Fulko der Ehrwürdige

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Fulko der Ehrwürdige (Foulques le Vénérable oder Volker der Ehrwürdige) († 17. Juni 900) war Erzkanzler und von 882 bis 900 Erzbischof von Reims.

Als Angehöriger einer adligen Familie wurde er im königlichen Palast erzogen, und gehörte dann zur Umgebung des Königs Karls des Kahlen, den er nach Italien begleitete. Die Erziehung des späteren Königs Ludwigs des Stammlers wurde ihm anvertraut.

883 wurde er – nach dem Tod Hinkmars – zum Erzbischof von Reims ernannt. Nach der Absetzung von Kaiser Karl dem Dicken 887 versucht er, seinen Verwandten Guido von Spoleto auf den französischen Thron zu bringen, krönte ihn sogar 888 in Langres, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Bei der Thronerhebung des Robertiners Odo von Paris im gleichen Jahr stellte er sich dann an die Spitze der Legitimisten, betrieb sämtliche Verschwörungen gegen Odo, wandte sich auch an Kaiser Arnulf, der aber Frieden im Westen wünschte und brauchte, da er anderweitig beschäftigt war. 893 krönte er selbst den Karolinger Karl den Einfältigen, der Fulko nach Odos Tod zu seinem Erzkanzler machte.

Fulko wurde im Auftrag des Grafen Balduin II. von Flandern ermordet, da er sich Expansionsbestrebungen Flanderns widersetzte.

VorgängerAmtNachfolger
HinkmarErzbischof von Reims
882–900
Herive
Gautier von SensErzkanzler
898–900
Ancheris von Paris