Future Air Navigation System

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Das Future Air Navigation System (FANS - System für die Luftnavigation der Zukunft) ist ein Standard, der von der Lufttransportindustrie entwickelt wurde, um den Luftraum besser auszunutzen und noch mehr Flugzeuge unterzubringen. Es gibt verschiedene Generationen von FANS-Standards. Beginnend bei einfachen Automatisierungsprozessen bis hin zu futuristischen Ansätzen.

In seiner einfachsten Form benutzen FANS-Flugzeuge das GPS, um ihre Position zu bestimmen. Das GPS hat hierfür ältere Systeme zur Positionsbestimmung - das auf Gyroskopen basierende Trägheitsnavigationssystem - abgelöst. Das Flugzeug sendet dann seine mittels GPS bestimmte Position (über UKW oder Satellitenkommunikation - SATCOM).

Der FANS-Standard verlangt außerhalb der UKW-Reichweite die Benutzung von Satellitenkommunikation (Inmarsat, Iridium). So ist die Flugsicherung über die Position des Flugzeuges genau informiert, da die Radarerfassung nicht so genau ist und nicht weltweit flächendeckend (Ozeane, große Wüsten) ist. Als Beispiel erfolgten die vom britischen Unternehmen Inmarsat empfangenen Pings des verschollenen Malaysia-Airlines-Flug 370 nach dessen Verschwinden von den Radarschirmen auf Basis von satellitengestütztem Future Air Navigation System.

Insgesamt erhöht sich dadurch die Sicherheit und die Gefahr von Zusammenstößen in der Luft (engl. midair collision) wird verringert. Vor der Einführung von FANS mussten die Piloten ihre Positionsmeldung mündlich durchgeben - über Ozeanen meist mittels Langwellenfunk, da nur Langwelle über die Sichtlinie hinaus eine Funkverbindung erlaubt. Bei der Positionsmeldung über Langwelle muss die Flugsicherung einen größeren Sicherheitsabstand zwischen den Flugzeugen (Staffelung - separation) einhalten, da das Trägheitsnavigationssystem ungenauer ist und das Rauschen auf der Langwelle gelegentlich eine Verständigung stark erschwert.

Folglich konnte dank FANS der Staffelungsabstand verringert werden. Dadurch wiederum können die Flugzeuge viel näher an ihrer gewünschten Route (meist die „ideale Route“) fliegen.

Diese „ideale Route“ liegt typischerweise auf dem Großkreis (der kürzesten Distanz zwischen zwei Punkten auf der Erde) bzw. berücksichtigt den aktuellen Wind, um die Rückenwindkomponente zu erhöhen oder wenigstens starken Gegenwind zu vermeiden.

Obwohl das FANS-Konzept von der ICAO stammt, wurde es erstmals von den großen Flugzeugbauern Boeing und Airbus eingeführt. Boeings FANS-Implementierung heißt FANS-1. Die FANS-Implementierung von Airbus heißt FANS-A. Weitere Verbesserungen ihres FANS-A nannte Airbus dann FANS-A+.

Beide Flugzeugbauer arbeiten an FANS-Weiterentwicklungen. Boeing unter dem Namen FANS-2 und Airbus unter dem Namen FANS-B.

Von den Flugsicherungen verschiedener Länder wurden verschiedene Bodensysteme entwickelt, um mit den Boeing- und Airbus-FANS (auch als FANS-1/A bezeichnet) zusammenzuarbeiten.

Seit diesen ersten FANS-Systemen hat die ICAO die Standardisierungsarbeit an FANS vorangetrieben und als eine Gruppe von Standards veröffentlicht - (CNS/ATM/ - Communication, Navigation and Surveillance/Air Traffic Management).

Es wird erwartet, dass sich Boeing und Airbus bei der zukünftigen Erweiterung ihrer proprietären FANS-Umsetzungen auf den aktuellen ICAO-Standard einigen. Als Zukunftsvision sollen die Flugpläne dynamisch aktualisiert werden können, um neue Informationen, wie z.B. den aktuell geänderten Wind, mit berücksichtigen zu können.

Meilensteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein mit dem Future Air Navigation System (FANS) ausgestattete Boeing Business Jet führte am 24. Mai 2004 den ersten Transatlantikflug eines Geschäftsreiseflugzeuges mit FANS durch. FANS hat den mündlichen Kommunikationsbedarf zwischen Besatzung und Flugsicherung stark reduziert. Nach einem Start in Gary, Indiana und einem 4.000 NM-Flug landete das Flugzeug in Genf (Schweiz) - auf der European Business Aviation Convention and Exhibition. Der Flug war Teil des North Atlantic Traffic Versuchsprogramms, das von der FANS Central Monitoring Agency (FCMA) durchgeführt wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]