Friederike zu Sayn-Wittgenstein

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F. zu Sayn-Wittgenstein im Haus der Wissenschaft in Bremen 2011

Friederike Maria Monika Jutta Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (* 21. November 1961 in Marburg) ist eine deutsche Hebamme, Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin und Hochschullehrerin, die den Namen Friederike zu Sayn-Wittgenstein führt.

Ihre Eltern sind Botho Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (1927–2008) und Elisabeth Freiin von Zedlitz und Leipe (* 1937).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sayn-Wittgenstein war zunächst von 1982 bis 1989 als Kreißsaalhebamme tätig und engagierte sich als Gesundheitsberaterin für Entwicklungshilfeprojekte in Brasilien. 1989 begann sie in den USA ein Studium der Pflege- und Gesundheitswissenschaften, welches sie 1992 abschloss. Bis 1994 war sie als Sachverständige für Familiengesundheit bei der WHO in Genf beschäftigt. 1999 wurde sie an der Harvard Universität in Boston mit der Arbeit The social dynamics of low fertility in Germany: An East - West Comparison promoviert. Sie war Teilnehmerin des niedersächsischen Dorothea-Erxleben-Programmes.

Seit September 2000 ist Sayn-Wittgenstein Professorin für Pflege- und Hebammenwissenschaften an der Hochschule Osnabrück. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Theorie und Wissensentwicklung im Hebammenwesen und die Hebammenforschung. Sie ist Mitgründerin und erste Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft und wurde 2015 in den Wissenschaftsrat des deutschen Bundespräsidenten berufen. Am 10. März 2016 wird Sayn-Wittgenstein für Ihre enormen Verdienste um das Hebammenwesen in Deutschland mit dem Deutschen Pflegepreis geehrt, der jährlich vom Deutschen Pflegerat verliehen wird.[1]

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutscher Pflegerat e.V.: Pressemitteilung Professorin Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein erhält Deutschen Pflegepreis 2016. Abgerufen am 19. März 2016.