. Schloss Meseberg, ein Barockschloss in Gransee ist seit 2007 offizielles Gästehaus der deutschen Bundesregierung. Der 1921 errichtete Einsteinturm des Astrophysikalischen Instituts diente der experimentellen Bestätigung der Relativitätstheorie. Er gilt als einer der herausragenden Beispiele expressionistischer Architektur und nimmt auch Elemente des Jugendstils auf.

Theater und Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Staatstheater Cottbus, 2013

Das Staatstheater Cottbus ist das einzige Mehrspartentheater des Landes Brandenburg. Die Sparten Oper/Ballett, Schauspiel und ein Philharmonisches Orchester verfügen über ihre eigenen Ensembles. Das Haus wurde 1908 als Stadttheater eröffnet und 1991 zum Staatstheater ernannt. Seit 2004 ist es Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus. Spielstätten des Staatstheaters sind das Große Haus am Schillerplatz, die Kammerbühne sowie die Theaterscheune Ströbitz.[75]

Das Hans Otto Theater ist das Theater der Landeshauptstadt Potsdam. Seit September 2006 spielt sein Ensemble im Neuen Theater, welches als Sitz des Hauses synonym unter Hans Otto Theater verstanden wird und auf dem Gelände der Schiffbauergasse am Ufer des Tiefen Sees liegt. Weitere Spielstätten des Theaters sind die benachbarte historische Reithalle und das barocke Schlosstheater im Neuen Palais von Sanssouci.

Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus zeigt Moderne Kunst der Gattungen Malerei, Skulptur/Objekt, Grafik, Fotografie und Plakatkunst auf rund 1.250 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Insgesamt beherbergt das Museum einen Sammlungsbestand von mehr als 23.000 Objekten. Seit Mitte der 1990er Jahre bilden Ausstellungen und Erwerbungen zum Themenkreis Landschaft / Raum / Natur / Umwelt den Schwerpunkt der Sammlung. Konzerte, Theaterveranstaltungen sowie die Nutzung einer Kreativwerkstatt ergänzen das Ausstellungsprogramm. Das Kunstmuseum ist Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus.[76] Außerdem existiert in Brandenburg eine rege Kunstszene mit festen Veranstaltungen wie dem Tag der „Offenen Ateliers“ Anfang Mai, der Verleihung des Brandenburgischen Kunstpreis durch die Märkische Oderzeitung, und die Kunstloose Tage im Oderbruch.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Festumzug beim Sängerfest in Finsterwalde

Die Brandenburger Symphoniker gehören als ältester bestehenden Klangkörper des Landes zu den herausragenden kulturellen Einrichtungen Brandenburgs. Gegründet wurde das Orchester 1810 von hochrangigen preußischen Militärmusikern aus den Füsiliere- und Grenadier Regimentern. Ihre regelmäßig ausverkauften Sinfoniekonzerte und Sonderkonzerte sind feste Programmpunkte im Kulturleben der ganzen Region. Das Orchester wirkt nicht nur als Sinfonieorchester, sondern auch bei Opernaufführungen und spielt seit Jahren bei den Produktionen der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Regelmäßig gastieren die Symphoniker im ganzen Bundesgebiet und international.

Das Philharmonische Orchester des Staatstheater Cottbus gründete sich 1912 als theatereigenes Orchester. Hauptsächlich wirkt das Orchester in Opern, Operetten, Philharmonischen Konzerten und Kammerkonzerten.[77]

Das Deutsche Filmorchester Babelsberg ist ein Orchester mit Sitz im Studio Babelsberg in Potsdam. Im Bereich Film und Fernsehen wurden über 220 Filmmusikproduktionen in den eigenen Studios eingespielt. Außerdem finden Kooperationen mit der benachbarten Filmuniversität Babelsberg statt.

Das Jacaranda Ensemble, Keimzeit und Subway to Sally zählen zu den bekannten Musikgruppen aus Brandenburg. Erfolgreiche in Brandenburg geborene Musiker sind u.a. der Sänger Jürgen Drews, Gitarrist Richard Kruspe (Rammstein) und Musikproduzent Paul van Dyk.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Baumblütenfest in Werder, dem größten Volksfest in Brandenburg

Zu den größten und bekanntesten Veranstaltungen im Land Brandenburg gehört das Baumblütenfest in Werder. Es zieht jedes Jahr über 500.000 Besucher an und zählt damit zu den größten Volksfesten in Deutschland. Das erste Fest fand bereits im März 1879 statt und wird seitdem regelmäßig zur Zeit der Baumblüte begangen.

Ebenfalls weit bekannt ist die zumeist sehr früh ausverkaufte Potsdamer Schlössernacht, die jährlich im Park Sanssouci stattfindet. Die Veranstaltung wird begleitet von Darstellern, Musikern und Bürgern in barocken Kostümen, klassischen Musikfestspielen und einem großen Feuerwerk zum Abschluss.

Zudem finden zahlreiche weitere regionale Veranstaltungen statt, wie das Havelfest in der Stadt Brandenburg an der Havel mit 200.000 Besuchern, das Sängerfest in Finsterwalde mit über 100.000 Besuchern zweijährlich, die Kleistfesttage in Frankfurt (Oder) sowie das Bassewitzfest Kyritz.

Mit dem Internationalen Filmfest Potsdam und den sehsüchten, dem größten Studentenfilmfestival in Europa, sind gleich zwei Filmfestspiele in Potsdam beheimatet; weitere Filmfestivals sind in Bad Saarow, Cottbus, Eberswalde und in der Lausitz zuhause.[78]

Seit 1998 werden unter der Dachmarke Kulturland Brandenburg verschiedene Projekte innerhalb des Bundeslandes zu einem Thema gefördert. Diese waren in der Vergangenheit unter anderem Landschaft und Gärten (2004), 1000 Jahre Christentum (2005), Baukultur (2006), Fokus Wasser (2007), sowie Provinz und Metropole (2008). Seit 1995 feiert das Land regelmäßig einen Brandenburg-Tag. Er fand erstmals am 30. September 1995 in Cottbus statt. Der nächste Austragungsort im Jahr 2016 ist Hoppegarten.

Küche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Brandenburger Küche
Klosterbrauerei Neuzelle

Die Brandenburger Küche ist eher ländlich-rustikal geprägt. Bevorzugt verarbeitet werden frische, regionale Produkte. Die Brandenburger Küche ist wegen der zahlreichen größeren und kleinen Gewässer sehr reich an Fisch, vor allem Hecht, Zander, Aal und Karpfen. Wildgerichte sind ebenfalls recht typisch. Seit Friedrich der Große der Kartoffel in Brandenburg zum Durchbruch verholfen hat ist sie unverzichtbarer Teil der heimischen Küche. Eine Spezialität der Niederlausitz sind Plinsen, eine Form von Eierkuchen. Spezialitäten der Uckermark sind Wruken (Kohlrübeneintopf) und Kloppschinken (Klopfschinken).

Zu den bekanntesten brandenburgischen Spezialitäten gehören Beelitzer Spargel, Spreewälder Gurken und Quark mit Leinöl nach niederlausitzer Art, wozu meist Pellkartoffeln serviert werden. Auch die Klosterbrauerei Neuzelle ist mit ihrem Schwarzbier überregional bekannt, während in und um Werder (Havel) Obstweine und Obstbrände produziert werden. Die Eiskreation Fürst-Pückler, die sich aus den drei klassischen Sorten Erdbeere, Vanille und Schokolade zusammensetzt, entstand in der märkischen Oberlausitz. Sie ist nach Hermann von Pückler-Muskau benannt und stammt von einem preußischen Hofkoch, der dem Fürsten 1839 dieses dreischichtiges Sahneeis widmete.

Im renommierten Restaurantführer Guide Michelin 2016 sind in Brandenburg die drei Restaurants Kochzimmer (Beelitz), Friedrich Wilhelm (Potsdam) und 17fuffzig (Burg im Spreewald) mit einem Stern ausgezeichnet.[79]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turbine Potsdam gewinnt den UEFA Women’s Cup

Zu den bekanntesten Sportvereinen im Land Brandenburg zählt der 1. FFC Turbine Potsdam in der Fußball-Bundesliga der Frauen. Zu den Erfolgen zählen unter anderem die mehrfache deutsche Meisterschaft, der Sieg beim UEFA Women’s Cup und der mehrfache DFB-Pokal-Sieg. Der Verein FC Energie Cottbus ist der bekannteste Männerfußballverein. Zu den größten Erfolgen zählt das Erreichen des DFB-Pokal-Finales im Jahre 1997 und die jahrelange Zugehörigkeit in der Bundesliga und 2. Bundesliga. Im Handball war der Frankfurter Handball Club ein bekannter Verein.

Motorsport am Lausitzring

Ein Olympiastützpunkt befindet sich im Land Brandenburg mit den drei Teilstandorten in Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam.[80] Insbesondere in den Disziplinen Rudern, Kanu- und Radsport konnten Athleten aus den Stützpunkten Medaillen bei Olympischen Spielen gewinnen. Mehrere Sport-Eliteschulen gibt es im Land ebenfalls.

Zu den erfolgreichsten Sportlern aus Brandenburg zählen die Boxer Henry Maske und Axel Schulz, der Diskuswerfer Robert Harting und die Schwimmerin und Olympiasiegerin Britta Steffen. Die Kanurennsportlerin Birgit Fischer aus Brandenburg an der Havel ist mit acht Gold- und vier Silbermedaillen die erfolgreichste deutsche Olympionikin der Sportgeschichte. Die Judoka Yvonne Bönisch, die Judoka und Sumokämpferin Sandra Köppen-Zuckschwerdt, der Kugelstoßer Udo Beyer und der Speedway-Profi Christian Hefenbrock sind ebenfalls bekannt.

Auf dem Lausitzring finden Motorsportveranstaltungen wie die jährlich abgehaltenen Rennen der DTM statt. Sandbahnrennen bestehen zudem in Lübbenau, Speedway in Wolfslake und in Wittstock.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Brandenburg – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Brandenburg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Asche: Neusiedler im verheerten Land – Kriegsfolgenbewältigung, Migrationssteuerung und Konfessionspolitik in Zeichen des Landeswiederaufbaus – Die Mark Brandenburg nach den Kriegen des 17. Jahrhunderts. Aschendorff Verlag, Münster 2006, ISBN 3-402-00417-8.
  • Friedrich Beck, Eckart Henning (Hrsg.): Brandenburgisches Biographisches Lexikon (BBL). Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2002, ISBN 3-935035-39-X.
  • Iris Berndt: Sächsisches Brandenburg. Eine Spurensuche. Sandstein Verlag, Dresden 2014, ISBN 978-3-95498-070-3.
  • Christiane Büchner, Jochen Franzke: Das Land Brandenburg. Kleine politische Landeskunde. 4. überarbeitete Auflage. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Potsdam 2005, ISBN 3-932502-09-4.
  • Lieselott Enders, Klaus Neitmann (Hrsg.): Brandenburgische Landesgeschichte heute. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1999, ISBN 3-930850-72-9.
  • Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg in 8 Bänden. Hrsg. von Gotthard Erler und Rudolf Mingau. Aufbau Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-351-03104-1.
  • Gerd Heinrich (Hrsg.): Berlin und Brandenburg. (= Handbuch der Historischen Stätten. Bd. 10). Stuttgart 1973.
  • Gerd Heinrich: Kulturatlas Brandenburg. Historische Landkarten – Geschichte der Mark im Überblick. 2. überarbeitete Auflage. Berlin 2006, ISBN 3-00-019684-6.
  • Jakob Lempp: Parteien in Brandenburg. Berlin 2008, ISBN 978-3-937233-48-2.
  • Nils Meyer: Leerräume – Der Umgang mit Denkmalen als Sinnstiftungsprozess am Beispiel der Schlösser und Herrensitze in Brandenburg. Jovis, Berlin 2009, ISBN 978-3-86859-081-4.
  • Klaus Neitmann, Jürgen Theil (Hrsg.): Die Herkunft der Brandenburger. Sozial- und mentalitätsgeschichtliche Beiträge zur Bevölkerung Brandenburgs vom hohen Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2001, ISBN 3-935035-11-X.
  • Lutz Partenheimer: Die Entstehung der Mark Brandenburg. Mit einem lateinisch-deutschen Quellenanhang. 1. und 2. Auflage. Köln/ Weimar/ Wien 2007.
  • Pestalozzi-Verein der Provinz Brandenburg (Hrsg.): Die Provinz Brandenburg in Wort und Bild. Verlag von Julius Klinkhardt, Berlin/ Frankfurt am Main 1981, DNB 820110361.
  • Antje Rávic Strubel: Gebrauchsanweisung für Potsdam und Brandenburg. Piper Taschenbuch, München 2012, ISBN 978-3-492-27604-7.[81]
  • Ingrid Reisinger, Walter Reisinger: Bekannte, unbekannte und vergessene Herren- und Gutshäuser im Land Brandenburg. Stapp Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-87776-082-6.
  • August Heinrich von Borgstede: Statistisch-topographische Beschreibung der Kurmark Brandenburg. Erster Theil. Gedruckt und verlegt von Johann Friedrich Unger, Berlin 1788. (Reprint: Potsdam 2013, ISBN 978-3-88372-051-7)
  • Frank Mangelsdorf (Hrsg.): Land Brandenburg. Einst und Jetzt. Culturcon/ Märkische Oderzeitung, Berlin 2010, ISBN 978-3-941092-43-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Verfassung des Landes Brandenburg – Artikel 25 BbgVerf „Rechte der Sorben/Wenden“, abgerufen am 18. Januar 2016.
  2. Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen, abgerufen am 18. Januar 2016.
  3. Elisabeth Berner: Vertreders ut de Länner Bundesraat för Nedderdüütsch, abgerufen am 18. Januar 2016.
  4. Quelle: destatis, Schulden der öffentlichen Haushalte am 31. Dezember 2015
  5. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg
  6. Arbeitslosenquoten im Juni 2016 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 6. Juli 2016.
  7. Schreibungen auf Niederdeutsch: Brandenborg, Brannenborch, Bramborg. Brannenborg, abgerufen am 18. Januar 2016.
  8. Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg, www.berlin-brandenburg.de, abgerufen am 17. Januar 2016.
  9. Tiefliegende Lagerstätten Brandenburg (PDF; 1,5 MB), Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, abgerufen am 18. Januar 2016.
  10. Informationen zum Klima aus: M. Hendl: Das Klima des Norddeutschen Tieflandes. In: H. Liedtke, J. Marcinek (Hrsg.): Physische Geographie Deutschlands. Gotha 1994, ISBN 3-623-00840-0.
  11. Brandenburg – Das Weite liegt so nah. Landesregierung Brandenburg, Staatskanzlei, abgerufen am 18. Januar 2016.
  12. Brandenburg – Die Geburtsstätte Preußens. ZDF, 5. März 2008, abgerufen am 18. Januar 2016.
  13. Naturschutz und Landschaftspflege www.mlul.brandenburg.de/, abgerufen am 18. Januar 2016.
  14. Seltene Seeschwalben brüten im Nationalpark Unteres Odertal Märkische Oderzeitung vom 3. Juli 2006.
  15. Nationalpark, Biosphärenreservate und Naturparks rbb, abgerufen am 28. Januar 2016.
  16. Verfassung für die Mark Brandenburg vom 6. Februar 1947.
  17. Bevölkerung – Brandenburg Statistische Ämter des Bundes und der Länder, abgerufen am 18. Januar 2016.
  18. Berliner fliehen nach Brandenburg Tagesspiegel vom 21. Januar 2008, abgerufen am 16. Januar 2016.
  19. Strukturatlas Brandenburg Thema Bevölkerung Karte Bevölkerungsdichte des Landesamtes für Bauen und Verkehr Brandenburg.
  20. Wieder mehr Geburten in Brandenburg Märkische Allgemeine vom 16. Dezember 2015, abgerufen am 13. Januar 2016.
  21. Amt für Statistik 2005, abgerufen am 18. Januar 2016.
  22. Amt für Statistik 7. September 2006, abgerufen am 18. Januar 2016.
  23. Gesetz über die Ausgestaltung der Rechte der Sorben/Wenden im Land Brandenburg. Landesregierung Brandenburg (§ 14  SWG – „Verkündung“), abgerufen am 16. Januar 2016.
  24. Kulturportal Brandenburg. Archiviert vom Original am 6. August 2004, abgerufen am 16. Januar 2016.
  25. a b Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 17. Oktober 2010.
  26. Bevölkerungsstand – weitere Berichtszeiträume Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vom 24. Januar 2010.
  27. Bevölkerung im Land Brandenburg am 30. April 2011 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 40 kB) Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 16. Januar 2016.
  28. a b Beschreibung der in GV-ISys enthaltenen Gebietseinheiten Statistisches Bundesamt, abgerufen am 18. Januar 2016.
  29. Amtsblatt für Brandenburg, 19. Jahrgang, Nummer 19 vom 14. Mai 2008, S. 1234–1236. (PDF; 1,1 MB), abgerufen am 16. Januar 2016.
  30. Helmut Schönfeld: Die niederdeutsche Sprache in den Ländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg. In: Niederdeutsches Jahrbuch. 114, 1991, S. 175–201.
  31. Niedersorbisch – sprachlicher Aufbau zwischen Cottbus und Calau, sorbe.de, abgerufen am 18. Januar 2016.
  32. Religionszugehörigkeit der Deutschen nach Bundesländern im Jahr 2011. In: statista. Abgerufen am 18. Januar 2016 (Statistik, deutsch).
  33. a b Die kleine Brandenburg–Statistik 2015 (PDF) Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 18. Januar 2016.
  34. Religionsunterricht – Humanistischer Lebenskundeunterricht MBJS, abgerufen am 18. Januar 2016.
  35. Schulfach Humanistische Lebenkunde HVD, abgerufen am 18. Januar 2016.
  36. Humanistische Lebenskunde in Brandenburg, Humanistischer Pressedienst, abgerufen am 7. Januar 2016.
  37. Humanistischer Verbandes Berlin-Brandenburg Offizielle Startseite, abgerufen am 18. Januar 2016.
  38. Humanistischer Regionalverband Ostbrandenburg e. V. Offizielle Startseite, abgerufen am 18. Januar 2016.
  39. Evolutionäre Humanisten Berlin-Brandenburg Offizielle Startseite, abgerufen am 18. Januar 2016.
  40. Behördenverzeichnis Dienstleistungsportal der Landesverwaltung, abgerufen am 16. Januar 2016.
  41. Brandenburgs Regierungsprogramm – Das steht im rot-roten Koalitionsvertrag. Rundfunk Berlin-Brandenburg, 2. November 2014, abgerufen am 16. Januar 2016.
  42. Gesetz über die Organisation der Landesverwaltung bravors.brandenburg de, abgerufen am 18. Januar 2016.
  43. Organisation der unmittelbaren Landesverwaltung (PDF) MIK, abgerufen am 18. Januar 2016.
  44. Das Landesamt für Schule und Lehrerbildung, abgerufen am 18. Januar 2016.
  45. Bruttoinlandsprodukt – in jeweiligen Preisen – 1991 bis 2014 Statistische Ämter des Bundes und der Länder, abgerufen am 18. Januar 2016.
  46. Konjunkturtelegramm Land Brandenburg (PDF) Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, abgerufen am 27. Januar 2016.
  47. Eurostat Eurostat, abgerufen am 18. Januar 2016.
  48. 2014 GDP per capita in 276 EU regions, Eurostat News Release 2016, abgerufen am 1. März 2016.
  49. Statistik der BA. statistik.arbeitsagentur.de, abgerufen am 16. Januar 2016.
  50. Potsdam.de – Hervorragende Entwicklungspotenziale für Biotechunternehmen. Archiviert vom Original am 28. August 2006, abgerufen am 16. Januar 2016.
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Koordinaten: 52° 21′ 43,9″ N, 13° 0′ 28,1″ O